Meisterweg in EL, Verbandskoeffizient fällt weg

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Das UEFA Exekutivkomitee bringt zahlreiche Änderungen ab 2018.

Zukünftig wird sichergestellt, dass nationale Meister, die in der CL-Quali ausscheiden, auf jeden Fall noch eine zweite Chance in der EL, im neu eingeführten Meisterweg bekommen.

Österreich hätte davon in der Vergangenheit profitiert: 2008/09 blamierte sich Rapid gegen Famagusta (CYP), 2012/13 setzte RB Salzburg gegen Düdelingen (LUX) noch einen drauf.

Zudem wird der Klubkoeffizient künftig ohne Verbandskoeffizienten berechnet.

Topnationen mit vier Fixstartern

Da ab der Saison 2018/19 die vier Topnationen des UEFA-Nationenrankings, also aktuell Spanien, England, Deutschland und Italien, fix mit vier Teams in der 32 Teams umfassenden Gruppenphase vertreten sind, wird der Weg dorthin für andere Clubs enger.

Für nationale Meister gab es aber auch positive Nachrichten, da sämtliche in der Champions-League-Qualifikation ausgeschiedenen Champions in der Qualifikation zur Europa League eine neue Chance erhalten. Dafür wird dort ein eigener "Meisterweg" geschaffen.

Bisher hatte man nämlich in die dritte Quali-Runde vorstoßen müssen, um im Falle des Ausscheidens in den zweitwichtigsten Europacup-Bewerb umsteigen zu können.

Verbandskoeffizient wird abgeschafft

Die Zahl entscheidet, wo die Klubs bei den Europapokalwettbewerben gesetzt sind. Bisher basierte sie auf den Ergebnissen der Vereine in den letzten fünf Jahren in der Champions oder Europa League. 20 Prozent machte zudem der Verbandskoeffizient aus dieser Periode aus.

Dieser fällt nun weg.

Begründung: Topligen sollen nicht mehr bevorzugt sowie starke Einzelkämpfer aus schwachen Ligen nicht mehr bestraft werden.

Der Koeffizient für den finanziellen Verteilungsschlüssel wird die letzten zehn Jahre abdecken und im Gegensatz zum Klubkoeffizienten auch Bonustitel für bisher gewonnene Titel miteinberechnen.

Titelgewinne in den letzten fünf Jahren bringen demnach zwölf Bonuspunkte in der CL und fünf in der EL. Ab 92/93 8 (CL), 2 (EL) bzw. 2 (Cup der Cupsieger). Davor errungene Triumphe bringen immerhin noch 4 (CL) bzw. einen (EL, CdC) Bonuspunkte.

Auf Vorschlag von UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin wird es ab 2018 zudem eine zusätzliche Quersubventionierung in Höhe von 50 Millionen Euro aus der Champions League an die Europa League geben. Zudem werden zusätzliche zehn Millionen Euro aus der Königsklasse für Solidaritätszahlungen an in den Qualirunden ausgeschiedenen Vereinen verwendet.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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