Es hat uns an Grip gemangelt und war allgemein etwas kniffliger, als ich erwartet hatte.
"Das 3. Training ist nicht das Qualifying", zuckt WM-Leader Verstappen nach dem Rennen die Schultern. Dort hatte der Niederländer noch die klare Bestzeit gesetzt.
Im Qualifying lief es beim Red-Bull-Piloten dann nicht mehr so rund: "Wir hatten insgesamt ein paar Probleme. Es hat uns an Grip gefehlt und war allgemein etwas kniffliger, als ich erwartet hatte", gesteht Verstappen.
Trotzdem gibt sich der 24-Jährige hoffnungsvoll vor dem morgigen Rennen: "Wir sind schnell auf den Geraden, hoffentlich können wir das morgen nutzen. Gleichzeitig muss er sich jedoch eingestehen, dass die Ferraris am heutigen Tag "sehr schnell" unterwegs waren.
Marko: "Windschatten hat Ferrari sehr in die Karten gespielt"
"Bis zur Q2 waren beide eigentlich gleichauf, dann hat Ferrari der Windschatten sehr in die Karten gespielt", weiß auch Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko. "Im Sektor drei haben sie das optimal ausgenutzt, da sind immer ein bis zwei Zehntel gewesen."
Allerdings weiß der Österreicher den Anhang von WM-Leader Verstappen zu beruhigen. Der Rückstand sei bei weitem nicht "so tragisch", außerdem verwies der 79-Jährige auf die Tatsache, dass der Grand-Prix-Sieger in dieser Saison in den wenigsten Fällen jener war, der die Pole eroberte.
Auf die Frage, ob sich Sergio Perez auch für seinen Stallkollegen hätte opfern sollen, reagiert Marko abweisend: "Dazu waren die Mercedes zu nahe dran, das wollten wir nicht riskieren."
"Wir haben gesehen, dass von Reifensatz zu Reifensatz allein schon das Aufwärmen unterschiedlich ist. Wir hatten sicher keine optimale Balance, da war Ferrari heute einfach besser", gesteht der Red-Bull-Motorsportdirektor. "Trotzdem ist die Ausgangsposition alles andere als schlecht", so Marko.
Wolff: "Abstand zu groß"
"Der Rückstand ist einfach zu groß!"
"Wir sind hierhergekommen mit der Erwartungshaltung, dass das jetzt ein Schritt nach vorne wird, weil die Strecke uns liegen sollte. Und der ist erstmal gehörig nach hinten losgegangen". ärgert sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff.
Lewis Hamilton landete 0,9 Sekunden hinter Leclerc auf Rang vier, George Russell musste sogar noch Lando Norris den Vortritt lassen und wurde nur Sechster.
"Leclerc kann man jetzt vielleicht nicht ganz so messen wegen dem Windschatten, aber Verstappen ist immer noch sechs Zehntel vorne. Der Rückstand ist einfach zu groß", so Wolff.
Am Sonntag geht es (15:00 Uhr im LIVE-TICKER) auf dem Circuit Paul Ricard um Alles. Ob Charles Leclerc seine Pole-Position auch ohne Schützenhilfe von Stallkollege Carlos Sainz halten kann, wird der morgige Tag zeigen.