F1-Boss Carey will Ecclestone an Bord halten

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Neo-Boss Chase Carey möchte, dass der entmachtete Bernie Ecclestone weiterhin zur Entwicklung der Formel 1 beiträgt.

"Ich will etwas tun, damit er sich weiterhin als Teil des Ganzen fühlen kann", erklärt der 62-Jährige bei "Sky Sports F1".

Der Amerikaner meint weiter über den 86-Jährigen: "Er hat einen Blick auf die Sache, den sonst niemand besitzt. Er versteht sie besser als jeder andere. Sein Rat ist von unschätzbarem Wert. Bernie verdient unglaubliche Anerkennung."

"Bernie hat die Formel 1 als One-Man-Show geführt"

Dass Carey schlussendlich dennoch für die Entmachtung von Ecclestone verantwortlich war, liegt daran, dass der Brite zu wenig Teamplayer sei. "Bernie hat die Formel 1 als One-Man-Show geführt. Das ist keine Kritik, sondern die Realität."

Die neuen F1-Eigentümer Liberty Media setzen lieber auf eine Dreifachspitze mit Carey, Marketingspezialist Sean Bratches und dem neuen Formel-1-Sportchef Ross Brawn, der die Rennen wieder interessanter machen soll.

"Wir wollen sicherstellen, dass wir alles Mögliche für das Geschehen auf der Strecke unternehmen und so viel Spannung reinbringen wie nur geht. Wir müssen die Dinge weiter verbessern. Es gibt Sachen, die wir unternehmen können", so Carey, der zudem meint: "Der Sport ist schon heute toll. Die Piloten sind Ikonen, die Autos kombinieren Leistung mit Technologie, die Marke hat auf der ganzen Welt Fans."

Mit seinen fragwürdigen Ansichten sorgte Bernie Ecclestone regelmäßig für Kopfschütteln. Das sind seine skurrilsten Sprüche:

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Der neue F1-Chef Chase Carey

Als er das erste Mal gefragt wurde, ob er der neue starke Mann in der Formel 1 werden wolle, musste Carey überlegen. "Zehn Sekunden, und dann hab ich Ja gesagt." Und nun ist Carey, 1954 geboren, US-Amerikaner, Harvard-Absolvent und ehemaliger Präsident von 21st Century Fox, der Nachfolger von Bernie Ecclestone.

Mehr noch als Benzin habe er den Sport im Blut, sagt der "Macher mit Moustache" über sich. Und mit Sport hat er in seiner beruflichen Karriere schon länger zu tun. "Was ich mitbringe, ist eine lange Karriere im Medien-Geschäft, bei dem Sport ein großer Teil war."

Enger Vertrauter von Rupert Murdoch

Careys Vorteil gegenüber Vorgänger Ecclestone, einem ehemaligen Gebrauchtwagen-Händler, der nach schnell fehlgeschlagener eigener Rennfahrer-Karriere in der Formel 1 Karriere als Funktionär machte: Carey kennt das Geschäft von der anderen Seite. Als Konsument, als TV-Verantwortlicher und TV-Macher.

Carey wird nachgesagt, engster Vertrauter von Medienmogul Rupert Murdoch außerhalb dessen Familie zu sein, dem Hauptanteilseigner des neuen Formel-1-Besitzers Liberty Media. Dessen Vertrauen verdiente sich Carey durch den Aufbau der Fox-Senderkette in den USA in den 80er-Jahren. Er gelte auch als Hirn hinter der Paid-Content-Strategie des Konzerns, schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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