Schumacher-Zustand bleibt weiter rätselhaft

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Der 29. Dezember 2013 erschütterte die Sportwelt.

Der Rekordweltmeister der Formel 1, Michael Schumacher, verunglückt beim Skifahren. Oberhalb von Meribel in den französischen Alpen kam er zu Fall. Schumacher war nur wenige Meter neben der markierten Piste gegen einen Felsen geprallt.

Er verlor die Kontrolle und schlug beim Sturz mit dem Kopf auf einen weiteren Felsen. Der Helm, den Schumacher trug, brach. Die Kopf-Verletzungen, die Schumacher sich bei dem Aufprall trotz des Helmes zugezogen hatte, waren jedoch so gravierend, dass er notoperiert werden musste. Er schwebte in Lebensgefahr.

Im September 2014 kehrt Schumacher in seine Schweizer Wahlheimat zurück und befindet sich seitdem, streng abgeschirmt von der Öffentlichkeit, auf Rehabilitation.

Die Anteilnahme am Schicksal des ehemaligen Formel-1-Piloten in den sozialen Netzwerken ist immer noch groß. Der genaue Zustand von Schumacher gibt der Öffentlichkeit aber weiterhin Rätsel auf. Nur engste Vertraute wissen, wie es ihm geht.

Soziale Medien als wirksames Instrument

Das Management von Michael Schumacher hat mit seinen Aktivitäten in den sozialen Medien dem deutschen Kommunikationsexperten Stephan Weichert zufolge ein wirksames Instrument zur Teilhabe am Schicksal des Formel-1-Rekordweltmeisters geschaffen.

"Keep Fighting" etwa ist eine von der Rennsportikone inspirierte Initiative, über die sich Follower Mut machen können. Über die Hashtags #TeamMichael und #KeepFighting drücken Fans auch ihr Mitgefühl mit Schumacher aus.

"Solche Mitleidsbekundungen über soziale Medien ermöglichen eine Art von Anteilnahme oder einen Ausdruck von Trauer und Mitleid mit dem Opfer. Das ist erstmal keine schlechte Sache, obwohl es relativ oberflächlich ist", sagte Weichert, der an der Hamburg Media School Journalistik und Kommunikationswissenschaft lehrt, der "Deutschen Presse-Agentur".

"Kann Unbehagen erzeugen"

"Dieser Vergemeinschaftungsprozess, der da vor sich geht, sich nochmal als Fangemeinde von Michael Schumacher miteinander verbunden zu fühlen, ist eine gesellschaftlich interessante und relativ neue Sache, die bei Twitter, Facebook oder Instagram auch erst seit einigen Jahren so möglich ist. Das ist eine Art von Verarbeitung, weil es sonst keine andere Art gibt, sich zu informieren oder zu spekulieren", so Weichert.

Dass keine Informationen zum Zustand Schumachers publik werden, kann Weichert zufolge auch Unbehagen erzeugen. "Man sorgt sich um diesen Nationalhelden, mit dem sich viele identifizieren konnten. Die Frage nach seinem Zustand ist ein ungeklärtes Thema", erläuterte er. "Wenn es solange anhält, macht es aus Mediennutzersicht auch unzufrieden."


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