Ruttensteiner: "Gefährlich und bedrohlich"

Ruttensteiner: Foto: © GEPA
 

Die aktuellen Kriegszustände in Israel nach den Raketenabschüssen der Hamas sorgen schon seit einigen Tagen für weltweite Schlagzeilen. Mittendrin ist der in der Nähe von Tel Aviv lebende Israel-Teamchef Willi Ruttensteiner.

"Die Pandemie ist hier besiegt, nun eskaliert sofort die nächste Krise - das ist fürchterlich“, erzählt Ruttensteiner in der „Krone“: "Meine Frau und meine Töchter machen sich verständlich große Sorgen."

Sirenen und die Warn-Handy-App können jederzeit einen Raketenabschuss der Hamas melden.

"In der Nacht auf Sonntag hat es mich zum Beispiel um 0:10 Uhr aus dem Schlaf gerissen, dann hetzt du voller Adrenalin in den Schutzraum der Etage, sitzt dort zwischen Fahrrädern, Sesseln, Bänken und Matratzen mit anderen Menschen zusammen. Kinder schauen dich mit großen Augen an. Das ist für mich mental sehr schwierig. Ich nehme das als bedrohlich und gefährlich wahr."

Zum Glück blieb Ruttensteiner von einem unmittelbaren Einschlag noch verschont. "Aber in der Nähe des Verbandssitzes ist ein Mann in seiner Wohnung gestorben", so Ruttensteiner, der aktuell im Homeoffice arbeitet und nur zum joggen "ein wenig" rausgeht, dabei aber immer in der Nähe des Hauses bleibt.

Der Österreicher bereitet sich mit Video-Analysen auf die Testspiele Anfang Juni daheim gegen Montenegro und Portugal vor. Ansonsten bleibt ihm nur, auf einen baldigen Waffenstillstand zu hoffen.

"So schlimm war es noch nie seit meinem Umzug. Da hat Israel die Pandemie dank fantastischer Impfleistung besiegt, herrschte Euphorie. Ich habe das beim Fußballspiel zwischen Maccabi Tel Aviv und Maccabi Haifa im mit fast 30.000 Fans ausverkauften Bloomfield-Stadion erlebt. Es war eine tolle Atmosphäre, auf die wir lange gewartet haben. Und dann folgt die nächste Krise. Das ist fürchterlich. Ich wünsche mir nur eines: Frieden!"

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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