KTM zum Auftakt noch mit Respektabstand

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Auch die MotoGP-Trainings 2 und 3 in Katar fallen für Neuling KTM wie erwartet aus.

In der zweiten Session gibt es vorne eine Überraschung, Ducati-Kundenpilot Scott Redding verweist Werksfahrer Andrea Dovizioso um eine Zehntel auf Rang zwei. Maverick Vinales (Yamaha) stürzt, meldet sich aber in der dritten Session mit einer weiteren Bestzeit zurück.

Die KTM-Piloten Pol Espargaro und Bradley Smith belegen in den ersten beiden Trainings die Ränge 21 und 23, abschließend 22 und 23.

Damit finden sie sich am Ende des Feldes wieder. Zeitlich fehlen, je nach Session, zwischen 2,0 (Espargaro) und 2,9 Sekunden (Smith, jeweils in FP2) auf die Spitze bzw. 0,5 bis 1,0 Sekunden auf die nächsten Kontrahenten, zumindest gemessen am ersten Tag eine Steigerung.


Auch auf vier Rädern wird wieder gefahren - Die RBR-Piloten stellen die Strecke vor:

(Text wird unterhalb fortgesetzt)


Auffallend stark ist weiterhin die Performance der Tech-3-Yamahas von Jonas Folger und Moto2-Aufsteiger Johann Zarco. Sie belegen in FP2 die Ränge drei und vier, Zarco wird in der dritten Einheit Dritter. Da Valentino Rossi nur zu den Rängen 6 und 13 kommt, ist die Performance des Kundenteams bislang über jene der Werkstruppe zu stellen.

Bitter verlaufen die freien Trainings für Neo-Ducati-Pilot Jorge Lorenzo. Seine kombinierten Zeiten reichen nicht für den Einzug ins Q2, er muss im samstägigen Qualifying schon in Q1 ran.

Mit dem Motorenkonzept verpokert?

Schon nach den ersten schnelleren Runden auf der nagelneuen Maschine hat sich bei Bradley Smith etwas Ernüchterung über den Motor eingesetzt.



"Wegen des geringeren Grips habe ich sogar mit einem größeren Rückstand gerechnet, aber es ist ähnlich wie beim Test vor zwei Wochen. Wir müssen uns mit der Elektronik und anderen Details weiter beschäftigen", meinte der Brite, ehemals auf Yamaha unterwegs, schon nach der ersten Session gegenüber der "Speedweek".

"Bei den ersten vier Rennen werden wir mit dem Material antreten, das wir jetzt haben. Wir werden uns bemühen, das Maximum aus dem Paket herauszuholen."

Ein großes Problem dürfte die Kraftübertragung auf das Hinterrad darstellen. KTM setzt als einziger Hersteller nicht auf das sogenannte "Big-Bang"-Motorenkonzept, das Vorteile in der Beschleunigung aus der Kurve haben dürfte.



"Die meisten Hersteller haben darauf gewechselt, das hat ja seine Gründe. Mit dieser Problematik beschäftige ich mich jetzt sehr eingehend mit dem Team."

Die KTM als "Freigeist"

Pol Espargaro klingt etwas zufriedener, ohne die Probleme herunterzuspielen.

"Ich fühle mich jetzt viel mehr zuhause, die KTM ist viel einfacher zu fahren als die Yamaha. Das Problem ist: Wir sind zu langsam! Das Motorrad unterscheidet sich stark von den anderen. Es fehlt ihm noch an Persönlichkeit, die bauen wir jetzt auf."

Zusammengefasst sei auf der KTM mehr vom Fahrer abhängig, der für eine gute Zeit pushen muss - was allerdings mehr körperlichen Einsatz erfordert.

"Die Yamaha fuhr wie auf Schienen, die KTM lässt dir mehr Freiheit. Mit diesem Bike ist es fast unmöglich, in jeder Kurve die gleiche Linie zu halten. Das ermüdet dich, du musst auch mental damit fertig werden. Es ist wie ein Kampf, den musst du bis zum Ende durchstehen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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