Der Wurm ist drin
Hamilton, der aktuell bei 99 Grand-Prix-Siegen hält, habe "ganz einfach zu lange die Kupplung geschliffen", wie Mercedes-Teamchef Toto Wolff im ORF berichtet. "Wir müssen das so nehmen, es ist noch nicht verloren." Nachsatz: "Das Auto ist das schnellste im Feld."
Allerdings muss der Wiener ebenfalls eingestehen, dass für die als klare Favoriten ins Italien-Wochenende gestarteten Silberpfeile immer mehr "der Wurm drinnen" ist.
Wolffs Hochrechnung für den so knappen WM-Fight fällt interessant aus. "Es kann schon sein, dass wir zehn Punkte an diesem Wochenende verlieren."
Auch Hamilton ahnt bereits: "Es wird eine Menge Arbeit werden, den Schaden zu begrenzen." Bottas, dessen Trennung von Mercedes zu Wochenbeginn bekannt gegeben wurde, meint am Tag des Etappensiegs nur: "Ich genieße das heute."
Marko träumt jetzt noch nicht vom Sieg, aber...
Verstappen holt seine bereits achte Pole Position in dieser Saison, er fährt die erste für Red Bull Racing auf dem italienischen Hochgeschwindigkeitskurs seit Sebastian Vettel 2013 ein.
Die Stimmung von Helmut Marko wird immer besser. "Es ist alles optimal und im grünen Bereich verlaufen." Noch ist Red Bulls Motorsportberater vorsichtig. "Wenn morgen der Start gelingt, nichts Außergewöhnliches passiert, dann können wir langsam anfangen von einem Podium oder sogar Sieg zu träumen."
2020 gab es nach chaotischem Rennverlauf mit Pierre Gasly (AlphaTauri), Carlos Sainz (Mclaren) und Lance Stroll (Racing Point) ein Sensationspodium. Hamilton wurde von der Pole Position aus nach einer Zeitstrafe lediglich Siebenter, Verstappen schied früh aus.