Auer freut sich über "fehlerloses" Formel-1-Debüt

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Mit großer Anspannung ging Lucas Auer in seine allererste Ausfahrt in einem Formel-1-Auto.

Am Ende des Tages in Ungarn ist der Tiroler mit seinem Debüt zufrieden. "Die ersten zwei Runs waren die schwierigsten. Als mir klar wurde, dass ich hin und wieder atmen auch muss, ist es gleich viel lockerer gegangen", scherzt Auer. "Und natürlich habe ich geschwitzt ohne Ende."

Wie erwartet musste der Österreicher in Mogyorod bei Budapest eine Menge Testaufgaben für Force India übernehmen und vor allem den Run-Plan des Teams herunterspulen. Auer bekam aber auch etwas Zeit für eigene Runden.

Das hat Auer am meisten beeindruckt

"Ich habe trotzdem praktisch keinen Fehler gemacht, und es war auch nicht mein Plan, etwas kaputt zu machen", zeigte sich Auer insgesamt zufrieden. Das Beeindruckendste sei gewesen, "wie schnell sich das Auge an das alles gewöhnt. Anfangs denkst du dir, was ist das für ein Wahnsinn, und dann bremst du immer später."

Der größte Unterschied zum Tourenwagen seien die Highspeed-Passagen, berichtete Auer weiters. Dort sieht der Österreicher am Mittwoch auch noch die meiste Luft nach oben.

Das Formel-1-Erlebnis sei jedenfalls insgesamt "unglaublich" gewesen. "Sensationell, dass ich so eine Erfahrung machen darf. Ein Riesendank an das Team, ich habe wie vorgehabt jede Sekunde genossen", sagte der Neffe des früheren Formel-1-Stars Gerhard Berger.

Chef-Renningeniuer lobt Auers Reife

Bei Force India spricht man Auer für sein Debüt ein Lob aus. "Lucas hat sich mit einem umfangreichen Simulator-Programm auf seine Zeit im Auto vorbereitet. Das hat ihm geholfen, schnell an Geschwindigkeit zu gewinnen", sagt Chef-Renningenieur Tom McCullough.

"Der VJM10 unterscheidet sich deutlich vom DTM-Auto, das er normalerweise fährt, aber er meisterte diese Herausforderung, hat sich schnell angepasst und uns damit erlaubt, die Entwicklung neuer Teile zu evaluieren. Für jemanden, der zum ersten mal ein Formel-1-Auto gefahren ist, hat er sehr große Reife gezeigt", so McCullough.


Für Lucas Auer geht in Ungarn ein Traum in Erfüllung. Der Tiroler darf einen aktuellen F1-Boliden testen.

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Die besten Bilder von Auers Test am Hungaroring:

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Weil er sich das Auto teilen muss, kam Auer am Dienstagnachmittag mit 54 auch nur auf die drittwenigsten Runden des zwölfköpfigen Feldes und eine Zeit von 1:20,563 Minuten, mit der er auch hinter Mazepin (1:19,910) blieb.

Auer "vom persönlichen Limit noch weit weg"

Leclerc absolvierte 98 Runden, der finnische Mercedes-Star Valtteri Bottas wegen seiner Pirelli-Tests gleich 155 und damit trotz großer Hitze mehr als zwei Grand-Prix-Distanzen.

Auer will am Mittwochvormittag - danach fährt wieder der Russe - gleich die nächste Chance nützen. "Bei einem Test geht es natürlich in erster Linie darum, viel Information für das Team zu sammeln. Aber ich bin vom persönlichen Limit noch sehr weit weg. Da geht noch viel, speziell im Highspeed-Bereich", hofft der Tiroler auf eine deutliche Zeitenverbesserung.

"Heute war wichtig, ohne großen Fehler möglichst viele Runden reinzubekommen", beschloss Auer den heißen Tag in Ungarn. "Jetzt kann ich drüber schlafen und am Mittwoch den nächsten Schritt machen."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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