Veranstalter kritisieren Pläne von Liberty-Media

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Ein Großteil der Rennveranstalter hat sich in einem gemeinsamen Statement kritisch über den Formel-1-Besitzer Liberty Media geäußert.

Laut Angaben der Interessensgemeinschaft Formula One Promoters Association (FOPA) hätten sich Repräsentanten von 16 namentlich nicht genannten Grand Prix in London getroffen, um die Situation zu evaluieren. Sie wünschen sich unter anderem "mehr Zusammenarbeit".

Die Formel-1-WM umfasst 2019 21 Rennen. Laut Medienangaben sollen sich lediglich Aserbaidschan, Bahrain, Singapur, Russland und Abu Dhabi auf die Seite von Liberty Media geschlagen haben.

Die Veranstalter traditionellerer Rennen, darunter offenbar auch jene des Grand Prix von Österreich, äußerten Bedenken am Kurs. Vorsitzender der FOPA ist Stuart Pringle, der Geschäftsführer des Klassikers in Silverstone.

"Es ist nicht im langfristigen Interesse des Sports, dass Fans freien Zugang zu Inhalten und Rundfunkübertragungen verlieren", hieß es in der FOPA-Stellungnahme. Die US-Gruppe Liberty Media plant, die Königsklasse zusehends ins Bezahlfernsehen zu übersiedeln. In Großbritannien etwa ist 2019 nur noch das Rennen in Silverstone live im Free-TV zu sehen.

Veranstalter stoßen sich an Umgang mit neuen WM-Schauplätzen

Liberty hatte die Formel 1 erst im September 2016 für rund sieben Milliarden Euro übernommen und neues Führungspersonal eingesetzt. Laut FOPA werde bei den neuen Initiativen des US-Besitzers aber "Klarheit" vermisst. Den Veranstaltern würde es um die Chance gehen, ihre Erfahrung und ihre Expertise zur Zukunft des Sportes in einem "Geist der Partnerschaft" mit der Formel 1 und dem Automobil-Weltverband FIA einzubringen.

Besonders stoßen sich die bisherigen Grand-Prix-Veranstalter am Umgang mit neuen WM-Schauplätzen. "Neue Rennen sollten nicht zum Nachteil bestehender Ereignisse eingeführt werden", hieß es in dem FOPA-Statement. Künftigen Interessenten würden von der Rennserie demnach "alternative Geschäftsmodelle" angeboten. Für ein mögliches zweites US-Rennen in Miami etwa steht eine deutlich reduzierter abzuliefernder Fixbeitrag im Raum.

In der kommenden, am 17. März in Melbourne beginnenden Saison stehen noch keine neuen Rennen auf dem Programm. 2020 wird Vietnam erstmals Grand-Prix-Schauplatz. Dazu steht Miami zur Debatte. Demgegenüber laufen bei fünf Veranstaltern nach 2019 die Verträge aus, darunter mit Silverstone und Mexiko die beiden Rennen mit dem zuletzt größten Zuschaueraufkommen. Die drei weiteren betroffenen Grand Prix sind die Europa-Klassiker in Barcelona, Hockenheim und Monza.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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