Alpine stellt Weichen für Frauen in der Formel 1

Alpine stellt Weichen für Frauen in der Formel 1 Foto: © getty
 

Alpine stellt die Weichen für die weibliche Zukunft der Formel 1 und präsentiert ein neues Nachwuchsprogramm.

Bis 2030 soll mindestens eine Frau ein Stammcockpit in der Formel 1 erhalten - so das erhoffte Ziel der französischen Marke, die mit dem Nachwuchsprogramm "Rac(H)er" einen neuen Weg einschlägt.

Demnach sollen Talente bereits im jungen Alter erkannt, mittels der Academy vom Kartsport zunächst in die Formel 4 und später über diverse Formel-3-Serien in die Formel 2 und schließlich in die Formel 1 gebracht werden.

"Werden Pseudowissenschaft beseitigen"

Um das Ziel zu erreichen, bedarf es aber mehr als nur das fahrerische Können - das wissen auch die Franzosen. Deswegen wird bei der Finanzierung der Academy auch Geld für die Fitness, die kognitiven Fähigkeiten und die mentale Stärke der Fahrerinnen investiert, auch um "pseudowissenschaftliche Hürden" aus dem Weg zu räumen.

Alpine-Geschäftsführer Laurent Rossi stellt gegenüber der "BBC" klar: "Es gibt keinen Grund, warum Frauen das nicht schaffen sollten. Dieses Projekt läuft acht Jahre und es beginnt jetzt."

So sollen bereits "in den kommenden Wochen" vier bis fünf Mädchen in den Kartsport einsteigen und sich ihre Sporen für die Formel 1 verdienen.

Gegen Kritiker, die behaupten, Frauen seien trotz des Trainings "körperlich nicht in der Lage, ein F1-Auto zu bewegen", kontert Rossi: "Wenn Fernando Alonso mit 40 ein Formel-1-Auto bewegen kann, dann sehe ich nicht, weshalb das eine sehr fitte Frau mit 30 nicht schaffen könnte."

Es sei, gemessen am Beispiel von Alonso im Spätherbst seiner Karriere, mehr als nur Kraft nötig, um wettbewerbsfähig zu sein.

In der Geschichte der F1 starteten lediglich die beiden Italienerinnen Maria Teresa de Filippis (drei Starts) und Lella Lombardi (zwölf Starts) an einem Grand-Prix-Wochenende.

Die wohl bekannteste weibliche F1-Fahrerin dürfte Susie Wolff (Ehefrau von Toto Wolff) sein, die 2014 das Freitagstraining beim Grand Prix von Großbritannien für Williams bestritt und 2015 ihre Motorsport-Karriere an den Nagel hing.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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