Mercedes auch im zweiten Spielberg-Training voran

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Ganz an der Front liefert das zweite freie Training zum Grand Prix von Österreich in Spielberg kein anderes Bild als das erste: Mercedes vor Mercedes, dann klafft eine Lücke.

Lewis Hamilton dreht in 1:04,304 Minuten die schnellste Runde und nimmt Valtteri Bottas fast zwei Zehntel ab (+0,197 Sekunden). Mit Sergio Perez schiebt sich auf Rang drei ein Racing Point (+0,641) vor Sebastian Vettel im Ferrari (+0,657).

Unter den ersten Sechs finden sich dank Daniel Ricciardo (+0,668) und Lando Norris (+0,783) fünf verschiedene Teams.

Max Verstappen muss sich mit Rang acht (+0,911) hinter Lance Stroll im zweiten Racing Point (+0,831) begnügen. Charles Leclerc (Ferrari/+0,994) und Carlos Sainz (McLaren/+1,048) komplettieren die Top Ten.

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Wolff bremst wie immer

Moderate Temperaturen spielen dem Team von Toto Wolff ebenso in die Hände wie das zweiaxiale Lenksystem, das in Spielberg erstmals im Mercedes zum Renneinsatz kommen soll. Wenn es nicht davor doch noch von Red Bull hinausprotestiert wird. Mit dem Dual-Axis-Steering (DAS) kann der Pilot durch Schieben und Ziehen des Lenkrades die Spur der Vorderräder während der Fahrt verstellen, was vor allem in der Aufwärmrunde oder hinter dem Safety Car Vorteile bringt.

"Es war fraglos ein guter Tag, wir hatten keinerlei Probleme", gibt sich Teamchef Wolff im ORF zufrieden. Der Österreicher warnt wie immer aber auch gleich. "Wir wissen jetzt zumindest, dass wir nicht komplett daneben liegen. Abgerechnet wird aber erst am Sonntag."

Man müsse abwarten, was die anderen Teams noch in der Hinterhand hätten, so Wolff. Bei Red Bull gab man sich gelassen, obwohl beide Fahrer Dreher verzeichneten und Max Verstappen nach Platz drei im ersten Training am Nachmittag über Rang acht nicht hinauskam. Sowohl Verstappen als auch Alex Albon machten für ihre Dreher beschädigte Frontflügel und die erhöhten Streckenbegrenzungen verantwortlich.

"Vielleicht waren wir heute einfach ein wenig zu aggressiv", sagt Verstappen, der am Sonntag auf den Spielberg-Hattrick los geht.

Warten auf den Protest

Hamilton war angetan vom Tag. "Es war großartig, wieder auf der Strecke zu sein. Das neue Auto fühlte sich wirklich gut an", sagt der Brite, der "Black Lives Matter" am schwarzen Helm trug sowie "End Racism" am Auto zeigte und am Sonntag den Kampf um seinen 7. WM-Titel einläutet. Am besten mit einem Sieg. Seit seinem Debütsieg 2016 ist der Engländer in Österreich nie wieder auf das Podest gekommen.

Während Sebastian Vettel seinen 33. Geburtstag mit Platz vier im Ferrari feierte, zeigte auch Racing Point einen starken Start. Der Mexikaner Sergio Perez sorgte als Nachmittags-Dritter für einen Hattrick der Mercedes-Motoren.

Umstrittenstes Thema war das DAS-System, das Wolff als "coole Innovation" bezeichnete. "Ich denke, dass man heute protestiert und es dann zu einer Klarstellung der FIA kommt. Wir werden sehen, wer sich durchsetzt. Jedenfalls wollen wir am Sonntag keine Debatte."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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