So sieht Auer nach dem Test seine F1-Chancen

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Lucas Auer kann nach seinen Testfahrten für Force India in Ungarn zufrieden Bilanz ziehen.

Der Tiroler drehte am Mittwochvormittag insgesamt 49 Runden und fuhr mit 1:19,242 Minuten (auf Ultrasoft-Reifen, Platz 7) in seiner besten Runde um 1,321 Sekunden schneller als am Dienstagnachmittag.

Die Bestzeit am Mittwoch gelingt Sebastian Vettel in 1:17,124 Minuten (auf Soft-Reifen), die meisten Runden dreht Luca Ghiotto im Williams (161) vor Robert Kubica, der für Renault sein Comeback gibt (142).

"Es war ein Wahnsinn. Danke nochmals ans Team", sagt Auer nach dem Test im Gespräch mit der APA. Während am Dienstag "alles neu" gewesen sei, war am Mittwoch "der Speed fast schon normal", so der 22-Jährige.

"Übertrieben gesagt war es so, als würdest du nichts anderes kennen. Ich habe das Auto am Mittwoch schon wesentlich besser gekannt. Würde ich morgen nochmals fahren, würde es noch besser gehen."

Weniger Risiko, mehr Informationen für das Team

Auer gibt zu, dass er durchaus noch riskanter ans Werk hätte gehen können, um eine noch bessere Rundenzeit zu fahren: "Ich weiß aus der DTM, dass das letzte, was du bei einem Test brauchst, ein Defekt ist. Deshalb habe ich speziell in den Kurven vier und elf wegen der Kerbs noch etwas Luft gelassen."

Wichtig waren weniger die Top-Zeiten als die Informationen für das Team: "Tests heißen deshalb Tests, weil man da etwas probiert und versucht, alles fürs Rennwochenende zusammen zu haben. Das ist eben so. Wir haben alle Infos bekommen, ich habe praktisch keinen Fehler gemacht."

Beim Briefing waren die Ingenieure besonders wissbegierig: "Dort wird nicht jeder gestreichelt. Du gehst Punkt für Punkt durch, vor allem Reifen, Aerodynamik und Mechanisches. Aber dein Feedback als Fahrer ist schon enorm wichtig. Das Team hat sehr offene Ohren. Alleine weil Testfahrten so rar sind."


Für Lucas Auer geht in Ungarn ein Traum in Erfüllung. Der Tiroler darf einen aktuellen F1-Boliden testen.

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Die besten Bilder von Auers Test am Hungaroring:

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Dass durch den Test seine Chancen auf ein Formel-1-Cockpit gestiegen sind, wagt Auer nicht zu prognostizieren. "Ich versuche immer, im Moment zu leben und mich haben die guten Ergebnisse des letzten halben Jahres hierher gebracht. Das schwierigste bei uns Sportlern ist ja, dass wir auf Knopfdruck abrufen müssen."

Nicht zu viele Gedanken über die Zukunft

"Wenn du dann zu viel über 2019 nachdenkst, kann das auch als Schuss nach hinten los gehen. Wenn ich meinen jetzigen Job ordentlich mache, gehen Türen auf und ich bekomme auch meine Möglichkeiten. Wenn du zu viel an die Zukunft denkst und in der Gegenwart schlecht performst, gehen Türen zu", sagt Auer.

Ob durch den Rückzug von Mercedes aus der DTM jetzt auch die Formel E eine Option wird? "Damit habe ich mich noch nie wirklich auseinandergesetzt. Aber als junger Fahrer solltest du für alles offen sein."

Jetzt gilt sein Fokus wieder voll und ganz dem Titelkampf in der DTM: "Ich bin mittendrin im Meisterschaftskampf. Da ist noch ein ziemlicher Job zu erledigen, weil uns Audi gerade die Hölle heiß macht. Die Formel 1 jetzt, das war einfach eine weitere Möglichkeit. Was die Zukunft bringt, wird uns die Zeit verraten. Ich bin 22 und für alles offen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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