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Teilweise "komplett dominiert": U21 hadert mit Schiri und Chancen

Die EM-Chancen sind für Österreichs U21 nach dem Remis gegen Dänemark krass gesunken. Wo es Verbesserungsbedarf gibt und was die ÖFB-Kicker zum Schiedsrichter sagen:

Teilweise "komplett dominiert": U21 hadert mit Schiri und Chancen Foto: © GEPA

Ein bitterer Freitagabend für das ÖFB-U21-Nationalteam.

Das Perchtold-Team muss sich daheim gegen Dänemark mit einem 1:1 begnügen. Dabei waren die Österreicher über weite Strecken gefährlicher. Am Ende stehen 16 zu fünf Schüsse. Die ÖFB-Auswahl brachte acht Abschlüsse aufs Tor, Dänemark nur zwei.

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Damit verringern sich die ÖFB-Chancen auf eine Teilnahme an der U21-EM in Serbien und Albanien drastisch. Drei Punkte liegt man mit einer deutlich schlechteren Tordifferenz hinter den zweitplatzierten Dänen.

"Die bessere Mannschaft"

"Wir waren heute die bessere Mannschaft, haben aber leider nicht mehr Tore als der Gegner erzielt", resümiert Jannik Schuster nüchtern. Der Brentford-Verteidiger lief bei der U21 erstmals von Beginn an mit der Kapitänsbinde auf.

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U21-Debütant Luca Weinhandl spricht von einer "großen Enttäuschung". Immerhin sei man besser als der Gegner gewesen. "Wir hätten uns den Sieg verdient."

Einige gute Gelegenheiten fand Rot-Weiß-Rot schon vor der Pause vor. Allen voran durch Jacob-Peter Hödl und Furkan Dursun. Im Verlauf der zweiten Hälfte gelang dann sogar eine Steigerung. "Zweite Halbzeit haben wir komplett dominiert", sagte Linksverteidiger David Puczka.

Trotzdem fing man sich in der 49. Minute das 0:1.

Lag es am Schiedsrichter?

Bitter aus ÖFB-Sicht: Kurz vor dem Gegentor eroberte Valdemar Byskov den Ball von Valentin Zabransky in der gegnerischen Hälfte. Dabei ging der Däne mit dem Arm voran und fädelte auch noch mit dem Fuß ein.

Auch die Linie von Schiedsrichter Snir Levi war über weite Strecken nicht klar. Das sorgte bei den 2.500 Fans vor Ort immer wieder für Empörung.

Wir können nicht dem Schiri die Schuld geben, sondern uns selbst.

Luca Weinhandl

Eigentlich wollte Linksverteidiger David Puczka zur Leistung des Unparteiischen "nicht allzu viel sagen." Aber: "Jeder weiß, was passiert ist. Jeder hat es gesehen."

Einen VAR, den es nicht gab, hätte sich der Genoa-Legionär in dieser Partie durchaus gewünscht.

"Es gab schon einige Entscheidungen, die fraglich waren. Aber er hat allgemein ein paar Situationen falsch eingeschätzt. Aber ich finde, wir können nicht dem Schiri die Schuld geben, sondern uns selbst, dass wir die Chancen nicht genutzt haben", betont Weinhandl.

Ansonsten gab es, so der Sturm-Youngster, wenig, das nicht gepasst hätte. "Wir haben richtig gut gespielt."

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Foto: ©GEPA

In den 20 Minuten nach dem Gegentor drängte Österreich auf den Ausgleich, der schließlich auch gelang. Debütant Weinhandl zog aus der zweiten Reihe ab, Joker Erik Kojzek fälschte noch entscheidend mit der Ferse ab (69.).

Bis zum Schluss war - in einer mit fortlaufender Dauer immer wilder werdenden Partie - das 2:1 für die Perchtold-Elf drin. Doch es gelang nicht mehr. Auch nicht durch den Freistoß von Puczka in der letzten Minute.

Was schwirrt einem in so einer Situation im Kopf herum? "Ich dachte mir: Den muss ich jetzt reinhauen. Weil sonst wird es schwerer. Aber leider: Man kann es sich nicht wünschen, so wie es sein soll."

"Irgendwie ist es rechnerisch möglich"

Und weil es nicht so gelaufen ist, wie es sich viele österreichische Fans gewünscht hätten, hat man die EM-Quali nicht mehr in der eigenen Hand.

Im Gegenteil: Das U21-Team müsste im letzten Qualispiel gegen Wales hoch gewinnen, um noch auf Rang zwei zu springen. Gleichzeitig wäre eine deutliche Niederlage von Dänemark gegen Belgien, aktuell auf Rang zwei, vonnöten.

Selbst dann müsste die Perchtold-Truppe ins Playoff, wo acht Teams die verbleibenden vier Tickets ausspielen.

Deshalb will die Mannschaft in Wales auch noch einmal alles hineinwerfen. "Irgendwie ist es rechnerisch möglich. Wir wollen das Spiel am Dienstag gewinnen", so Schuster. Weinhandl meint: "Wir machen unsere Aufgabe – und dann schauen wir, wo wir stehen."

Versprechen für die Zukunft

Der aktuelle Stand des U21-Nationalteams ist trotz der unwahrscheinlichen EM-Quali jedenfalls ein guter.

Das zeigte allein die Leistung gegen Dänemark. Zwar ist das Ergebnis das gleiche wie im Hinspiel im März. Was die Leistung angeht, ist ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen, war man in Dänemark nämlich noch die klar schwächere Mannschaft.

Schuster stellt dennoch eine positive Zukunft in Aussicht: "Jeder Spieler hat eine Entwicklung hinter sich im letzten Jahr. Wir haben auch eine richtig gute Mannschaft zurzeit. Heute wäre auch mehr drin gewesen. Auch spielerisch eine bisschen bessere Leistung wäre drin gewesen. Das ist uns heute nicht geglückt – aber für die nächsten Jahre schaut es recht gut aus."

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