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Der jüngste aller Zeiten! Antonelli ist Formel-1-Weltmeister 2026

Kimi Antonelli holt sich in Mexiko den ersten WM-Titel und schreibt Geschichte. Ein dritter Platz genügt dem Italiener. Verstappen jubelt über den Rennsieg.

Der jüngste aller Zeiten! Antonelli ist Formel-1-Weltmeister 2026 Foto: © GEPA

Er hat es geschafft!

Andrea Kimi Antonelli setzt sich beim Großen Preis von Mexiko die WM-Krone auf. Der Italiener schafft es auf den dritten Platz und schreibt als jüngster Formel-1-Champion aller Zeiten Geschichte. Schon ein neunter Rang hätte ihm gereicht.

Mit 20 Jahren und 68 Tagen löst der Mercedes-Star Sebastian Vettel ab, der 2010 bei seinem ersten WM-Titel 23 Jahre und 134 Tage alt war.

Weltmeister in der zweiten Saison

Antonelli ist zudem erst der vierte Pilot, der in seiner zweiten Formel-1-Saison bereits Weltmeister wurde. Vor ihm war dies nur 1951 Juan Manuel Fangio, 1997 Jacques Villeneuve und 2008 Hamilton gelungen.

In der F1-Premierensaison 1950 triumphierte mit Giuseppe Farina ein routinierter Rennfahrer. Farina und Alberto Ascari (1952 und 1953) sind auch die einzigen Italiener, die sich vor Antonelli die Krone in der Automobil-Königsklasse aufgesetzt hatten.

Nach der Zieldurchfahrt bringt der neue Formel-1-Held aus Bologna am Funk in Tränen aufgelöst noch kaum Worte heraus. "Wir haben es geschafft", jubelt Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Dritter Saisonsieg von Verstappen

Max Verstappen (Red Bull) freut sich indes über seinen dritten Saisonsieg und seinen sechsten Triumph in Mexiko. Der Niederländer bezwingt Pole-Setter Lewis Hamilton (Ferrari) im Kampf um den Rennsieg.

Dahinter landen Charles Leclerc (4./Ferrari), Lando Norris (5./McLaren), George Russell (6./Mercedes) und Oscar Piastri (7./McLaren).

Ebenso in die WM-Punkteränge schaffen es Franco Colapinto (8./Alpine), Liam Lawson (9./Racing Bulls) und Pierre Gasly (10./Alpine).

Verstappen profitiert von Ferrari-Scharmützel

Hamilton geriet nach seiner ersten Pole Position für Ferrari schon in den ersten Kurven von seinem Teamkollegen Charles Leclerc unter Druck, beinahe kam es zur Berührung.

Um diese zu vermeiden, verließ Leclerc bei seinem Angriff die Strecke und übernahm durch die Abkürzung die Führung. Hamilton verlor in der Szene eine weitere Position an Verstappen, der sich von Startplatz fünf nach vorne katapultiert hatte.

Durch eine beim Boxenstopp zu verbüßende Fünf-Sekunden-Strafe, die Leclerc für seine Aktion kassiert hatte, kam der Red-Bull-Star auch am zweiten Ferrari vorbei.

Antonelli fährt kontrolliert

Antonelli hielt sich aus den Scharmützeln lange heraus. Der neunmalige Saisonsieger lag nach den Boxenstopps der Top drei zur Mitte des Rennens an der Spitze, das Podest schien vorerst aber außer Reichweite.

Bis Nachzügler Valtteri Bottas wegen einer gebrochenen Radaufhängung an seinem Cadillac in die Streckenbegrenzung krachte. Weil diese repariert werden musste, wurde das Rennen nach 45 von 71 Runden für 40 Minuten unterbrochen.

Antonelli-Manöver nach Neustart

Vor dem stehenden Neustart herrschte ein gewisses Chaos über die Rangordnung.

Hamilton behielt Rang drei, obwohl ihn sein Team wegen eines vor der Roten Flagge angezeigten Safety Cars noch einmal zum Reifenwechsel an die Box geholt und er die Position eigentlich an Antonelli abgegeben hatte.

Beim Restart schnappte sich Hamilton seinen schlecht weggekommenen Teamkollegen und attackierte auch Verstappen. Eine leichte Berührung blieb für beide Piloten folgenlos.

Auch Antonelli presste sich mit einem beherzten Manöver an Leclerc vorbei und durfte damit zur Siegerehrung - zum 19. Mal in seinem 43. Formel-1-Rennen.

Ein Abflug von Racing-Bulls-Pilot Arvid Lindblad schob das Feld durch ein Safety Car zwölf Runden vor Schluss noch einmal zusammen. Verstappen brachte den 74. GP-Sieg seiner Karriere, den dritten in den vergangenen vier Rennen, aber nach Hause.

Der Niederländer triumphierte bereits zum sechsten Mal in Mexiko - öfter als auf jeder anderen Formel-1-Strecke. In der WM-Wertung schob sich Verstappen auf Rang zwei.

Russell enttäuscht

Vor dem Mexiko-Rennen waren George Russell und Hamilton die beiden einzigen Piloten gewesen, die Antonellis Krönung mit Siegen theoretisch noch hätten verhindern können.

Mercedes-Teamkollege Russell, im Qualifying nur knapp hinter Hamilton Zweiter, war davon aber weit entfernt. Der Engländer musste nach Problemen am Start an der Box zehn zusätzliche Sekunden absitzen, weil er Red-Bull-Pilot Isack Hadjar umgedreht hatte.

Am Ende reichte es hinter Leclerc und dem entthronten Weltmeister Lando Norris nur zu Rang sechs. In der WM fiel Russell von Zwischenrang zwei hinter Verstappen und Hamilton auf vier zurück.

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