Loeb und Ogier beherrschen die Rallye Mexiko

 

Wenige Tage nach seinem 44. Geburtstag greift Sebastien Loeb beim Comeback in einem WRC doch glatt nach seinem 79. Sieg bei einem WM-Lauf.

Zuletzt triumphierte der neunmalige Rallye-Champion 2013 in Argentinien, das letzte Mal rennmäßig in einem WRC war Loeb bei der Monte im Jänner 2015 unterwegs.

Auf mexikanischem Schotter zeigt "Super-Seb", dass er nichts verlernt hat. Er wird im Citroen C3 Fünfter (+2:34,6 Min.). Sein legitimer Nachfolger Sebastien Ogier holt im Ford Fiesta seinen 42. WM-Sieg.

Loeb fuhr wie eh und je und an der Spitze

Tausende Fans an den staubigen Schotterpisten auf über 2.000 Meter Seehöhe waren aus dem Häuschen, die Konkurrenz rieb sich die Augen, die Experten staunten: WRC-Rückkehrer Sebastien Loeb fuhr am Samstag auf der ersten Prüfung rund um die malerische Silberminen-Stadt Guanajuato im Norden Mexikos wie selbstverständlich an die Spitze des erlesenen Feldes der besten Quertreiber der Welt.

Erst ein Reifenschaden vier Prüfungen später - exakt auf jener 31-km-SP auf der sich Loeb die Führung geholt hatte - stoppte den Rekord-Champion jäh. Der Reifenwechsel kostete über zwei Minuten, genau jene Zeit, die ihm am Ende der spektakulären Tempojagd in der Höhenlage Mexikos auf "Super-Seb" Ogier fehlte.

Sein langjähriger Rivale und Namensvetter lieferte eine starke Vorstellung. Am Freitag hielt der fünfmalige Weltmeister Ogier den Rückstand trotz seiner Rolle als "Straßenkehrer" im überschaubaren Rahmen.

Am Samstag legte er den Grundstein für seinen Sieg, den der ehemalige Skilehrer aus Gap am Sonntag überlegen nach Hause fuhr. "Das ist fantastisch. Ich wusste, dass es mit Startposition zwei sehr schwierig wird, aber wird haben nie aufgegeben und alle zusammen im Team einen super Job gemacht", jubelte Ogier im dritten WM-Rennen der Saison über den zweiten Sieg.

Loeb hatte "richtig Spaß"

Auch Sebastien Loeb zog ein positives Fazit: "Es ist toll, wieder zurück in der WRC zu sein, vor allem bei so einer schönen Rallye wie Mexiko. Es macht richtig Spaß, diese neue Generation der WRC-Boliden zu fahren."

Foto: © getty

In der WM-Wertung holt sich nach drei von 13 WM-Läufen Ogier mit 56 Punkten die Führung vor dem belgischen Hyundai-Piloten Thierry Neuville (52) und dem Norweger Andreas Mikkelsen (35) zurück. Wobei Ogier nachträglich vier Extrapunkte verliert, da er in der Powerstage eine 10-Sekunden-Zeitstrafe ausfasst und von Rang zwei auf den 7. Platz zurückgereiht wird.

In der Herstellerwertung verteidigte Hyundai mit 84 Punkten die Führung, während M-Sport (72), Citroen (71) und Toyota (67) nur durch fünf Punkte getrennt auf der Lauer liegen.

Korsika erlebt nächstes Duell der "Super-Sebs"

Nächster WM-Stopp ist in vier Wochen auf der Mittelmeer-Insel Korsika.

Dann steht vom 6. bis 8. April mit der Rallye Frankreich die erste Asphalt-Rallye der Saison auf dem Programm. Dabei wird das Duell der "Super-Sebs" noch mehr elektrisieren. Beide sind auf Asphalt groß geworden. Beide lieben die Ferieninsel, beide werden auf Sieg fahren. Die WM freut sich auf das nächste Duel der Serien-Champions.

Loebs dritter WM-Lauf im Rahmen des Comebacks wird übrigens in Spanien (25. bis 28.10.) über die Bühne gehen.

Rückblick auf den Schotter-Klassiker im Zeichen der "Super-Sebs" im VIDEO:

Textquelle: © LAOLA1.at

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