Klub-WM: Infantino stößt auf Widerstand

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Der FIFA-Rat tagt in dieser Woche in Ruandas Hauptstadt Kigali. Einmal mehr im Fokus: FIFA-Boss Gianni Infantino, der die Werbetrommel für seine Reformpläne der Klub-WM und einer neuen Global Nations League rührt.

Laut übereinstimmenden Medienberichten soll die Vereins-Weltmeisterschaft weiterhin jährlich stattfinden, aber von Dezember in den Sommer rücken. Außerdem soll sie auf mehr Teams als bisher sieben ausgeweitet werden. Der ursprüngliche Plan sah eine Klub-WM mit 24 Teilnehmern im Sommer alle vier Jahre vor.

Keine Unterstützung darf sich Infantino aus Europa erwarten. Sowohl die Topligen als auch die UEFA selbst haben bereits ihren Widerstand gegen die Pläne kundgetan. Auch mit seiner Idee einer weltweiten Nations League stößt er in Europa auf wenig Begeisterung.

"Wir brauchen jetzt eine klare Entscheidung, dass den zuständigen FIFA-Gremien alle Informationen offengelegt und die Beratungen im Hinterzimmer beendet werden", erklärt Deutschlands Verbandspräsident Reinhard Grindel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Wirbel um angekündigtes Investment

Bisher unbekannte Geldgeber hatten mit einem versprochenen Investment in Höhe von insgesamt 25 Milliarden US-Dollar für Wirbel gesorgt. Das Angebot soll für die Global Nations League und die neue Klub-WM gelten und ab 2021 zwölf Jahre abdecken.

Medienberichten zufolge soll unter anderem der japanische Telekommunikationskonzern Softbank dahinter stecken. Die FIFA machte dazu bisher keine Angaben.

Infantino strebt im kommenden Jahr seine Wiederwahl als FIFA-Präsident an. Der Schweizer, der 2016 erstmals in sein Amt gewählt worden war, hat den Mitgliederverbänden signifikant höhere Ausgaben für die weltweite Entwicklung des Fußballs versprochen - gesicherte Einnahmen in Milliarden-Höhe aus neuen Bewerben kämen ihm da gerade recht.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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