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Einzelkritik zum Spiel Österreich gegen Schottland

LAOLA1-Einzelkritik zum Freundschaftsspiel Österreich gegen Schottland:

Einzelkritik zum Spiel Österreich gegen Schottland Foto: © GEPA

Die Ära von Franco Foda als Teamchef des ÖFB-Nationalteams endet mit einem 2:2 gegen Schottland (Spielbericht >>>).

Österreich ist im heimischen Ernst-Happel-Stadion zwar die über weite Strecken tonangebende Mannschaft, dennoch ging man nach Gegentoren von Jack Hendry und John McGinn mit 0:2 in Rückstand.

Die ÖFB-Auswahl bäumt sich daraufhin aber nochmal auf und verabschiedet Teamchef Foda immerhin noch mit einem Remis. Die beiden Joker Michael Gregoritsch und Alessandro Schöpf stellen in der Schlussphase noch auf 2:2.

LAOLA1 analysiert die Leistung aller ÖFB-Akteure und verteilt Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend).

Das sind die Noten für die ÖFB-Kicker:

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DANIEL BACHMANN (Watford/13 Länderspiele), bis zur 87. Minute, Note: 4

Der Watford-Schlussmann rutschte nach der Erkrankung von Heinz Lindner wieder in die Startelf, machte aber vor allem beim ersten Gegentor nicht den besten Eindruck, hatte seinen Fünfer nicht im Griff. Ansonsten war für den ÖFB-Keeper nicht allzu viel zu tun. Wenn Schottland mal gefährlich wurde, gingen die Schüsse meist vorbei. In der Schlussphase sorgte er in seinem Sechzehner nochmal für eine Slapstick-Einlage, als er beinahe einen Gegenspieler anwarf.


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ALEKSANDAR DRAGOVIC (Roter Stern Belgrad/100/2), 90 Minuten,  Note: 2

Es war ein besonderer Abend für Dragovic, der am Dienstag die Marke von 100 Länderspielen durchbrach - erst als zweiter Österreicher nach Rekord-Nationalspieler Andreas Herzog. Der Roter-Stern-Innenverteidiger lieferte eine solide Leistung ab bei seinem Jubiläum. Zu Beginn hatte er - wie die ganze ÖFB-Abwehr - bei Umschaltsituationen noch so seine Probleme, danach groovte er sich aber relativ schnell ein. Agierte stark im Stellungsspiel und war auch im Aufbau stets ein Aktivposten.



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STEFAN ILSANKER (Eintracht Frankfurt/60/0), bis zur 74. Minute, Note: 3

Ilsanker, der bei Frankfurt zuletzt mit der Bank vorliebnehmen musste, rutschte nach etlichen Ausfällen als dritter Innenverteidiger in die defensive Dreierkette. Gerade zu Beginn des Spiels hatte er noch so seine liebe Müh mit den schnellen Gegenstößen der Schotten, fand sich im Laufe der Partie aber immer besser zurecht und stabilisierte sich. In der zweiten Halbzeit war er bis auf eine kurze Druckphase Schottlands wenig gefordert in der Defensive.


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MARTIN HINTEREGGER (Eintracht Frankfurt/67/4), 90 Minuten, Note: 4

Wackeliger Auftritt! Hinteregger, am Dienstag als linker Verteidiger in der Dreierkette aufgeboten, trat in der Defensive in das eine oder andere Fettnäpfchen. Vor allem in der ersten Halbzeit war er das Sinnbild für die etwas überforderte ÖFB-Abwehr, verlor ein ums andere Mal den Ball und zudem auch noch das entscheidende Kopfballduell, das zum Führungstreffer für Schottland führte. In der zweiten Hälfte war er vor allem in der Offensive sehr engagiert, seine hohen Bälle in die Spitze sorgten stets für Gefahr.


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VALENTINO LAZARO (Benfica Lissabon/34/3), 90 Minuten, Note: 3

Bekam nach langer Wartezeit wieder mal die Chance in der Startelf und zahlte dieses Vertrauen vor allem in der ersten Halbzeit mit einer guten Leistung zurück. Seine Aktionen über die rechte Seite sorgten stets für Gefahr. Egal, ob er sich im Dribbling versuchte oder, ob direkt auf Kalajdzic tropfen ließ, über Lazaro wurde es immer wieder gefährlich. In der zweiten Halbzeit war er allerdings weniger zu sehen, tauchte teilweise regelrecht ab.


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KONRAD LAIMER (RB LEIPZIG/20/2), bis zur 59. Minute, Note: 2

Sehr aktiver Auftritt von Laimer, der am Dienstag eine gute Stunde im Einsatz war. Es waren vor allem seine Läufe in die Tiefe, die dem ÖFB-Spiel in der ersten Halbzeit immer wieder zu Chancen verhalfen. Immerhin war es sein Querpass, der mustergültig bei Arnautovic landete, letztlich aber nicht im Tor. Der Leipzig-Spieler schmiss sich wie immer voll rein, rackerte bis zu seiner Auswechslung, die knapp nach dem zweiten Treffer der Schotten erfolgte.


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MARCEL SABITZER (FC Bayern/60/10), 90 Minuten, Note: 2

Sabitzer dürfte die Spielzeit, die ihm dieser Tage beim ÖFB-Team gegeben wird, gut tun. Im Gegensatz zu seinen Performances beim FC Bayern sah man dem Mittelfeldspieler gegen Schottland richtig die Leidenschaft an, die er an den Tag legte. Am Ball strahlte er wie immer Ruhe aus, streute auch ein paar geniale Pässe in die Spitze ein. Vor allem in der heißen Schlussphase ging Sabitzer voran, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und pushte seine Kollegen.


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ANDREAS ULMER (Red Bull Salzburg/31/0), bis zur 87. Minute, Assist, Note: 3

Der Salzburg-Kapitän rutschte nach der Abreise von David Alaba wieder in die ÖFB-Startelf. Der 36-Jährige lieferte auf der linken Außenbahn eine stabile Leistung ab. Offensiv ging über seine Seite, was die gesamte Spieldauer angeht, zwar nicht allzu viel, dafür lieferte er den so wichtigen Assist des Anschlusstreffers von Gregoritsch. Mit seiner Maßflanke gab er Österreich nochmal Hoffnung. Kurz vor Schluss machte er dann für Debütant Ullmann Platz.


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CHRISTOPH BAUMGARTNER (TSG Hoffenheim/19/5), bis zur 59. Minute, Note: 2

Man hatte das Gefühl, Baumgartner war nach seinen unglücklichen Szenen gegen Wales auf Wiedergutmachung aus. War wieder mal einer der aktivsten Österreicher im Spiel nach vorne und stets in alle Offensivaktionen eingebunden. Zu vielen Abschlusssituationen kam er nicht, wenn er aber mal in guter Position war, streuten sich - wie zu Beginn von Halbzeit zwei - leider technische Unsauberkeiten ein. Beim 0:1 hätte er sich eigentlich einen Foulpfiff verdient gehabt, nachdem er einen Ellbogen ins Gesicht kassierte.


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MARKO ARNAUTOVIC (FC Bologna/98/32), 90 Minuten, Note: 3

Der Bologna-Stürmer hatte am Dienstag durchaus die eine oder andere Chance auf seinen nächsten Team-Treffer. In Halbzeit eins boten sich Arnautovic gleich zwei Sitzer, die er beide ungenützt ließ. Während er zunächst noch an einer Parade von Gordon scheiterte, schaffte er es wenig später nicht, den Ball ins halbleere Tor zu drücken. Ansonsten zeigte sich der Wiener aber bemüht, suchte gegen die tief stehenden Schotten immer wieder nach kreativen Lösungen, fand diese aber nur in Ausnahmefällen.


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SASA KALAJDZIC (VfB Stuttgart/13/4), bis zur 74. Minute, Note: 3

Wurde nach langem Warten endlich mal gemeinsam mit Arnautovic im ÖFB-Sturm aufgeboten und hätte Österreich auch fast in Führung gebracht. Gleich nach wenigen Augenblicken scheiterte er mit seinem Kopfball an Schottland-Keeper Gordon. Auch nach Lazaro-Vorlage war sein Abschluss per Fuß nicht genug, um den Torhüter zu bezwingen. Ansonsten war der VfB-Stürmer gut ins Offensivspiel eingebunden, weitere Chancen blieben dem bemühten Kalajdzic aber verwehrt. Eine Viertelstunde vor Spielende war Schluss für ihn.


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MARCO GRÜLL (SK Rapid/4/0), ab der 59. Minute, Note: 3

Kam in die Partie und brachte gleich ein wenig Schwung mit. Der Rapidler setzte, wie man es von ihm kennt, immer wieder auf schnelle Antritte, traute sich durchaus was zu. Im Endeffekt führten seine Aktionen aber kaum zu wirklich gefährlichen ÖFB-Chancen.


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ALESSANDRO SCHÖPF (Arminia Bielefeld/32/5), ab der 59. Minute, Note: 1

Der Bielefeld-Akteuer kam in einer Phase ins Spiel, als die Partie für einige Minuten so dahinplätscherte. Ein gefährlicher Volley von Schöpf von der Strafraumgrenze, den Gordon gerade noch übers Tor lenkte, wirkte allerdings als eine Art Weckruf. Österreich bekam nach dem Anschlusstreffer die zweite Luft, Schöpf sorgte letztlich sogar für den Ausgleich, nahm sich die Kugel nach einer Ecke fein an und versenkte den Ball flach im kurzen Eck.


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MICHAEL GREGORITSCH (FC Augsburg/34/5), ab der 74. Minute, Tor, Note: 1

Bärenstarker Joker-Auftritt des Augsburg-Stürmers! Etwas mehr als 70 Sekunden brauchte Gregoritsch, ehe er Österreich mit seinem Kopfball-Tor nach Ulmer-Hereingabe nochmal Hoffnung gab. Der Angreifer war auch im Anschluss einer der aktivsten Österreicher, klaute Gordon im gegnerischen Sechzehner beinahe erfolgreich den Ball vom Fuß und leitete auch die große Chance von Weimann mit einem perfekten Zuspiel ein.


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ANDREAS WEIMANN (Bristol City/16/0), ab der 74. Minute, Note: 3

Kam spät ins Spiel und war sofort gefährlich. In der 84. Minute hatte er sogar die große Chance auf den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte nach seinem starken Laufweg aber am starken Schottland-Schlussmann. In der Nachspielzeit kam er nach einer kreativen Körpertäuschung nicht mehr zum Abschluss.


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PATRICK PENTZ (Austria/1/0), ab der 87. Minute, Note: zu kurz eingesetzt

Der Austria-Keeper durfte sich beim letzten Auftritt von Foda als ÖFB-Teamchef über seinen ersten Länderspiel-Einsatz freuen.


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MAXIMILIAN ULLMANN (FC Venezia/1/0), ab der 87. Minute, Note: zu kurz eingesetzt

Auch der Italien-Legionär bekam in der Schlussphase seinen ersten Einsatz im A-Team.


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