Rosberg: "Hamilton nicht besser geworden"

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Vor dem Saisonabschluss der Formel-1-Saison in Abu Dhabi (Sonntag, ab 13:30 Uhr im LIVE-Ticker) verteilt Nico Rosberg im Interview mit der "FAZ" noch einen kleinen Seitenhieb gegen Ex-Teamkollegen Lewis Hamilton.

Der Brite löst Rosberg heuer als Weltmeister ab und brach in dieser Saison unter anderem den Pole-Rekord (aktuell 72) von Michael Schumacher.

Auf die Frage, ob sich Hamilton im Vergleich zur Vorsaison gesteigert habe, antwortet Rosberg: "Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich weiß ja, auf welchem Level er im vergangenen Jahr gefahren ist. Ich kann das wohl von allen am besten beurteilen. Ich würde sagen: nein."

Er schreibt den Erfolg eher dem Team zu, das am besten mit der Regeländerung zurechtgekommen ist. Hamilton habe auch "schlechtere Phasen, die man ausnutzen muss", was sein Nachfolger im Mercedes-Cockpit, Valtteri Bottas, im Vergleich zu ihm oder Vettel, nicht geschafft habe.

Lob für die Scuerdia

Für seine ehemaligen italienischen Rivalen findet Rosberg hingegen lobende Worte.

Die Leistungssteigerung zum Vorjahr sei "als Wunder zu betrachten. Dort herrschte 2016 ein Durcheinander, es gab einen großen Personalwechsel, die waren im Niemandsland. Und deshalb sind die Pannen, die Vettels Chancen zunichtegemacht haben, normal. Ferrari fuhr am Limit. Zwei, drei Stolperer in zwei Rennen reichten aus, den Kampf zu verlieren."

Glücklich mit Rücktritt

Der 32-Jährige spricht auch noch einmal über seinen Rücktritt nach dem Titelgewinn 2016.

"Ich bin Weltmeister geworden, weil ich außerhalb des Autos auf alles geschaut habe und an allem gearbeitet habe – und zwar ziemlich hart." Mit dieser Intensität habe er nicht mehr weitermachen wollen "und dann lässt man es lieber ganz."

Zwar reize es ihn einmal die neuen Autos zu testen, doch er betont, sehr dankbar zu sein, seine "Formel-1-Karriere ohne ernsthafte Verletzungen überstanden" zu haben.

Mittlerweile ist der gebürtige Wiesbadener als Berater für Robert Kubica tätig, der als heißester Kandidat auf die Nachfolge von Felipe Massa im Williams-Cockpit gehandelt wird.


Textquelle: © LAOLA1.at

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