Vinales geht als Geheimtipp in die MotoGP-Saison

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Titelverteidiger Marc Marquez bekommt in der am Sonntag in Katar beginnenden MotoGP-Saison in Maverick Vinales einen zusätzlichen Herausforderer.

Der zu Yamaha gewechselte Spanier wird als Geheimtipp gehandelt. Der 22-Jährige war der "Überflieger" bei den drei MotoGP-Tests in Sepang, Phillip Island und Losail und wird nach Bestzeiten in jeder Session vielfach sogar zu den WM-Mitfavoriten gezählt.

Während KTM erstmals in allen drei WM-Klassen mit Werkteams vertreten ist, geht Altmeister Valentino Rossi ein weiteres Mal auf seinen zehnten WM-Titel los.

Vor 20 Jahren ist der Italiener zum ersten Mal (125 ccm) Weltmeister geworden, doch seit 2009 ist Rossi ohne Titel. Im Vorjahr schaffte er zwei Saisonsiege und wurde zum dritten Mal in Folge Vizeweltmeister.

Rossi zeigt Respekt vor Vinales

Bereits 38 Jahre alt ist der "Doktor", wenn am Sonntag in Doha unter Flutlicht (20.00 Uhr, live Servus TV) die MotoGP mit ihren 18 Saisonrennen inklusive Österreich am 13. August (2016 war Spielberg das "Rennen des Jahres") losgeht. Dennoch hat der Yamaha-Werksfahrer auch vor seiner 22. Saison die Hoffnung auf Titelgewinn Nummer zehn nicht aufgegeben.

Maverick Vinales
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Allerdings: Zwar ist Rossi den ungeliebten Spanier Jorge Lorenzo (ging zu Ducati) losgeworden, dafür hat er sich aber mit dessen Landsmann Vinales eines der größten Talente als neuen Teamkollegen eingetreten.

Vinales war 2013 mit KTM in der Moto3 Weltmeister und ist im Vorjahr auf der unterlegenen Suzuki nach einem GP-Sieg in Silverstone WM-Vierter geworden. Selbst Rossi erkannte die Gefahr aus dem eigenen Lager:

"Er ist sicher ein Titelkandidat. Er hat zuletzt viele Punkte geholt und wird dieses Jahr noch stärker sein", sagte der Gewinner von 114 GP-Rennen, davon 88 in der höchsten Kategorie.

Zehn Weltmeister stehen am Start

Gleich geblieben ist die Fahrerpaarung beim Repsol-Honda-Werksteam. Titelverteidiger Marquez, der in den vergangenen vier Jahren drei Mal Weltmeister geworden ist und nach einigen Stürzen nicht mehr ganz so risikoreich fährt, hat weiterhin seinen spanischen Landsmann Daniel Pedrosa zum Teamgefährten.

Wie 2015er-Champion Lorenzo, der in seiner ersten Ducati-Saison nicht zu den Favoriten zählt, hat dafür auch Spielberg-Sieger Andrea Iannone gewechselt. Und zwar zu Suzuki. Seinen Platz bei Ducati nahm Lorenzo ein.

Man kann davon ausgehen, dass 2017 das ausgeglichenste Feld seit langem am Start steht. Zehn Weltmeister mit 29 Titeln und 197 Grand-Prix-Siegen matchen sich alleine in der Königsklasse.

Vakante Titel

Nachdem die über die Verkleidung hinausstehenden "Winglets" 2017 verboten sind, hat vor allem "Erfinder" Ducati für seine PS-starken Desmosedicis fantasiereiche, alternative Aerodynamik-Lösungen (Aero-fairings) gefunden. Ob sie auch dauerhaft erlaubt sind, wird sich zeigen.

In den beiden kleineren Klassen sind die WM-Titel vakant. Moto2-Champion Johann Zarco (FRA) ist nach erfolgreicher Titelverteidigung in die MotoGP (Yamaha Tech3) aufgestiegen. In der dank Honda-Einheitsmotoren nach wie vor die mit Abstand kostengünstigsten Klasse wollen nun Talente wie Alex Marquez, Tom Lüthi oder Franco Morbidelli um den Titel kämpfen.

In diese Klasse aufgestiegen ist Brad Binder, der 2016 mit KTM Moto3-Weltmeister geworden ist. Der Südafrikaner bildet zusammen mit dem Portugiesen Miguel Oliveira das Team von KTM in der Moto2. KTM-Fahrer in der Einsteigerklasse Moto3 sind Niccolo Antonelli (ITA) und Bo Bendsnyeder (NED).

Textquelle: © LAOLA1/APA

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