Das macht Lust auf mehr

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Was nach dem Auftakt Hoffnung macht

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Der Blick auf das bloße Resultat mag ernüchternd erscheinen, doch der Auftakt der Formel 1 in die Saison 2016 hatte einiges zu bieten.

Auch wenn am Ende wieder Mercedes die Oberhand behielt, deutet nach dem Grand Prix von Australien einiges auf eine spannendere Saison als im letzten Jahr hin.

Hinter den Spitzenteams gab es überraschende Erfolgserlebnisse zu vermelden, die die Aufregung um das völlig verkorkste und mittlerweile schon wieder abgeschaffte Qualifying-Format ein wenig verblassen ließen.

Diese Schlagzeilen machen nach dem ersten Rennen der Saison Hoffnung:

Ferrari kann den Kampf mit Mercedes aufnehmen

Die Lichter gingen aus und beide Ferraris rauschen an den Silbernen vorbei. Nach einem ernüchternden Qualifying-Samstag war der Start eine Riesenerleichterung für die Italiener und machte bei Formel-1-Fans Lust auf mehr. "Ich hatte einen guten Start, aber Seb flog einfach vorbei", musste Rennsieger Nico Rosberg bei "Sky Sports F1" zugeben. Es war mehr als ein perfekter Start, schließlich konnte Vettel sofort einen Vorsprung auf die Konkurrenz herausfahren. Der entscheidende Fehler passierte nach der Roten Flagge. Während Mercedes auf Medium-Reifen wechselte, blieb der Deutsche auf den Super-Softs und fiel nach seinem zweiten Stopp hinter das Weltmeister-Team zurück. Ferrari sprach davon, dass man eine aggressive Strategie wählte, also riskierte und verlor, offenbar wusste man aber zu wenig über die Medium-Reifen, da man sie im Training nicht testete. Die letzte Chance auf Platz zwei vergab Vettel mit einem Ausrutscher auf die Wiese. Was bleibt, ist ein vielversprechender Start, aus dem Ferrari aber lernen muss. Vergessen darf man auch nicht den Ausfall von Kimi Räikkönen aufgrund eines Motoren-Problems. Diese traten schon während der Tests auf. Nur wenn man diese Fehlerquellen minimiert, wird man Silber über das ganze Jahr Paroli bieten können.

 

Ein hoffnungsvoller Start für Red Bull Racing

Zu Beginn sah es nach einem grauenvollen Rennsonntag für das ehemalige Weltmeister-Team aus. Daniil Kvyat blieb auf dem Weg in die Startaufstellung stehen und konnte nicht starten. Ein Problem von "TAG Heuer", scherzte Teamchef Christian Horner, wohl wissend, dass es natürlich am Antrieb liegt, der weiterhin von Renault kommt. Lokalmatador Daniel Ricciardo rettete den Tag für die "Bullen" jedoch und machte dem Rennstall große Hoffnungen für die nächsten Rennen. Im letzten Abschnitt brannte der Australier auf Super-Softs einen beeindruckenden Stint in den Asphalt und schnappte sich die schnellste Rennrunde - um eine Sekunde schneller als Sebastian Vettel. "Wenn man sich das Tempo auf den unterschiedlichen Reifenmischungen ansieht, hatten wir im Rennen sicher das drittschnellste Auto. Und so weit waren wir von Ferrari auch nicht weg", meint Horner. Bei Williams ist man nach diesem Resultat bestimmt gewarnt.

Happy with that! 4th at home. Thanks for the amazing home crowd support. 󾌵

Posted by Daniel Ricciardo on Sunday, March 20, 2016

Die besten Bilder vom F1-Auftakt in Melbourne

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Ein historisches Debüt von Haas F1

Es war eine emotionale Achterbahnfahrt - und das gleich beim ersten Rennen. Zunächst der Horror-Unfall von Esteban Gutierrez mit Fernando Alonso, dann der bravouröse Ritt von Romain Grosjean zum sechsten Platz und den ersten Punkten für das neue US-Team im ersten Rennen. "Das fühlt sich wie ein Sieg an. Australien war bislang nie gut zu mir. Dieses Resultat ist ein moralischer Boost für alle im Team", jubelt Grosjean. Durch den sechsten Platz gelingt es einem neuen Rennstall zum ersten Mal seit Toyota (2002), gleich im ersten Rennen Punkte zu holen. "Romain kam zu einem unerfahrenen Team und es war nicht absehbar, wohin es sich entwickelt. Das Ergebnis rechtfertigt seinen Schritt und das Team fühlt sich als Sieger", sagt ein stolzer Teamgründer Gene Haas. Auch Teamchef Günther Steiner empfindet nach diesem beeindruckenden Beginn Genugtuung: "Gene und Joe (Custer, Vizepräsident von Haas-Stewart Racing) haben an mich geglaubt. Die meisten sagen erst einmal 'Ich weiß nicht so richtig', wenn du ihnen so etwas präsentierst. Aber die beiden haben zugehört, wir haben geredet und einen Plan entwickelt. Es hat sich gelohnt. Das Zeichen an Amerika ist: Es ist machbar. Also unterstützt den Sport!"

Andreas Terler

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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