ÖFB-U21: Wie ist Luka Jovic zu stoppen?

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„Er ist der Top-Spieler der EM“, sagt Werner Gregoritsch.

Tatsächlich gibt es bei der hochkarätig besetzten U21-EM in Italien und San Marino wohl keinen international bekannteren Spieler als Luka Jovic.

Mindestens 60 Millionen Euro kassiert Eintracht Frankfurt in diesem Sommer von Real Madrid. Bei den „Königlichen“ soll der Serbe künftig für wichtige Tore sorgen.

„Er spielt bei der U21, weil er mit dem Team auch in der Qualifikation gespielt hat. Das zeigt, was er für ein Herz hat und ist sensationell. Wenn er spielt, ziehe ich alles, was ich habe, vor ihm“, sagte Gregoritsch vor der offiziellen Kaderbekanntgabe.

Am Tag vor dem EM-Auftakt des ÖFB gegen Serbien (Mo., 18:30 Uhr) bekräftigt der Steirer nochmal: „Mir imponiert, dass er spielt. Das zeigt, dass diese Mannschaft sehr zusammengewachsen ist.“

Keine Ehrfrucht

Mit 27 Toren in 48 Pflichtspielen hat der Shootingstar der vergangenen Saison Eindruck hinterlassen, keine Frage. „Er hat eine extreme Qualität, ist extrem robust, versucht immer, sofort abzuschließen“, sagt Christoph Baumgartner.

„Wenn du siehst, was der in dem Alter, in dem ich jetzt bin, schon alles erreicht hat, wie er die deutsche Bundesliga zerrissen hat - da kann man ihn schon als gutes Vorbild nehmen“, schwärmt Sasa Kalajdzic.

Vor Ehrfurcht erstarren werden die ÖFB-Youngster angesichts des Duells mit Jovic aber nicht. „Beim 0:0 in der Quali hat er auch kein Tor gemacht. Wir haben also schon mal bewiesen, dass wir ihn stoppen können“, erinnert sich Xaver Schlager.

"Jeder Spieler ist irgendwie zu stoppen, aber ganz aus dem Spiel nehmen kann man ihn nicht"

Marco Friedl

Beim 3:1-Sieg im ersten Quali-Duell traf Jovic zwar, allerdings „nur“ vom Elferpunkt. Dass der Goalgetter stets Gefahr ausstrahlt, ist Marco Friedl bewusst: „Jeder Spieler ist irgendwie zu stoppen, aber ganz aus dem Spiel nehmen kann man ihn nicht.“

Schlager gibt folgendes Rezept aus: „Natürlich ist ein Spieler mit so einer Qualität schwierig zu verteidigen, wir dürfen ihm keine Chance geben, keinen Raum, keine Zeit. Wir können das aber im Verbund gut lösen.“

Außerdem will sich bei der ÖFB-U21 niemand nur auf Jovic fokussieren. Kapitän Philipp Lienhart erklärt: „Jovic ist sehr gefährlich, aber wir müssen auch auf andere Spieler richtig aufpassen. Wir müssen hinten kompakt stehen.“

Fokus auf die Kollegen

So sieht es auch Friedl: „Wir wissen, dass er auch seine Mitspieler braucht, um erfolgreich zu sein. Wir wissen, wie wir gegen sie zu verteidigen haben, kennen sie ja schon aus der Quali.“

Auch Gregoritsch ist bemüht, den Fokus auf die gesamte serbische Mannschaft zu lenken: „Wir respektieren die gesamte Mannschaft, konzentrieren uns nicht nur auf einen einzelnen Spieler.“

Die Qualitäten der Serben beschreibt der Coach so: „Sie haben sehr wenige Tore kassiert, haben ihre Chancen vorne gut genutzt und sind bei Standards stark.“

Der Steirer sieht seine Truppe zum Start jedenfalls in der Außenseiterrolle: „Für mich ist Serbien ein Geheimfavorit auf den Titel. Sie haben die meisten A-Teamspieler zur Verfügung, das zeigt die hohe Qualität der Mannschaft.“

Jovic hin oder her. Das ÖFB-Team ist bekanntlich nicht zum Urlaub in Italien. „Von der Statistik her sind wir gegen jeden Gegner Außenseiter. Die Mannschaft will das widerlegen, Österreich gut vertreten“, sagt Gregoritsch.

Textquelle: © LAOLA1.at

Xaver Schlagers Akkus sind noch nicht leer

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