Ferrari gibt sich vor Saisonstart geschlagen

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Ungewöhnliche Worte im Vorfeld eines Grand Prix: Ferrari gibt sich beim Ausblick auf den wegen der Corona-Krise verspäteten Saisonstart bereits im Vorfeld geschlagen.

"Wir wissen, dass wir im Moment nicht das schnellste Paket haben", erklärt Teamchef Mattia Binotto in einer Mitteilung am Dienstag. Demnach tritt das Werksteam am Wochenende in Spielberg mit einem Boliden an, der weitestgehend noch auf dem technischen Stand von den Tests im Februar in Barcelona ist.

Der Italiener bekräftigt aber: "Das bedeutet nicht, dass wir in der sehr limitierten Zeit von nur fünfeinhalb Wochen, in denen wir am Auto arbeiten konnten, unsere Däumchen gedreht haben."

Die Erkenntnisse aus den Testfahrten im Winter hätten vielmehr dazu geführt, "eine signifikante Richtungsänderung einzuschlagen - besonders bei der Aerodynamik".

"Neues Programm für das ganze Auto"

Laut der Erklärung wäre es sinnlos gewesen, weiter der geplanten Richtung zu folgen: "Weil wir wussten, dass wir unsere Ziele so nicht erreicht hätten. Daher haben wir uns für ein neues Programm für das ganze Auto entschieden. Obwohl wir wussten, dass nicht alles bis zum ersten Rennen fertig sein würde."

Die Updates sollen nun beim dritten Saisonrennen am 19. Juli auf dem Hungaroring zum Einsatz kommen.

Gänzlich ohne Erwartungen reist Ferrari dann aber doch nicht an. Zum einen habe man das Auto analysiert. "Ich denke, das wird sich in Österreich auszahlen", so Binotto. Und er betont: "Die Strecke in Spielberg hat eine ganz andere Charakteristik als Montemelo und die Temperaturen werden viel höher als im Februar sein."

Das Ziel für das Doppel in Österreich sei es, "so viele Punkte wie möglich nach Hause zu bringen. So wie immer."

Bei der Konkurrenz sieht die Sache anders aus: Sowohl Mercedes, als auch Red Bull, haben für Spielberg Updates angekündigt.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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