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Wolff "stolz" auf Mercedes-Vertrauen in Antonelli

Der Wiener vertraute dem Youngster ohne F1-Erfahrung im Vorjahr Hamilton-Cockpit an. Nach einem Lehrjahr zahlte der Italiener das Vertrauen nun zurück.

Wolff "stolz" auf Mercedes-Vertrauen in Antonelli Foto: © IMAGO / ABACAPRESS
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Die Umarmungen waren innig. Jene von Kimi Antonellis Eltern Marco und Veronica galten nach dem WM-Titel des Sohnes auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Der Wiener hatte Antonelli nicht nur seit dessen zwölftem Lebensjahr unterstützt, er hat ihm im Vorjahr auch das nach dem Abgang von Lewis Hamilton zu Ferrari frei gewordene Cockpit beim Topteam anvertraut.

Der damals 18-Jährige verfügte noch über keine Formel-1-Erfahrung. Nach einem Lehrjahr ist er nun deren jüngster Champion.

"Haben darauf vertraut"

"Ich bin einfach so stolz auf das ganze Team, wie sie von Anfang an an Kimi geglaubt haben", sagte Wolff am Sonntag nach dem in Mexiko fixierten Titelgewinn auf Sky.

Im ersten Jahr war Antonelli noch deutlich hinter seinem Teamkollegen George Russell gelandet. Zweifel wurden laut, ob der Italiener nicht lieber bei einem kleineren Team hätte F1-Erfahrung sammeln sollen.

"Wir haben gewusst, es wird ein schwieriges Jahr", erinnerte sich Wolff. "Aber wir haben die Daten gesehen und wir haben darauf vertraut."

Der Österreicher erwähnte neben der Unterstützung der Ingenieure für Antonelli auch jene von Mercedes-Benz-Vorstandschef Ola Källenius.

"Für mich war das Wichtigste, dass Ola, mein Partner hier, immer daran geglaubt hat", betonte Wolff. Die Krönung seines langjährigen Schützlings sei dann "irgendwie surreal" abgelaufen, schilderte der 54-Jährige.

Bis Rennende sei er im Modus "business as usual" gewesen. "Dann am Weg zum Podium hat es sich total verändert in die Emotion."

"Meine Familie hat ganz viele Opfer gebracht"

Im Baseball-Stadion, durch das die Strecke in Mexiko-Stadt führt, war Hamilton Antonellis erster Gratulant. "Er ist ein toller Typ, er hat sich das so sehr verdient", meinte dessen Mercedes-Vorgänger, der auf weitere Duelle in den kommenden Jahren hofft.

Nach anerkennenden Worten von Rennsieger Max Verstappen ging es für Antonelli noch mit dem Helm auf dem Kopf zu seiner Familie. Neben seinen Eltern war auch seine kleine Schwester Maggie nach Mexiko gereist.

"Wirklich alle haben geweint. Meine Familie hat ganz viele Opfer gebracht, um mich hierherzubringen", erinnerte Antonelli.

"Es war eine unglaubliche Reise mit dem Team und mit meiner Familie." Nun versuche er, weiter zu gewinnen. "Die Art und Weise, wie wir in dieser Saison vorangekommen sind und alles umgesetzt haben, war schon außergewöhnlich."

Antonelli nun ohne Druck

Neun von bisher 19 WM-Läufen hat der Shooting-Star aus Bologna für sich entschieden, seine ersten fünf GP-Siege feierte er in Serie. Vier Rennen sind in diesem Jahr noch ausständig, das nächste bereits kommenden Sonntag in Brasilien.

"Mein Leben wird jetzt ein bisschen einfacher", sagte Antonelli über den durch den WM-Titel abgefallenen Druck. "Jetzt werden wir die restliche Saison genießen."

Vater Marco Antonelli zeigte sich von der Resilienz seines Sohnes beeindruckt. "Letztes Jahr hatte er ein schwieriges Jahr. Er hat die Power gefunden zurückzukommen, das hier ist das Ergebnis."

Er werde die Vorkommnisse erst in einigen Tagen richtig realisiert haben, meinte der 62-Jährige, selbst Rennfahrer und Rennstallbesitzer. "Es war eine spezielle Reise von Anfang an - vom Kartfahren bis jetzt. Danke auch an Mercedes. Ohne sie wäre es unmöglich, jetzt hier zu stehen."

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