Gregoritsch: Noch Hoffnung auf Lazaro

Gregoritsch: Noch Hoffnung auf Lazaro Foto: © GEPA
 

„Wir haben eine gute Mannschaft zusammengebracht“, stellt Werner Gregoritsch fest. Der U21-Teamchef hat seinen erweiterten Kader für die EURO 2019 in Italien präsentiert. Hier geht's zum Kader >>>

27 Spieler stehen aktuell auf der Liste, am 6. Juni wird der Coach sein endgültiges Aufgebot präsentieren, vier Namen müssen noch gestrichen werden.

Es besteht aber die Möglichkeit, dass noch ein Kicker zum Team stößt, der aktuell gar nicht auf der Liste steht, nämlich Valentino Lazaro. Die Hoffnung auf eine EM-Teilnahme des Deutschland-Legionärs lebt noch.

Lazaros Möglichkeiten

Gregoritsch berichtet: „Die Gespräche sind noch offen. Er ist in den USA. Wir müssen noch mit ihm und seinem Verein sprechen. Er hat eine lange Saison gehabt, eine hohe Belastung, wir überlassen das ihm. Und es kommt natürlich auch auf den Verein an. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.“

Es ist angedacht, dass Lazaro eventuell nach seinen Auftritten im A-Team vier Tage frei bekommt und dann erst zur U21 einrückt. Die Entscheidung liege beim Spieler, betont Gregoritsch.

Absagen von Wöber und Laimer

Mit Stefan Posch, Philipp Lienhart und Xaver Schlager kommen jedenfalls drei Spieler aus Fodas EM-Quali-Truppe nach den Duellen mit Slowenien und Nordmazedonien zur U21. „Dieses Trio ist sehr wichtig für uns. Die Zusammenarbeit mit Franco Foda ist, trotz der schwierigen Situation im A-Team, total okay“, erklärt Gregoritsch, der sich zudem über Hannes Wolf freuen darf, den Foda auch gerne im Kader gehabt hätte.

Kalajdzic hat überzeugt
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Nicht geschafft hat es Max Wöber. Der Sevilla-Legionär ist verletzt, wird nicht rechtzeitig fit. „Es ist traurig, dass er verletzt ist – er ist der Kapitän der Mannschaft, der Häuptling. Wenn er schon 14 Tage weiter wäre, wäre es sich vielleicht ausgegangen“, sagt der Coach.

Und auch Konrad Laimer kann in Italien nicht mit von der Partie sein. Sein Klub RB Leipzig hat sich dagegen ausgesprochen, dass der Blondschopf zunächst die EM-Quali und dann die U21-Endrunde spielt. „Er könnte uns sehr helfen, klar. Aber er hat das Pokal-Finale mit Leipzig gespielt, ist im A-Team dabei. Mit solchen Gegebenheiten muss man sich abfinden“, nimmt es Gregoritsch gelassen.

Die zwei Debütanten

Mit Austrias Alexandar Borkovic und Sturms Michael John Lema haben es zwei Youngster in den erweiterten Kader geschafft, die in der U21 bisher noch nicht mit von der Partie waren.

„Von Borkovic halte ich sehr viel, er ist ruhig, verlässlich und hat einen guten linken Fuß. Ich habe ihn ja schon einmal dazuholen wollen, aber da war er verletzt. Lema kenne ich schon lange, für ihn hat gesprochen, dass wir auf den Außenpositionen nicht so gut besetzt sind. Die beiden müssen nun zeigen, ob sie schon reif sind“, erklärt der Steirer.

Nein zu Prokop und Jakupovic

"Auf Prokops Position im Zentrum habe ich viele Spieler, ich habe mich für andere entschieden"

Im Zentrum tummeln sich indes zahlreiche Hochkaräter. Dominik Prokop ist diesem Überangebot zum Opfer gefallen. „Auf seiner Position im Zentrum habe ich viele Spieler, ich habe mich für andere entschieden“, sagt der U21-Teamchef.

Grundsätzlich habe er sich „für Spieler entschieden, die aktuell eine gute Form haben“. Dieses Problem hat auch der zweite prominente Abwesende, Arnel Jakupovic.

„Jakupovic hatte vor seinem Wechsel zu Sturm überhaupt keine Spielpraxis. Im Frühjahr hatte er nicht die Form, die ich mir vorstelle. Eigentlich habe ich ein Überangebot an Stürmern. Kvasina spielt in der Bundesliga ständig, Grbic hat uns in den letzten Spielen sehr geholfen, Kalajdzic war im Frühjahr ganz stark. Ich habe mich für sie entschieden, weil sie besser in Form sind als Jakupovic“, begründet Gregoritsch.

Taferner nicht verheizen

Aufgefallen ist dem 61-Jährigen auch Matthäus Taferner von Bundesliga-Absteiger FC Wacker. „Er war kurz schon ein Thema, aber er ist erst 18 Jahre alt, man sollte Spieler nicht zu früh verheizen. Er wird in Zukunft sicher seine Chance bekommen, wenn er so weiterspielt“, sagt der Trainer. Hinzu komme eben das schon erwähnte Überangebot im Zentrum.

Die Vorfreude auf das Turnier ist jedenfalls riesig. „Man merkt, dass sich die Spieler schon sehr auf das Turnier freuen. In der Whatsapp-Gruppe rennt der Schmäh“, berichtet Gregoritsch.

Der Kader:

Tor: Johannes Kreidl (Ried), Patrick Pentz (Austria), Alexander Schlager (LASK)

Abwehr: Alexandar Borkovic (Austria), Kevin Danso (Augsburg), Marco Friedl (Werder Bremen), Petar Gluhakovic (Austria), Sandro Ingolitsch (St. Pölten), Emir Karic (Altach), Philipp Lienhart (Freiburg), Dario Maresic (Sturm), Stefan Posch (Hoffenheim), Maximilian Ullmann (LASK)

Mittelfeld: Husein Balic (St. Pölten), Christoph Baumgartner (Hoffenheim), Mathias Honsak (Kiel), Sascha Horvath (FC Wacker), Michael John Lema (Sturm), Ivan Ljubic (Sturm), Dejan Ljubicic (Rapid), Sandi Lovric (Sturm), Xaver Schlager (Salzburg), Hannes Wolf (Salzburg)

Sturm: Adrian Grbic (Altach), Sasa Kalajdzic (Admira), Marko Kvasina (Mattersburg), Patrick Schmidt (Admira)

Auf Abruf:

Fabian Ehmann (Kapfenberg), Paul Gartler (Rapid); Emanuel Aiwu (Admira), David Cancola (Hartberg), Manuel Haas (St. Pölten), Arnel Jakupovic (Sturm), Stefan Peric (FC Wacker), Dominik Prokop (Austria), Wilhelm Vorsager (Admira)

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