Pröll bestätigt: ÖFB steht "felsenfest" hinter UEFA-Linie
Der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende nutzte den Supercup, um sich intensiv mit UEFA-Präsident Aleksander Čeferin auszutauschen. Im schwelenden Machtkampf mit der FIFA hält der europäische Verband zusammen.
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Mit der Austragung des UEFA Super Cups waren am Mittwochabend die Augen der europäischen Fußballfans auf Österreich gerichtet.
Beim prestigeträchtigen Aufeinandertreffen zwischen Champions-League- und Europa-League-Sieger war auch UEFA-Präsident Aleksander Čeferin vor Ort. Mit ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll und weiteren internationalen Vertreter*innen fand ein intensiver Austausch statt.
Im Zentrum der Gespräche standen neben der weiteren Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Fußballfamilie die politischen Entwicklungen auf FIFA-Ebene.
"Starkes Signal der Verantwortung und des Zusammenhalts"
In einer Stellungnahme hat der ÖFB tags darauf klare Haltung bezogen und sich offiziell hinter die oppositionelle Linie der UEFA gestellt. "Der ÖFB steht vollinhaltlich und felsenfest hinter der Linie der UEFA. Der ÖFB war ein integrativer und aktiver Teil der Gespräche sowie der Beschlussfassung der 55 Mitgliedsverbände. Das geschlossene Vorgehen der europäischen Verbände sendet ein starkes Signal der Verantwortung und des Zusammenhalts", heißt es in der Stellungnahme.
Gleichzeitig ist es für den ÖFB von zentraler Bedeutung, dass die vorgesehenen internen Entscheidungswege konsequent eingehalten und die zuständigen Gremien ordnungsgemäß eingebunden werden. "Im ÖFB werden Wahlentscheidungen im Aufsichtsrat diskutiert und final genehmigt. Dieser wird das Thema in seiner nächsten Sitzung vor dem Hintergrund der Vorfälle und der sich stark geänderten Rahmenbedingungen intensiv behandeln und die Vorgehensweise festlegen. Gerade die letzten Wochen haben gezeigt, wie wichtig es ist, Abläufe verantwortungsvoll einzuhalten, alle Stakeholder ordnungsgemäß einzubinden und so die Kräfte zu bündeln“, so Pröll.
Die sechs arabischen Verbände Katar, Marokko, Ägypten, Libanon, Sudan und Mauretanien sagten am Donnerstag FIFA-Präsident Gianni Infantino offiziell ihre Unterstützung zu (zum Nachlesen >>>).