KTM-Boss Stefan Pierer ledert gegen Formel 1

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Formel 1 oder MotoGP? Der Vergleich der beiden Königsklassen des Motorsports wird nie alt.

Zum Grand Prix von Österreich locken die Helden auf zwei Rädern jedenfalls mehr Fans an die Strecke als Hamilton, Vettel und Co.

Am Red Bull Ring werden an diesem Wochenende über 200.000 Besucher erwartet, die Formel 1 besuchten in diesem Jahr 185.000 Menschen.

"In der Formel 1 kannst du ja auch schon bald einen Dummy reinsetzen", findet KTM-Boss Stefan Pierer.

MotoGP ist "60-70 Prozent der Fahrer"

Für den 61-Jährigen ist die Motorrad-WM "wahrer Rennsport".

"Das ist 60-70 Prozent der Fahrer und das sieht man auch. Die Formel 1 kann ich bald von der Box aus steuern. Irgendwann erleben wir wahrscheinlich autonome Formel-1-Rennen. Das ist die falsche Richtung. Da werden 100 Millionen Euro mehr reingesteckt und es ist kein Event mehr", so Pierer.

Dass der Motorrad-Sport medial weniger thematisiert wird als die Formel 1, macht er an der fehlenden Tradition fest: "Bei uns gibt es eben den Skisport. Aber das hört in Passau auf und in Bratislava interessiert es auch kaum einen mehr. Im Gegensatz kann man sich nicht vorstellen, wie populär das in Asien oder Lateinamerika ist. Wir verkaufen über 50 Prozent unserer Motorräder außerhalb von Europa."

"Elektrorennen in der Stadt sind die Perversion"

Noch schlimmer als die Formel 1 findet Pierer die Formel E. "Elektrorennen in der Stadt sind die Perversion für mich. E-Rennserien in der Stadt sind Schwachsinn. Du hörst nichts, dazu keine Zuschauer. Ich halte nichts von dem."

An eine Teilnahme an der MotoE, die ab 2019 an den Start gehen wird, denkt Pierer daher nicht, auch wenn KTM als Elektro-Motorradhersteller führend ist. Nur auf E-Mobility zu setzen sei auch auf der Straße der falsche Weg.

"Ich sehe die Elektromobilität bei der kurzen Strecke und bei leichten Fahrzeugen, sprich in der Stadt. Die Fahrräder sind durch, jetzt kommen die Mopeds. Es wird auch leichte Autos geben für die Post, Zustelldienste. Reine Elektromobilität ist ein Verlustgeschäft. Die Hersteller sind gezwungen, es zu tun wegen der CO2-Vorgaben, das Dieselgeld ist auch nicht hilfreich gewesen. Es gibt einen, der diesbezüglich die Leute zur Perfektion verarscht, der heißt Elon Musk", so Pierer.

Textquelle: © LAOLA1.at

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