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Ceferin tritt erneut zur Wahl als UEFA-Präsident an

Der Slowene will seine vierte Amtszeit als UEFA-Präsident. Das ist aufgrund einer Änderung der Statuten möglich.

Ceferin tritt erneut zur Wahl als UEFA-Präsident an Foto: © IMAGO / Nicolo Campo

Aleksander Ceferin hat seine Pläne geändert und will bei der Wahl zum UEFA-Präsidenten 2027 erneut kandidieren.

Das kündigte der Slowene nach Informationen der "Sportschau" bei einem Treffen der 55 UEFA-Mitgliedsverbände in Berlin an. Beim Kongress am 22. April 2027 in Astana, Kasachstan, möchte sich Ceferin damit für eine weitere Amtszeit bis 2031 zur Wahl stellen.

Entscheidung revidiert

Noch vor zwei Jahren hatte der 58-Jährige einen anderen Plan verfolgt. Nach dem UEFA-Kongress 2024 in Paris sagte Ceferin: "Ich plane nicht, 2027 noch mal anzutreten." Inzwischen hat er diese Entscheidung offiziell revidiert.

Ein solcher Schritt hatte sich bereits seit Längerem angedeutet. Aus den europäischen Verbänden erhält Ceferin großen Zuspruch, zudem hat bislang kein anderer Funktionär öffentlich Interesse an seiner Nachfolge bekundet.

UEFA änderte 2024 ihre Statuten

Dass Ceferin überhaupt für eine weitere Amtszeit antreten kann, hängt mit einer umstrittenen Änderung der UEFA-Statuten zusammen. Diese wurde beim Kongress 2024 beschlossen.

Demnach wird Ceferins erste Amtsperiode von 2016 bis 2019, die er nach dem Rücktritt von Michel Platini antrat, nicht auf die Begrenzung von drei Amtszeiten angerechnet.

Sorgte für Kritik

Damit gilt seine Amtszeit von 2019 bis 2023 formal als erste und die laufende Periode von 2023 bis 2027 als zweite Amtszeit. Eine erneute Wahl würde somit rechtlich eine dritte Amtszeit im Sinne der Statuten bedeuten – und könnte bis 2031 dauern.

Die Statutenänderung hatte bereits 2024 für Kritik gesorgt. Kritiker vermuteten damals, dass sich Ceferin damit die Möglichkeit für eine weitere Amtszeit offenhalten wolle. Die UEFA begründete die Anpassung hingegen mit rechtlichen Gründen.

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