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"Rechnung offen" – Schlägt Verstappen in Singapur erneut zu?

Der Niederländer visiert in Singapur seinen Premierenerfolg an. WM-Leader Kimi Antonelli hat weiter alle Trümpfe in der Hand.

"Rechnung offen" – Schlägt Verstappen in Singapur erneut zu? Foto: © IMAGO / NurPhoto
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Die Herausforderung Singapur soll Kimi Antonelli auf seinem Weg zum Premierentitel in der Formel 1 nicht bremsen.

Auf dem Stadtkurs an der Marina Bay wird am Samstag (11 Uhr) der letzte Sprint der Saison und am Sonntag (14 Uhr im LIVE-Ticker und bei ORF 1, Sky) unter Flutlicht das 17. Saisonrennen der Königsklasse gefahren.

Der Zeitplan für den GP von Singapur >>>

Der junge Italiener geht mit 84 Punkten Vorsprung ins Wochenende, sein zweitplatzierter Mercedes-Teamkollege George Russell muss zudem vom Ende des Feldes starten.

Anspruchsvollstes Rennen der Saison

Hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und ein fast fünf Kilometer langer Rundkurs mit 19 Kurven und wenig Überholmöglichkeiten machen den Grand Prix von Singapur zu einem der körperlich anspruchsvollsten Rennen der Saison.

Mercedes hofft auf eine bessere Performance als vergangenes Wochenende im nahen Sepang. Antonelli sorgte mit Platz zwei zwar für einen weiteren Schritt Richtung WM-Titel, trotz Auto-Upgrade verlief das Qualifying allerdings gar nicht nach Wunsch und ein Motorschaden im Rennen kurz vor Schluss warf Russell im teaminternen Zweikampf an der Spitze zurück.

Hat Mercedes die Probleme erkannt?

"Das Wochenende in Malaysia war für uns offensichtlich sehr schwierig. Seitdem haben wir intensiv daran gearbeitet, die Gründe zu ermitteln, warum unsere Performance nicht wie erwartet ausgefallen ist", erklärte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

"Wir haben mehrere Bereiche identifiziert, die wir genauer untersuchen müssen. In der F1 gibt es jedoch keine einfachen Antworten und wir benötigen weitere Anhaltspunkte, bevor wir endgültige Schlussfolgerungen ziehen können. Singapur bietet uns eine unmittelbare Gelegenheit, diese Arbeit fortzusetzen. Der Charakter der Rennstrecke ist ganz anders, was uns dabei helfen wird, uns ein klareres Bild davon zu machen, wo wir stehen", sagte der Wiener.

Russell startet von ganz hinten

Vorjahressieger Russell hat dabei ein Handicap, das in Singapur besonders schwer wiegt. Der Brite muss wegen regelwidrigen Wechsels der Power Unit in Sepang das Nachtrennen auf dem Straßenkurs vom Ende des Feldes aus in Angriff nehmen.

Damit ergibt sich für den vierfachen Singapur-Sieger Lewis Hamilton eine gute Chance, im Kampf um Platz zwei Boden gutzumachen. Der Rekordweltmeister im Ferrari hat 22 Punkte Rückstand auf Russell.

Jubiläum für Verstappen

Jubiläum für Verstappen
Max Verstappen gewann zuletzt das Saisonrennen in Malaysia.
Foto: ©IMAGO / PsnewZ

Gut gelaunt geht Max Verstappen in sein Jubiläumsrennen. Der vierfache Weltmeister fuhr in Malaysia zu seinem ersten Saisonsieg und dem ersten Triumph, seitdem Red Bull Racing zusammen mit Ford die Motoren selbst entwickelt.

"Es war ein unglaubliches Gefühl, in Malaysia zu gewinnen, und für das Team ein Moment großen Stolzes, da es unser erster Sieg als Antriebshersteller war", erklärte der Niederländer. Bei seinem 250. Grand Prix hofft er auf eine ähnliche Leistung, bleibt aber vorsichtig.

"Ich glaube, der Sieg war stark von den Streckeneigenschaften abhängig; wir müssen also abwarten, wie wir uns in dieser Woche schlagen. Ich mag diese Strecke als Stadtkurs sehr, sie hat viele Kurven und ist ziemlich uneben", sagte Verstappen. Singapur ist allerdings eine der wenigen Strecken, auf der er noch nicht gewonnen hat.

"Für mich ist da also noch eine Rechnung offen."

Trotz Nachtrennen: Hitzewarnung ausgesprochen

In Singapur richtet die Formel 1 ein Nachtrennen aus. Dennoch liegen die Temperaturen auch zu dieser Zeit bei rund 30 Grad, außerdem herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Gravierende Auswirkungen wegen Smogs, der nach Bränden in Indonesien bis nach Singapur gezogen ist, dürfte es keine geben. Der Motorsport-Weltverband FIA hat dennoch eine Hitzewarnung ausgesprochen. Das erlaubt es den Teams, die Autos mit Kühlvorrichtungen auszustatten.

Wie Verstappen will auch Antonelli darauf nicht zurückgreifen. Der Mercedes-Pilot erinnerte in Singapur an das Versagen seines Pumpsystems beim Rennen in Austin im vergangenen Jahr. Damals sorgte ein Defekt der Kühlweste dafür, dass auf einmal 50 Grad heißes Wasser durch die Schläuche lief.

"Ich erlitt einen Hitzschlag nach der Einheit", erzählte Antonelli. "Seitdem trainiere ich lieber hart, um es nicht am Wochenende zu brauchen."

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