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Robin Cuche: Erfolgreicher als sein berühmter Onkel

Bei den Paralympics 2026 konnte der Schweizer gleich zweimal über Gold jubeln.

Robin Cuche: Erfolgreicher als sein berühmter Onkel Foto: © GETTY

Didier Cuche gilt als einer der besten Abfahrer der Geschichte. Doch Olympia-Gold war ihm nie vergönnt.

In Nagano 1998 holte er mit Silber im Super-G seine einzige olympische Medaille in seiner langen Karriere.

Bei den Paralympics 2026 stand der Name Cuche gleich zwei Mal am obersten Treppchen. Robin Cuche, Neffe von Didier Cuche, konnte sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G Gold in der stehenden Klasse gewinnen.

Vierte Spiele, erste Medaillen

Dabei hatte der 27-jährige Schweizer bisher auch mit den Spielen zu kämpfen. Denn für Robin Cuche sind es in Cortina bereits seine insgesamt vierten Paralympics. Medaillen konnte er zuvor jedoch noch keine gewinnen.

Daher zeigte er sich vor allem nach seiner ersten Medaille in der Abfahrt ziemlich emotional. Bei der Medaillenübergabe hatte er stark mit seinen Tränen zu kämpfen.

"War ein bisschen genervt"

Nach dem Super-G war er hingegen trotz der zweiten Goldmedaille fast schon etwas enttäuscht: "Ich bin nicht so zufrieden mit dem, wie ich gefahren bin. Ich habe genau da einen Fehler gemacht, wo der Trainer gesagt hat, da darfst du keinen Fehler machen. Deswegen war ich ein bisschen genervt im Ziel."

In die Abfahrt war Cuche als Favorit gegangen, im Super-G war seine Erwartungshaltung hingegen nicht allzu hoch. "Ich hätte schon eine Medaille erwartet, aber nicht Gold. Das es für Gold reicht, ist sehr schön", freute sich der Schweizer dann doch.

"Wollen immer vor den Österreichern sein"

Besonders ein Fakt ließ ihn strahlen. "Ich glaube, wir sind immer noch vor den Franzosen in der Medaillentabelle und das tut sehr gut", freute sich der in der französischen Schweiz aufgewachsene Cuche.

Nicht nur die Franzosen hat der 27-Jährige, der von einer Hemiparese betroffen ist, im Blick: "Die anderen Nationen sind egal, aber wir wollen immer vor den Franzosen und den Österreichern sein."

"Würde lieber Golf spielen"

In Österreich wird der Name Cuche bisher vor allem noch mit Didier in Verbindung gebracht. Mit seinen Erfolgen bei diesen Paralympics wird aber auch Robin immer bekannter.

Dabei ist Skifahren gar nicht mal seine größte Leidenschaft. "Ich spiele sehr gern Golf. Wenn ich gut genug wäre, würde ich lieber Golf spielen. Leider bin ich nicht so gut. Ich schaue auch gerne Fußball und sonst, ja, Skifahren manchmal", sagt der Doppel-Paralympics-Sieger mit einem Schmunzeln.

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