"Es ist ganz sicher eine Sorge", gesteht Ferrari-Teamchef Mattia Binotto bei "Sky". Er wisse, dass die Zuverlässigkeit ein "Schlüsselfaktor" im Titelkampf sei, genau wie Performance. "Und da haben wir noch Arbeit vor uns."
Seit Barcelona - also drei Rennen lang - fährt die Scuderia nun mit einem upgedateten Auto, drei Mal lief es nun überhaupt nicht nach Wunsch.
"Wir waren schnell und hatten in der ersten Phase der Saison keine besonders großen Probleme. Jetzt schaut es so aus, als ob wir etwas mehr davon haben, obwohl wir keine massiven Veränderungen vorgenommen haben. Wenn überhaupt, dann haben wir Dinge verbessert", rätselt Leclerc über die Pannenserie.
Sainz nimmt in dieser Hinsicht die gesamte Ferrari-Mannschaft in die Pflicht. "Das Team weiß, dass wir uns bei der Zuverlässigkeit verbessern müssen. Eigentlich waren wir da gut."
Strafe für Leclerc in Kanada?
Viel Zeit für Verbesserungen bleibt Ferrari nicht, bereits am kommenden Wochenende steigt in Kanada der nächste Grand Prix. Dort droht Leclerc nach seinem Motorschaden womöglich eine Strafe, der zweifache Saisonsieger war in Baku bereits auf dem dritten Turbolader.
"Wenn wir etwas austauschen müssen, werden wir es tun", sagt Binotto in Baku. Für Leclerc könnte es in der Startaufstellung also um zehn Positionen nach hinten gehen.
Auch bei Konkurrent Red Bull beobachtet man die Entwicklungen bei den Roten genau. "Ich glaube, Leclerc ist dann schon beim dritten Motor, der wird mindestens ein, zwei Mal wechseln und Gridstrafen haben", meint Helmut Marko im "ServusTV"-Interview fast etwas bedauerlich und sagt in Hinblick auf die WM: "Wir wollen einen fairen Kampf."