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NEWS
24 Stunden von Le Mans als Geisterrennen
Die 88. Auflage des berühmten 24-Stunden-Rennens von Le Mans muss in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer stattfinden.
Gab es zum Juni-Originaltermin nur ein virtuelles Rennen, geht es beim Motorsport-Klassiker in Frankreich nun von Samstag auf Sonntag in echt zur Sache. Klarer Favorit ist Toyota, wegen der aktuellen Krise sind aber nur ganz wenige Herstellerteams am Start. Auch vier Österreicher mischen mit.
Allen voran Rene Binder. Der Tiroler geht in der LMP2-Klasse an den Start und die ist im Gegensatz zur LMP1 mit 24 fast gleichwertigen Protoypen stark besetzt. Dazu kommt ein extrem komprimierter Zeitplan, der Fahrern und Teams schon in den Trainings kaum Zeit zum Verschnaufen lässt. "Diesmal wird es noch härter als sonst", ist Binder überzeugt. "Sogar für das Essen bleibt kaum Zeit."
Vorbereitet hat sich Binders Team mit einem Physiotherapeuten, der auch schon die polnische Olympiamannschaft betreut hat. "Was die Ausdauer betrifft, ist Rene ganz klar der Stärkste", sagt der Coach über den Österreicher, der zusammen mit einem Russen und einem Polen einen Ligier pilotiert. Eine positive Renn-Überraschung sei über Speed aber nicht möglich, glaubt Binder. "Sondern über eine geringere Fehlerquote, einen gelungenen Reifenpoker oder ein paar Regenschauer."
Die restlichen Österreicher starten jeweils in 911er-Porsches in den beiden GT-Klassen. Richard Lietz in der 8 Autos umfassenden Pro- sowie Horst Felbermayr Jr. und Thomas Preining in der Amateurklasse (22 Fahrzeuge).
Insgesamt bilden diesmal mehr denn je die Privatteams das Rückgrat des Renn-Klassikers an der Sarthe. In der LMP1-Klasse, aus der wohl das Siegerauto kommt, gehen lediglich fünf Fahrzeuge an den Start. Und selbst die können nur aufgrund einer Sonderregel gegeneinander fahren. Klare Favoriten sind die beiden Hybrid-Toyotas. Weiters fahren in der Top-Kategorie zwei Rebellions sowie das in Deutschland ansässige, "österreichische" ByKolles Racing Team.