Vettel riskiert eine Rennsperre

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Für Sebastian Vettel wird es schön langsam eng. Nach seinem Manöver beim Grand Prix in Baku, bei dem er Lewis Hamilton absichtlich gerammt hat, verhängt der Weltverband FIA drei weitere Strafpunkte gegen den Deutschen.

Der Ferrari-Pilot hat nun schon neun Strafpunkte auf seinem Konto. Sollte der vierfache Weltmeister demnächst drei weitere Penaltypunkte dazubekommen, droht ihm die Sperre für ein Rennen.

Vettel setzt somit eventuell sogar den WM-Titelkampf aufs Spiel.

Brav sein in Spielberg

Der bald 30-jährige Familienvater muss vorerst allerdings nur noch den kommenden Grand Prix von Österreich (9. Juli) unbeschadet überstehen, um die unmittelbare Gefahr einer Sperre zu bannen. Am 10. Juli und damit einen Tag nach Spielberg werden die zwei Zähler vom Vorjahr in Silverstone aus seinem Strafenkatalog gelöscht.

Der FIA-Strafenkatalog funktioniert so, dass bei zwölf Strafpunkten innerhalb Jahresfrist dem Piloten die Superlizenz für ein Rennen entzogen und das Konto wieder auf Null gesetzt wird. Die Punkte verfallen jeweils nach zwölf Monaten.

Vettel ist aktuell der "Bösewicht" in dieser Liste, die zweit-meisten Strafpunkte hat der Brite Jolyon Palmer (Renault) mit sieben.

Keine bösen Worte von Toto Wolff

Bei den Verantwortlichen der Konkurrenz bekommt Vettel sogar ein wenig Verständnis ab.

"Die Emotionen kochen eben hoch. Ich glaube nicht, dass er es absichtlich gemacht hat. Wenn es das gewesen wäre, wären zehn Strafsekunden viel zu wenig gewesen", meint Toto Wolff.

"Die Fahrer haben das Visier unten, sind voll der Emotionen. Wenn er sich die Szene im Nachhinein ansieht, wird er sich selbst denken, dass das nicht so super war", meint der Mercedes-Motorsportchef, legt aber ebenso nach: "Das Schmusen gefällt eh keinem, die Handschuhe sind jetzt runter, es geht um die Weltmeisterschaft. Daher verstehe ich den Ärger."



Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Crash im WM-Duell: Vettel und Hamilton im Clinch

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