Gefeierte - und ein stiller Held

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Hirscher, Thiem und "Juno" lassen uns jubeln

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Ein Sport-Wochenende der Superlative liegt hinter uns. Dabei sorgten auch zwei heimische Top-Stars für positive Schlagzeilen.

Marcel Hirscher demonstriert mit seinem Doppelsieg in Kranjska Gora seine Ausnahmestellung auf den Ski-Pisten dieser Welt. Der fünfte Gesamt-Weltcupsieg in Serie versüßt mit Riesentorlauf-Kristall hievt den 27-Jährigen in eine neue Dimension. Hut ab vor den Leistungen des Salzburgers und wozu er in der Lage ist, wenn er befreit – ohne Druck für den Gesamt-Weltcup zu punkten – drauf los fahren kann, zeigte Hirscher am Sonntag mit seiner Slalom-Demonstration.

Nicht minder großartig mit einer Druck-Situation umzugehen weiß auch Dominic Thiem. Der 22-Jährige entschied den Davis Cup in Portugal mit drei Siegen im Alleingang für Österreich. Der Niederösterreicher ist seit heute die Nummer 13 der Welt. Die Tendenz ist steigend, seine Entwicklung beeindruckend.

Nicht nur sportlich, sondern auch menschlich landete am Wochenende ein ÖFB-Teamspieler einen Volltreffer. Zlatko Junuzovic, Legionär in Diensten von Werder Bremen, gestand im Anschluss an das 4:1 seiner Bremer gegen Hannover, dass er sich gegen Ende der Partie absichtlich die fünfte Gelbe Karte (= ein Spiel Sperre) abgeholt habe, um am Wochenende gegen Spitzenreiter Bayern seine Strafe absitzen zu können.

In Deutschland wollen sie dem Kärntner ob dessen Ehrlichkeit nun einen Strick drehen. Werder-Trainer Skripnik ist stinksauer und das Sportgericht ermittelt.

Ohne Worte! Und vielleicht auch bezeichnend für das aktuelle Sittenbild im Fußball, wo geschickte Falschspieler ("Schwalben-Könige", Zeitschinder oder "Hand Gottes") oft genug "belohnt" werden, täuschen und tarnen an der Tagesordnung steht und kleine Gaunereien als Kavaliersdelikte abgetan werden. Wie wohltuend ist da eine ehrliche Ansage eines Spielers wie Junuzovic nach einem Spiel. Diese Offenheit auch noch zu bestrafen, wäre ein fatales Signal. Würde aber angesichts der sonstigen Gaunereien im Weltfußball gut ins Bild passen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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