-
Verliert die Formel 1 ihr Gesicht?
Standpunkt -
Ist Max Verstappen der beste F1-Fahrer?
Standpunkt -
Formel 1: Nur noch ein Netflix-Produkt?
Standpunkt -
Die Hot Takes 2025 in der Formel 1
Formel 1 -
RB18! So reagieren Verstappen und Perez
Formel 1 -
Adrian Newey erklärt Änderungen am Red Bull
Formel 1 -
Red Bull Racing: Das ist der neue RB18!
Formel 1 -
Spektakulär! Max Verstappen "on ice" unterwegs
Formel 1 -
Red-Bull-Show in Zandvoort
Formel 1 -
Verstappen & Co.: Schnitzeljagd durch die Steiermark
Formel 1
NEWS
"Bin wirklich wütend": Ferrari-Boss stinksauer auf seine Piloten
Hamilton und Leclerc kamen sich einmal mehr ins Gehege. Vasseur ließ seinem Frust nach der aus eigenem Verschulden vergebenen Siegchance in Mexiko freien Lauf.
Während Jungspund Kimi Antonelli in Mexiko über den WM-Titel jubeln darf, herrscht bei Ferrari dicke Luft.
Einmal mehr kamen sich Polesetter Lewis Hamilton und der Quali-Dritte Charles Leclerc ins Gehege. In Runde eins kämpften beide um die Führung und kamen von der Strecke ab. Leclerc konnte seine Position halten, während Max Verstappen an Hamilton vorbeizog.
Vasseur: "Mangel an Respekt"
Das riskante Manöver kostete Ferrari letztlich wohl den Sieg. Teamchef Fred Vasseur war deswegen nach dem Rennen stinksauer.
"Ich tue mir wirklich schwer, das zu akzeptieren. Um ehrlich zu sein, denke ich, dass hier ein Mangel an Respekt herrscht. Ein Mangel Respekt gegenüber der Marke, ein Mangel an Respekt gegenüber all den Menschen, die hier arbeiten, und ein Mangel an Respekt gegenüber den Anstrengungen, die wir unternehmen", schimpft er.
Welcher seiner beiden Piloten an der Situation mehr Schuld trägt - Leclerc attackierte Hamilton in Kurve vier, woraufhin beide von der Strecke gerieten - wollte Vasseur nicht sagen: "Nein, ich habe niemanden ins Visier genommen, aber natürlich werde ich mit ihnen sprechen müssen."
"Fahren hier nicht zum Spaß"
Fakt sei, dass beide im Zweikampf von der Piste geraten seien. "Aber sie sollten halt im Hinterkopf behalten, dass wir eine Marke repräsentieren, wir repräsentieren Sponsoren, wir haben 2.000 Leute, die im Hintergrund arbeiten. Die Piloten fahren hier nicht zum Spaß und für sich selber Rennen, sie fahren für eine große Mannschaft. Ich bin wirklich wütend", stellte er unumwunden klar.
Redebedarf sieht indes auch Lewis Hamilton. "Ich denke, wir hatten heute das Tempo, um zu gewinnen, aber es sollte nicht sein. Wir werden das intern besprechen und herausfinden, was wir hinter den Kulissen verbessern können. Ich denke, wir müssen definitiv einige ernsthafte Gespräche führen."
Durch den Vorfall habe man Verstappen den Sieg "im Grunde geschenkt. Danach musste er nur noch vor uns bleiben, und das hat er gut gemacht".
Kleine Entscheidung, große Auswirkung
Hamilton stimmte in den Tenor von Vasseur mit ein und meinte: "Ich denke, das Wichtigste, woran man sich erinnern muss, und vielleicht kommt das auch mit dem Alter, ist, dass jede Entscheidung, die du im Auto triffst, alle Menschen betrifft, die im Hintergrund für das gesamte Team arbeiten."
Schließlich gehöre es "zum Job und zu unserem Vertrag, dass wir als Team zusammenarbeiten. Das hätten wir heute problemlos tun können".
Hamilton fordert eindringlich eine Lösung
Er ließ auch durchklingen, dass die Gespräche nicht nur notwendig, sondern sogar unabdingbar seien. Die Lage werde sich nicht von alleine lösen.
"Es wird so weitergehen, solange keine Maßnahmen ergriffen werden und es kein wirklich tiefgehendes, ernsthaftes Gespräch gibt. Das muss passieren, damit sich so etwas künftig nicht wiederholt", zeigt er jedenfalls Bereitschaft, die Sache verbindlich zu klären.
Das bringt erneut das Thema einer schriftlichen Regelung im Umgang mit teaminternen Zweikämpfen aufs Tableau. "Wir haben keine Regeln für den Umgang miteinander. Ob das auf Charles' Seite etwas geändert hätte, weiß ich nicht. Das müssen wir herausfinden. Aber etwas muss sich definitiv ändern", sagte Hamilton.
Insofern sind sich der Brite und Teamkollege Leclerc einig. Auch der Monegasse sagte, man werde "natürlich darüber sprechen".