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Kritik an Sanierungsplänen für Happel-Oval brandet auf

Die Lösung der Stadt Wien, einen Totalunternehmer für die Sanierung des Happel-Stadions zu finden, geriet zuletzt stark in die Kritik.

Kritik an Sanierungsplänen für Happel-Oval brandet auf Foto: © GEPA

Nach der von der Stadt Wien durchgeführten Bausubstanzanalyse am in die Jahre gekommenen Ernst-Happel-Stadion scheint ein Neubau seit Längerem wohl endgültig vom Tisch.

Seither befassen sich die Verantwortlichen mit einer Grundsanierung des altehrwürdigen Ovals, samt Errichtung eines mobilen Dachs, das eine ganzjährige Nutzung für diverse Veranstaltungen ermöglichen würde. Laut dem "Standard", wurden 101 Millionen Euro, davon die Hälfte für die Installation des Dachs, vom Gemeinderat im vergangenen November zugesichert. 

Die Vergabe des Bauprojekts an einen Totalunternehmer, der Planung und Durchführung übernehmen soll, stößt nun jedoch auf Kritik seitens der Architektenkammer, die eine Trennung von Planung und Bau favorisiert und vermeidbare Kosten sieht.

Architektenkammer vor Gericht abgeblitzt 

"Mit einem Totalunternehmer nimmt die Stadt ohne Not höhere Kosten in Kauf", sagte Bernhard Sommer, Präsident der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, gegenüber dem "Standard".

Trotz rechtlicher Auseinandersetzungen aufgrund der kurzen Ausschreibungsfrist, die den Kreis möglicher Bieter stark eingeengt hatte - die Architektenkammer ging im vergangenen Jänner gerichtlich dagegen vor, hat den Prozess jedoch verloren - hat das Landesverwaltungsgericht die Ausschreibung als korrekt befunden.

Die Stadt verteidigt die Wahl des Totalunternehmers, um eine reibungslose Umsetzung des Projekts sicherzustellen. 

Startschuss soll 2025 fallen 

Das in die Jahre gekommene Stadion soll sich von einem reinen Sportstadion zu einer Konzertarena entwickeln. Die kommenden Jahre könnten eine Vielzahl von Konzerten stattfinden, was die Einnahmen für das Stadion erhöht.

Zusätzlich zur Überdachung ist geplant, eine große Photovoltaikanlage auf dem Dachring des Stadions zu installieren, um dieses energieautark zu machen.

Erdsonden und Erdkollektoren auf dem Gelände sollen ebenfalls zur Energieversorgung beitragen, der Stadtschuss soll 2025 fallen.



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