Vettel: "Im Sandkasten war ich früher gerne"

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Für Sebastian Vettel platzt der Traum vom Heimsieg am Hockenheimring im Finish bei einsetzendem Regen.

Der Deutsche rutscht in Führung liegend von der Strecke und landet in der Streckenbegrenzung. "Es war relativ unspektakulär. Die Fahrbahn war relativ rutschig und ich war einfach ein bisschen zu spät auf der Bremse. Die Reifen waren nicht frisch und etwas kalt und haben blockiert", analysiert er das Aus im ORF.

Er weiß auch: "Es war einfach genau die falsche Stelle - überall anders kann ich wahrscheinlich weiterfahren", spricht er an, dass er eines von nur zwei Kiesbetten am Kurs erwischt.

Launisch hängt er an: "Im Sandkasten war ich früher gerne - heute nicht mehr."

Der Heppenheimer, der nur weniger Kilometer vom Hockenheimring entfernt aufgewachsen ist, entschuldigt sich auch bei seinem Team. "Sie haben alles richtig gemacht, es war allein mein Fehler. Ich hatte es in der Hand - kleiner Fehler, große Auswirkung."

Das gilt auch in Hinblick auf die WM. Vettel wird von Sieger Lewis Hamilton überholt und hat nach dem elften von 21 Saisonrennen 17 Punkte Rückstand auf den Mercedes-Piloten.

Vettel: "Es wird mir nicht den Schlaf rauben"

Bis zum einsetzenden Regen lief alles auf einen Sieg von Vettel - es wäre der erste in Hockenheim gewesen - hinaus. Von der Pole-Position aus hatte er das Rennen nach dem Start angeführt. Kimi Räikkönen wechselte aber früher als sein Teamkollege die Reifen, wurde dadurch an ihm vorbeigespült und führte zwischenzeitlich.

Vettel beklagte sich über Funk, dass er sich hinter dem Finnen die Reifen ruiniere. Einen Funkspruch über unterschiedliche Strategien, den er vom Team erhielt, beantwortete Räikkönen leicht genervt mit den Worten: "Wenn ihr wollt, dass ich ihn vorbeilasse, dann sagt es einfach." Er tat es nach 40 von 67 Runden.

Die Stallregie zahlte sich am Ende nicht aus. Der angekündigte Regen setzte zwar erst in der zweiten Rennhälfte ein, sorgte dann aber für einiges Durcheinander.

Einige Teams verpokerten sich mit Intermediate-Reifen, weil es vorerst nur in Kurve 6 nass war. Bei Vettel flog zudem ein kleiner Teil des Frontflügels weg, bevor er sich einige Runden später verabschiedete.

Vettel will sein missglücktes Heimrennen nun so schnell wie möglich abhaken. "Es ist jetzt nicht so, als hätte ich sehr, sehr viel falsch gemacht. Ich denke, bis dahin war alles gut. Ich glaube, ich habe schon schlimmere Fehler gemacht. Natürlich ist es bitter, aber so ist es jetzt nun mal. Es wird mir heute Nacht nicht den Schlaf rauben."

Das spendet Vettel Trost

Stattdessen vesucht der Deutsche das Positive aus dem Wochenende mitzunehmen.

"Wir haben ein gutes Auto, das ist Trost genug. Ich glaube, man darf dann auch nicht zu hart mit sich ins Gericht gehen. Natürlich ärgert mich das extrem, dass es ausgerechnet hier passiert ist. So wie das Rennen gelaufen ist, hätten wir es gewinnen können, aber es hat nicht sollen sein."

Für Vettel geht sein Fluch in Hockenheim also weiter. Auf der knapp 50 Kilometer von seiner Heimatstadt Heppenheim entfernten Strecke war er noch nie besser als Dritter.

Textquelle: © LAOLA1.at

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