Verstappen: Mercedes verdient Dominanz

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Max Verstappen war beim Grand Prix von Spanien hinter Mercedes sozusagen "best of the rest".

Der Niederländer fuhr mit Rang drei den zweiten Podestplatz für ihn und Red Bull in dieser Saison ein. Gegen die Silberpfeile hatte Verstappen aber keine Meter.

"Sie verdienen sich das, weil sie sehr gut arbeiten", erkennt der 21-Jährige an. "Wir müssen versuchen noch härter zu arbeiten, um neue Dinge ans Auto zu bringen. Wir haben kein schlechtes Auto, aber im Moment ist Mercedes einfach überall schneller."

Motorsport-Berater Helmut Marko pflichtet bei: "Wir machen einen Schritt vorwärts, aber Mercedes scheinbar zwei." Das vom Titelverteidiger geschnürte Paket sei "unheimlich", so der 76-Jährige.

Er erinnert an RB-Erfolgsjahre und setzt zu einem kleinen Seitenhieb an: "Als wir bei weitem nicht so dominant waren, hat es pro Jahr zwei, drei Änderungen im Reglement gegeben, die uns einbremsten. Aber daran scheint momentan niemand interessiert zu sein."

Lücke zu Ferrari geschlossen

Immerhin scheint Red Bull die Lücke zu Ferrari im Rennen geschlossen zu haben. "Es scheint, als hätten wir zu Ferrari aufgeschlossen", sagt Verstappen. Das frühere Weltmeisterteam wähnt sich auf Augenhöhe mit Ferrari und will seine eigene Achillesferse gefunden haben.

"Die Grundrichtung ist da. Jetzt müssen wir weiterkämpfen", fordert Marko. Der Abstand zu Mercedes, wo Lewis Hamilton und Valtteri Bottas einen historischen fünften Doppelsieg im fünften WM-Lauf einfuhren, war erneut beträchtlich. "Aber wir sind schon einmal froh, den ersten Schritt geschafft zu haben. Wir haben uns vor Ferrari platziert. Vom Max her ist alles optimal verlaufen, das war das Maximum."

Verstappen lenkte seinen "RB 15" zum zweiten Mal in dieser Saison aufs Podest. Und sah damit die zuvor höher eingeschätzten Ferraris vom Sebastian Vettel (4.) und Charles Leclerc (5.) im Rückspiegel. "Ich bin glücklich über Platz drei, das ist super für die Wertung", sagt der Niederländer.

Mit 66 Punkte Rückstand auf Hamilton ist er immerhin erster Mercedes-Verfolger. Teamkollege Pierre Gasly wurde Sechster. Der Franzose beschädigte nach dem ersten Boxenstopp seinen Frontflügel. "Dadurch hat er drei bis vier Zehntel pro Runde verloren. Sonst wäre vielleicht eine Attacke auf Leclerc möglich gewesen", sagt Marko.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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