So bereitet sich Auer auf seine F1-Premiere vor

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Lucas Auer bereitet sich beim Grand Prix von Ungarn (28.-30.7.) als offizielles Mitglied des Force-India-Teams auf seine Formel-1-Premiere bei den Young Driver Tests, die am kommenden Dienstag und Mittwoch stattfinden, vor.

Bereits zuvor war der 22-Jährige zur Sitzanpassung in England, daheim stand ein intensives Fitness-, Fliehkraft- und Reaktionstraining an.

"Das Team integriert mich und ich versuche, für die Tests in den Rhythmus zu kommen", erklärt Auer seinen Plan.

Der Tiroler wird an Meetings teilnehmen und lernen, Lenkrad, Philosophie und Arbeitsweise des Teams zu verstehen.

Kopfhörer auf und von den F1-Profis lernen

Die kurze Zeit zwischen Bekanntgabe und Tests hat Auer, der sich die Chance mit guten Leistungen in der DTM erarbeitete und den Tag der offiziellen Bekanntgabe seines Tests als "schönsten Tag seines Lebens" bezeichnet, "unter Hochdruck" genützt.


Der LAOLA1-Wordrap von Lucas Auer:

(Text wird unterhalb fortgesetzt)


In Mogyorod bei Budapest kommt es nun zur finalen Abstimmung, der Österreicher kann am Grand-Prix-Wochenende vor allem den beiden Einsatzpiloten Sergio Perez und Esteban Ocon über die Schulter schauen.

Auer weiß, dass am Wochenende des elften WM-Saisonlaufs viel Arbeit im Hintergrund auf ihn wartet. Während das Team seine einzigartige Erfolgsserie auf der Rennstrecke - nur ein Mal (in Baku) kamen bisher nicht beide Fahrer in die Punkte - fortsetzen will, stimmt sich der Österreicher auf seine große Aufgabe ein.

"Das wichtigste wird sein, die Kopfhörer aufzuhaben und den Fahrern zuzuhören", beschreibt Auer, wie er sich für seine Testrunden im VJM10 des Teams von Vijay Mallya vorbereitet.

Nicht zu sehr hineinsteigern

Gleichzeitig will sich Auer aber auch nicht zu viel hineinsteigern.

"Es geht ja darum, zwei produktive Testtage abzuliefern. Deshalb werde ich nichts überstürzen, sondern versuchen, am GP-Wochenende in den Rhythmus hineinzuwachsen und Selbstvertrauen zu haben. Nur wenn du derart bereit bist, kannst du auch eine gute Leistung abliefern."

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Der frühere Formel-3-Fahrer und nunmehrige DTM-Pilot sitzt in Budapest zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in einem Formel-Auto. "Aber das ist natürlich jetzt alles viel komplexer und deshalb totales Neuland für mich."

Der "Run-Plan" und damit das genaue Aufgabengebiet für den Neffen des früheren Formel-1-Stars Gerhard Berger wird während des Grand-Prix-Wochenendes erarbeitet.

Der 22-Jährige will seine Aufgabe dann möglichst perfekt erledigen, hat aber auch ein persönliches Ziel. "Das wichtigste ist, jede Sekunde zu genießen. Ich habe viel investiert, damit ich diese Chance kriege. Jetzt heißt es, langsam anfangen, dann steigern und am Ende möglichst produktiv sein."

Mercedes-Ausstieg darf nicht ablenken

Dass sein Haupt-Arbeitgeber Mercedes nach 2018 aus der DTM aussteigt, kam auch für Auer sehr überraschend. Das Deutsche Tourenwagen Masters war zuletzt immer wieder ein ausgezeichnetes Sprungbrett für junge Fahrer in die Königsklasse gewesen.

"Man muss das respektieren, sie schauen halt in die Zukunft", kommentiert der aktuelle Meisterschafts-Dritte die Entscheidung der Stuttgarter für die Formel E und gegen die DTM.

Auer weiter: "Ich darf mich da als Fahrer nicht zu viel hineinsteigern. Wir sind mitten in der Saison und ich muss mich vielmehr darauf konzentrieren, für Mercedes und alle Beteiligten das Beste rauszuholen."

Die DTM geht erst am 18./19. August in Zandvoort weiter. Näher liegen die ersten Formel-1-Runden kommenden Dienstag und Mittwoch in Ungarn. "Noch bin ich nicht aufgeregt", sagt Auer am Donnerstag bereits an der ungarischen Rennstrecke. "Aber das kommt sicher noch."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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