Horner rechnet in seiner Autobiografie mit Helmut Marko ab
Auch wenn die Autobiografie noch nicht erschienen ist, wirft das Buch bereits seine Schatten voraus. Neben Marko gerät auch Jos Verstappen in die Kritik.
Vor etwas mehr als einem Jahr endete die Ära von Christian Horner als Teamchef von Red Bull Racing.
Die Auszeit hat der 52-jährige Brite unter anderem dafür genutzt, um seine Autobiografie "Drive" zu schreiben. Auch wenn das Buch erst am 22. Oktober erscheint, wirft das Werk bereits seine Schatten voraus. Das liegt daran, dass Horner der "Times" im Rahmen eines Interviews bereits eine Ausgabe zur Verfügung stellte.
In seiner Autobiografie rechnet der Brite offenbar mit langjährigen Weggefährten aus dem F1-Umfeld ab. Auch Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko sieht sich mit heftiger Kritik konfrontiert. So werde der heute 83-jährige Steirer laut der Zeitung als schroff, unberechenbar, kalt, unzuverlässig, rücksichtslos und im Kern illoyal" beschrieben, als Strippenzieher ohne Empathie und mit dem "Drang, Interna nach außen zu tragen".
Horner: "Hatte das Gefühl, die Scheiße aufwischen zu müssen"
Markos "polarisierende Bevorzugung einzelner Fahrer habe dem Team geschadet", so der Vorwurf des 52-Jährigen. Horner erklärt im Interview mit der "Times", was hinter dieser Aussage steckt: "So wäre ich mit den Dingen nicht umgegangen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ständig die Scheiße aufwischen musste."
Auch über Jos Verstappen, den Vater von Max, verliert er kein gutes Wort. Der Niederländer sei ein ungeduldiger Unruhestifter gewesen, über den auch Marko gemeint haben soll: "Der Vater ist ein Albtraum. Den brauchen wir nicht." Dass auch der Steirer nicht mit Jos Verstappen zurechtgekommen sein soll, überrascht angesichts mehrerer gemeinsamer privater Treffen.
Als besonders empathielos beschreibt Horner Markos Verhalten im Sommer 2025, als sich Red Bull vom Briten als Teamchef trennte. Marko habe "wenige Tage zuvor noch bei mir zu Hause übernachtet und Zeit mit meiner Familie verbracht", schildert Horner im Interview, "und trotzdem war kein einziges Wort darüber gefallen."