Weltmeister Antonelli: "Einfach glücklich, es geschafft zu haben"
Der Italiener belohnt sich in seinem zweiten Jahr in der Formel 1. Er beendet nicht nur eine 73-jährige Durststrecke, sondern schreibt große F1-Geschichte.
Es wurde eine Tequila-Party!
Kimi Antonelli bejubelt bereits in Mexiko seinen ersten WM-Titel in seiner noch so jungen Formel-1-Karriere. Der Italiener lässt damit nicht nur ganz Italien jubeln, sondern schreibt als jüngster Champion aller Zeiten auch Sportgeschichte.
Natürlich ist der erst 20-Jährige von seiner puren Freude übermannt.
Antonelli nach seinem WM-Titel: "Ich bin sprachlos!"
Noch vor einem Jahr schien ein WM-Titel von Kimi Antonelli noch eher undenkbar zu sein. Obwohl Mercedes nach dem neuen Regelwerk als großer Favorit in die WM ging, erwartete man sich wohl eher George Russell als Weltmeister.
Doch Antonelli feierte in China seinen ersten Rennsieg in der Königsklasse und zeigte sich danach insgesamt deutlich stabiler als Russell.
Schließlich ist nun schon vier Saisonrennen vor dem WM-Finale, sofern sich die Formel 1 nicht doch noch für eine Absage in Katar und Abu Dhabi entscheidet, bereits der WM-Titel absolut in trockenen Tüchern.
"Wir haben es geschafft!", freute sich Antonelli kurz danach im Siegerinterview mit dem deutschen Ex-Weltmeister Nico Rosberg. "Ich bin sprachlos! Es war eine unglaubliche Saison", fügte der strahlende Italiener noch hinzu.
Er sei dieses Wochenende wegen der WM-Chance "ein bisschen angespannter" gewesen, gestand Antonelli. "Jetzt bin ich einfach glücklich, dass wir es geschafft haben."
Antonelli bricht Vettel-Rekord und beendet eine Leidenszeit
Mit dem WM-Titel bricht der Mercedes-Youngster auch einen Rekord nach 16 Jahren. Denn Antonelli löst Sebastian Vettel als bisher jüngsten Weltmeister aller Zeiten ab. Der Deutsche holte sich beim WM-Finale 2010 in Abu Dhabi mit 23 Jahren den WM-Titel.
Diesen Rekord knackt er mit nur 20 Jahren und 68 Tagen deutlich. "In diesem Alter so etwas zu schaffen, ist beeindruckend", lobte auch Verstappen seinen jungen Rivalen.
Zudem beendet Antonelli eine elendslage Durststrecke für Italien. Erstmals seit Alberto Ascari vor 73 Jahren dürfen sich die "Tifosi" über einen F1-Champion freuen.
Nur ein kleiner Wermutstrophen bleibt wohl für das große italienische Herz. Denn mit Antonelli gibt es keinen Ferrari-Titel, sondern einen "silbernen" WM-Champion.
Das dürften ihm die Italiener allerdings verzeihen können. Antonelli: "Ich bin so dankbar für diesen Moment. Es ist ein Tag, an den ich mich immer erinnern werde."
Zurecht.