Auch Koller ist nicht in Topform

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Auch Koller präsentiert sich nicht in Bestform

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Bei den Stammtisch-Teamchefs ist David Alaba und dessen optimale Position in der ÖFB-Aufstellung weiter in aller Munde. Linksverteidiger oder Spielmacher? Mittelfeld oder Abwehr? Weltklasse oder Regisseur-Lehrling?

Den 24-jährigen Bayern-München-Star in der heimischen Viererkette zu verstecken, halte ich als Perlen vor die Säue werfen. Alaba hat im Teamdress oft genug bewiesen, dass er zentraler Antreiber, Ideengeber und Motor des österreichischen Spiels sein kann. Alaba ist hierzulande im Mittelfeld definitiv besser aufgehoben als auf der linken Abwehrseite. Dass der Wiener oft zu viel will, ein Spiel im Alleingang drehen möchte und schon wesentlich besser in Form war, ist eine andere Geschichte.

Einige ÖFB-Leistungsträger (Dragovic, Junuzovic, Janko) laufen aktuell ihrer Bestform hinterher. Auch der Teamchef. Marcel Koller hat seine Truppe taktisch schon weit besser eingestellt als zuletzt in Belgrad gegen Serbien.

Wie der Schweizer "humpelte" die ÖFB-Auswahl etwas unsicher durch die beiden WM-Quali-Partien. Phasenweise dominierte Österreich die Partien, zeigte große Moral, indem die Mannschaft vier von fünf Mal einen Rückstand wettmachte und dennoch bleibt am Ende nur ein Punkt aus den zwei wichtigen Quali-Spielen.

Die Selbstverständlichkeit im Spiel des Nationalteams, Homogenität und Kompaktheit im Defensiv-Verhalten, ist augenscheinlich verloren gegangen. Der Gegner Serbien ist eindeutig falsch eingeschätzt worden. In Belgrad mit Hurra-Fußball zu beginnen, musste ins Auge gehen. Die Szene vor dem schnellen 0:1 schockte die Beobachter.

Wo bitte war da Österreichs Defensive? Aus einer gesicherten Abwehr heraus zu spielen, wäre in Belgrad nur logisch und definitiv die bessere Lösung gewesen. Dass von Serbiens Angreifern Tadic und Kostic viel Gefahr ausgehen wird, war allen bekannt.

Marcel Kollers Motto für das Spiel - "frech und mutig sein" - ist von seinen Stammspielern wohl falsch interpretiert worden beziehungsweise ist auch von Koller selbst zu wenig beherzigt worden. Denn die eine oder andere Adaptierung in der Startelf hätte der Mannschaft drei Tage nach dem 2:2 gegen Wales sicher ganz gut getan und auch geholfen.

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