Marko: Corona-Maßnahmen "nicht ganz verständlich"

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Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko sieht die Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung prinzipiell kritisch.

"Ich bin leicht verwundert, was die Leute alles auf sich nehmen und wie sie das alles gelassen hinnehmen", meint Marko im Gespräch mit der APA über die weitreichenden Eingriffe ins Privat- und Wirtschaftsleben.

"Das ist nicht ganz verständlich. Man muss das einfach volkswirtschaftlich betrachten", sagt der Hotelbetreiber. "Wir haben alle vier Betriebe (in Graz/Anm.) geschlossen und auf Kurzarbeit umgestellt."

Hotels als Ausweichquartiere denkbar

Seine nun leeren Hotels als Ausweichquartiere anzubieten, falls bei einer Verschlimmerung der Lage im Gesundheitsbereich Ersatzkapazitäten benötigt werden, könne sich Marko zwar vorstellen, im Moment gebe es jedoch keinen Bedarf.

"Das haben wir noch nicht in Erwägung gezogen, aber wir sind auf Stand-by", erklärte der 76-Jährige, der zur Risikogruppe der älteren Personen zählt. Neben der Büroarbeit verbringt Marko derzeit viel Zeit in der Natur. "Ich lebe mein strukturiertes Leben", sagte er.

Formel-1-Saison mit vielen Fragezeichen

Stillstand herrscht aktuell auch in der Formel 1, in der Marko die Geschicke der beiden Rennställe Red Bull Racing und AlphaTauri maßgeblich mitbestimmt. "Derzeit gibt es nichts zu sagen. Man muss abwarten", meinte er nur.

Vor ein paar Tagen hatte Marko in Interviews noch gemeint, dass der Österreich-Grand-Prix am 5. Juli in Spielberg "sich ausgehen" müsse und alle Marketing-Planungen von Red-Bull-Seite dafür aufrecht blieben.

Bleibt es beim jetzigen Stand, ist das Österreich-Rennen der dritte WM-Lauf in diesem Jahr nach Montreal/Kanada (14. Juni) und Le Castellet/Frankreich (28. Juni). Die am Dienstag kommunizierte Entscheidung, die Olympischen Sommerspiele in Tokio auf das Jahr 2021 zu verschieben, haben die Fragezeichen aber noch zahlreicher werden lassen, die hinter dieser Saison stehen. Wann und ob es in den nächsten Monaten überhaupt gelingen kann, in der Welt des internationalen Sports zur Normalität zurückzukehren, ist ungewisser denn je.

Textquelle: © LAOLA1.at

Olympia-Verschiebung: Die Milliarden-Frage des IOC

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