Lauda-Ärzte ziehen Fazit: "Nicht lange gedauert"

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Die mit der Betreuung von Niki Lauda beauftragten Ärzte des Wiener AKH geben kurz nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus ein kurzes Fazit zum Verlauf seiner Lungentransplantation ab.

Die Dauer der bisherigen Behandlung von rund zweieinhalb Monaten sei überschaubar gewesen. "Eigentlich hat es nicht so lange gedauert", schätzt Walter Klepetko, Leiter der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie, ein. Immer wieder sei die Frage aufgetaucht, warum es so lange gedauert habe, aber "Ein erfolgreiches Ende entsteht nur dann, wenn die nötige Zeit da ist. Ein Reifenwechsel in der Formel 1 dauert heute 2,6 Sekunden, wir waren auch beim Faktor 2,6", sagt der Transplantationsspezialist.

Dabei sei es aber um Monate gegangen.

Ein Weg durch "bewegte See"

Nach der Lungentransplantation hat sich ein Kernteam aus Mitarbeitern von zumindest zehn Abteilungen des AKH und der MedUni Wien um die Genesung von Formel 1-Legende Niki Lauda gekümmert, sagt Kardiologe Christian Hengstenberg.

Diese hätten sich "bemüht, von Tag zu Tag die richtigen Entscheidungen zu treffen und Herrn Lauda sicher durch eine bewegte See zu führen".

Hengstenberg sieht es als einen der Vorteile von AKH und MedUni, dass es für viele Bereiche ausgewiesene Spezialisten gebe. "Ich bin sehr stolz, dass wir es geschafft haben, den Herrn Lauda aus dieser extrem komplexen Situation, in der er war, zu bringen und dahin zu führen, dass er die Rehabilitation beginnen kann", sagt der Kardiologe.

Er bezeichnet die Zusammenarbeit der zahlreichen Abteilungen als "eine große Symphonie der verschiedenen Disziplinen".

Für Lauda geht es nun an die Rehabilitation, wobei der Ort aus Gründen der Privatsphäre von den Ärzten nicht genannt wurde. Dabei gehe es in erster Linie darum, körperlich wieder fit zu werden, um danach ein annähernd normales Leben führen zu können.

Die Dauer ließe sich im Vorhinein nicht absehen. Zu rechnen ist mit mehreren Wochen oder Monaten, in der Lauda wie alle Transplantierten auch streng vor Infektionen geschützt werden muss. Solche Patienten müssen Immunsuppressiva nehmen, um mögliche Abstoßungsreaktionen gegen das Spenderorgan zu vermeiden, wie Peter Jaksch von der internistischen Betreuung solcher Patienten erläutert.

Der Motor brummt wieder

Lauda sei mit einer sehr guten Organfunktion in die Reha überstellt worden, sagt Gottfried Heinz, der Leiter der kardiologischen Intensivstation. "Der Motor brummt wieder, am Fahrgestell müssen wir noch ein bisschen arbeiten", umschreibt Lepetko den Zustand.

Bei seiner Einlieferung in das AKH war der 69-Jährige nur durch eine Herz-Lungenmaschine am Leben gehalten worden. Die Organverpflanzung war am 2. August durchgeführt worden.

Das AKH gehört mit 120 Lungentransplantationen pro Jahr zu den vier größten Zentren für solche Operationen weltweit.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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