Ferrari knackt im Russland-Training Runden-Rekord

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Ferrari gibt in den ersten beiden Trainings für den Grand Prix von Russland in Sotschi den Ton an.

Nach der Bestzeit von Kimi Räikkönen in der ersten Session fährt Sebastian Vettel im zweiten Training die schnellste Runde. Der Deutsche knackt dabei in einer Zeit von 1:34,120 Minuten auf den Ultrasofts den Rundenrekord im Sochi Autodrom und verweist seinen Teamkollegen auf Rang zwei (+0,263 Sek.).

Mercedes kann nicht mithalten und muss sich mit den Rängen drei durch Valtteri Bottas (+0,670) und vier durch Lewis Hamilton (+0,709) begnügen.

Dahinter landen mit über einer Sekunde Rückstand die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Verstappen bleibt 20 Minuten vor Ende des Trainings allerdings liegen und klagt über Power-Verlust.

Im ersten Training sicherte sich Räikkönen die Bestzeit nur hauchdünn vor Bottas (+0,045 Sek.) und Hamilton (+0,607). Verstappen (+1,100) und Vettel (+1,156) nach einem Dreher lagen über eine Sekunde zurück.

Russland eine Mercedes-Strecke

"Das hier ist eine Mercedes-Strecke", betonte Vettel nach den Trainings am Freitag. "Diesen Rückstand darf man nicht überbewerten", merkte der Deutsche an und erinnerte an 2016. "Letztes Jahr dachte am Freitag auch jeder, dass Williams hier am stärksten wäre. Doch dann hat Mercedes die Pole geholt und einen Doppelsieg gefeiert."

Bisher haben in Sotschi, wo heuer zum vierten Mal ein Grand Prix stattfindet, im Rennen nur Silberpfeil-Piloten geführt und gewonnen. In den ersten beiden Jahren siegte Hamilton, im Vorjahr der Deutsche Nico Rosberg. Somit war der Erfolg in Russland auch ein gutes Omen für die WM, da der Sotschi-Sieger am Ende auch Weltmeister wurde. "Diese Strecke kommt ihnen ganz klar entgegen", bekräftigte Vettel.

Mit seiner eigenen Leistung war der vierfache Ex-Weltmeister, der die WM vor dem vierten Saisonlauf sieben Punkte vor Hamilton anführt, zufrieden. "Das Auto hat sich ganz gut angefühlt, wir können uns aber sicher noch ein bisschen steigern", meinte Vettel mit Blickrichtung Qualifying am Samstag (ab 14.00 MESZ), in dem Mercedes seine 19. Pole en suite anpeilt.

"Man hat gesehen, dass es hier nicht ganz einfach ist, eine gute Runde zusammenzukriegen. Auch ich habe kurzfristig mal in die falsche Richtung geguckt. Aber es lief dann immer besser."

Neuer Turbolader bei Ferrari

Ferrari hatte vor der Auftaktsession in beiden Autos einen neuen Turbolader eingebaut. Es ist dies bereits die dritte derartige Einheit, die bei Vettel und Räikkönen zum Einsatz kommt, vier sind erlaubt. Erst wenn die fünfte zum Einsatz kommt, wird dies mit Strafversetzungen in der Startaufstellung geahndet. Vettel sieht deswegen aber kein Problem für den Titelkampf. "Ich gehe davon aus, dass wir die anderen beiden noch verwenden können."

Der Ferrari-Star wartet seit 19. September 2015 in Singapur auf seine 47. Pole Position. Startplatz eins wäre in Russland umso wichtiger, als dass die taktischen Varianten durch die zu erwartende Einstopp-Strategie deutlich geringer sind als in den bisherigen drei Rennen. Und mit der richtigen Boxen-Taktik hatte Vettel im Auftakt-Rennen in Australien und zuletzt in Bahrain Hamilton auf Distanz gehalten.

Erste Grid-Strafe für McLaren

Im Gegensatz zu den folgenlos bleibenden Turbolader-Wechseln von Ferrari, wird der McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne das Rennen in Russland wohl nur vom letzten Startplatz in Angriff nehmen. Der Belgier büßt wegen neuerlichen Austauschs von Antriebsteilen (jeweils fünfte Einheit des Turboladers und des Generators für Hitzeenergie) gleich 15 Positionen ein.

Auch für Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz Jr. geht es drei Startplätze nach hinten. Die Sanktion gegen den Spanier hatten die Stewards schon vor knapp zwei Wochen nach dem Grand Prix von Bahrain ausgesprochen, da Sainz eine Kollision mit dem kanadischen Williams-Piloten Lance Stroll verursacht hatte.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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