Einzelkritik zu Dänemark gegen Österreich

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Das ÖFB-Team muss sich Dänemark im freundschaftlichen Länderspiel in Herning mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

Nach dem Nations-League-Triumph gegen Nordirland ein Rückschlag, die dritte Niederlage im zehnten Spiel von Franco Foda.

In der stark veränderten Mannschaft konnten einige ihre Chance halbwegs nützen, andere wiederum gar nicht. Zwei Debütanten gab es auch.

LAOLA1 analysiert die Leistung aller ÖFB-Akteure und verteilt Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend).

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RICHARD STREBINGER (SK Rapid/1 Länderspiel), 90 Minuten, Note: 2

Erstes Länderspiel für den Rapid-Goalie, und da er den Vorzug gegenüber Salzburg-Keeper Cican Stankovic bekam, lässt sich wohl mutmaßen, dass er somit vorerst offiziell die Nummer zwei hinter Heinz Lindner ist. Bei seinem ersten Gegentreffer im ÖFB-Dress kann man den 25-Jährigen von der Schuld freisprechen, dieser fiel unter die Kategorie Traumtor. Ansonsten hielt er, was zu halten war, beispielsweise den Freistoß von Braithwaite. Lediglich bei einer Flanke in Minute 74 zeigte er Unsicherheit, beim 0:2 hätte er fast noch das Gegentor verhindern können. Unterm Strich ein ordentliches Debüt.

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ALEKSANDAR DRAGOVIC (Bayer Leverkusen/68/1), 90 Minuten, Note: 3

Nachdem er aus seiner Enttäuschung, bei den letzten drei Länderspielen nur die Bank gedrückt zu haben, kein Geheimnis gemacht hat, rotierte ihn Foda diesmal wie erwartet wieder in die Startelf, als rechtes Glied der Dreierkette. Im Gegensatz zu Hinteregger und Prödl schaute ihn sich Foda diesmal über 90 Minuten an und somit in der Schlussphase als Organisator der Viererkette. Der Leverkusen-Legionär brachte lange Zeit eine trockene Leistung, in der Entstehung des 0:2 kann man ihn jedoch nicht von der Schuld freisprechen.

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SEBASTIAN PRÖDL (Watford/73/4), bis 71. Minute, Note: 3

Im 73. Länderspiel führte der Innenverteidiger Österreich erstmals als Kapitän aufs Feld, eine verdiente Ehre. In Minute 33 holte er sich für sein hartes, aber korrektes Tackling gegen Poulsen ein Pfeifkonzert ab – diese Szene zeigte, dass die nicht vorhandene Spielpraxis sein Timing nicht beeinträchtigt hat. In Minute 66 klärte er im Liegen gerade noch. Bei der Rückkehr zur Dreierkette umsichtiger Abwehrchef. Dass er jemals für seinen Kumpel Marc Janko ausgewechselt werden würde, hätte sich der Steirer vermutlich auch nicht gedacht.

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MARTIN HINTEREGGER (FC Augsburg/35/3), bis 46. Minute, Note: 3

45 Minuten waren dem Augsburg-Legionär diesmal vergönnt, ehe der Lehrgang für ihn beendet war und Wimmer eine Chance bekam. Der Kärntner holte sich für sein Foul an Poulsen früh die Gelbe Karte ab. Ansonsten spielte er staubtrocken wie immer – kein Ausreißer nach oben oder unten.

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VALENTINO LAZARO (Hertha BSC/17/0), 90 Minuten, Note: 4

Startete mit einigen Szenen und Flanken, von denen er jedoch zu viele verzog. Kam mit Fortdauer der Partie jedoch immer seltener zur Geltung und wenn doch, verzog er beispielsweise nach knapp einer Stunde eine Flanke in Richtung Torout, was ihn bis auf die Tribüne hörbar verzweifeln ließ. Als er es in Minute 67 viel besser machte, köpfte Burgstaller drüber. Agierte diesmal, wie auch bei der Hertha, in der defensiveren Rolle auf der rechten Seite. Defensiv arbeitete er solide, aber nach vorne hin kann er das fraglos besser.

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MARCEL SABITZER (RB Leipzig/33/5), bis 46. Minute, Note: 3

Letztlich hätte mehr dabei rausschauen können, aber die ihm zugedachte Rolle in diesem Spiel passte nicht so schlecht für Sabitzer. Er ließ sich öfter fallen und holte sich Bälle, verteilte sie auch. Die zündende Idee war leider nicht dabei, sodass auch Sabitzer nach einem Länderspiel endlich mal wieder zu Eigenlob ansetzen könnte. Aber zumindest die Ansätze waren da. Blieb zur Pause in der Kabine.

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XAVER SCHLAGER (RB Salzburg/6/0), bis 36. Minute, Note: 2

Schade! Das zweite Länderspiel des 21-Jährigen von Beginn an endete in Minute 36 frühzeitig, als er angeschlagen vom Feld musste. Bis dahin überzeugte er mit jener Unbekümmertheit, die ihn auch in Salzburg so auszeichnet. Freilich, nicht alles gelang, aber dank seiner Immer-weiter-Mentalität war auch viel Gutes dabei und es wirkte, als hätte er schon X Länderspiele mehr. Als Trost kann man wohl festhalten, dass Schlager noch viele Partien im Nationalteam absolvieren wird, wenn seine Entwicklung so weitergeht.

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ALESSANDRO SCHÖPF (Schalke/21/4), bis 71. Minute, Note: 3

Nach 18 Sekunden hätte er bereits zum Jubel ansetzen können, leider blieb es beim Konjunktiv. Nach schöner Schalker Co-Produktion verzog er seine von Burgstaller vorbereitete Chance. Nach der Enttäuschung, in beiden Pflichtspielen gegen Bosnien und Nordirland nur auf der Bank gesessen zu sein, durfte der Tiroler diesmal wieder von Beginn an ran, konnte in zentraler Rolle jedoch kaum Akzente setzen. Solide, mehr leider nicht. Nach 71 Minuten von Hierländer ersetzt.

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ANDREAS ULMER (RB Salzburg/8/0), 90 Minuten, Note: 4

Sicher, die Spielanlage ist anders, aber die Unterschiede zwischen dem Red-Bull-Salzburg-Ulmer und dem Nationalteam-Ulmer sind durchaus offenkundig. Es ist nicht so, dass der Routinier in dieser Partie keine Szenen bekam, er machte nur leider viel zu wenig daraus. Bei diesem Lehrgang hatte der bald 33-Jährige in Abwesenheit von David Alaba die Chance, ordentlich aufzuzeigen, aber so richtig überzeugend wollte es nicht klappen.

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GUIDO BURGSTALLER (Schalke/23/1), 90 Minuten, Note: 4

Der Schalke-Legionär hat im Nationalteam bisher eine kaum wahrnehmbare Ausbeute an Scorer-Punkten (je ein Tor und Assist gegen Serbien), diesmal hat es nur 18 Sekunden gedauert und er hätte beinahe eine Vorlage verbuchen können – sein Vereins-Kollege Schöpf verzog jedoch. So wirklich gelungen ins Spiel eingebunden war der Kärntner auch diesmal nicht, Chancen blieben bis auf seinen Kopfball in Minute 67 und eine Schmeichel-Unsicherheit kurz danach auch Mangelware – ein Urteil, das man nach Länderspielen leider zu oft fällen muss. Es heißt also zu warten, dass ihm im Nationalteam nachhaltig der Knopf aufgeht.

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LOUIS SCHAUB (1. FC Köln/11/5), bis 78. Minute, Note: 3

Der Köln-Legionär bekam erstmals seit dem Russland-Match eine Chance von Anfang an, dabei wechselten sich Licht und Schatten ab. Lange Zeit war er im ÖFB-Spiel kaum wahrnehmbar, ehe er gegen Ende der ersten Halbzeit auffälliger wurde und auch nach dem Seitenwechsel die eine oder andere gute Szene hatte, wie seinen Schlenzer, den Kainz per Kopf nicht aufs Tor brachte. Danach kam jedoch nicht mehr allzu viel. Für ihn gilt wie für so manch anderen: Man kann seine Chance entschlossener nutzen. Nach 78 Minuten von Trauner ersetzt.

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STEFAN ILSANKER (RB Leipzig/32/0), ab 36. Minute, Note: 4

Durfte nicht von Beginn an ran, musste jedoch schnell funktionieren, als Schlager verletzt vom Platz musste. Übernahm seinen Platz im defensiven Mittelfeld, aber tat sich schwer, einen ähnlichen positiven Eindruck zu hinterlassen wie sein Vorgänger. Die defensive Abstimmung harmonierte nicht so gut, ansonsten eine trockene Partie des Leipzig-Legionärs, jedoch ohne große Eigenwerbung. Das kann er besser.

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FLORIAN KAINZ (Werder Bremen/12/0), ab 46. Minute, Note: 2

Durfte am geliebten Flügel in der zweiten Halbzeit Sabitzer ersetzen und war durchaus ein Aktivposten, der dem Spiel gut tat. War sehr aktiv und hätte in der 52. Minute eine Hereingabe von Schaub fast im Tor untergebracht - Zentimeter fehlten. Auch in der 72. Minute sorgte er mit einem Aufsitzer für eine Schrecksekunde bei Dänen-Goalie Kasper Schmeichel. Der Bremer war durchaus einer, der sich für mehr Spielzeit aufdrängte, obwohl natürlich auch bei ihm mit mehr Unterstützung noch eine Steigerung möglich ist.

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KEVIN WIMMER (Hannover 96/9/0), ab 46. Minute, Gelb, Note: 4

Endlich muss man fast sagen, durfte der 25-Jährige wieder einmal im Nationalteam auflaufen - erstmals nach knapp zwei Jahren. Holte sich relativ schnell nach wenigen Minuten (53.) die Gelbe Karte ab. Der Hannover-Legionär hatte zusammen mit seinen Defensivkollegen jedoch durchaus Probleme mit den technisch versierten Dänen. Das 0:2 muss er sich durchaus ankreiden lassen. Sich von Torschütze Braithwhaite so überlaufen zu lassen, dürfte einem Spieler seiner Klasse eigentlich nicht passieren. Mit mehr Spielpraxis im Team sollte auch die Abstimmung besser funktionieren.

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MARC JANKO (FC Lugano/67/28), ab 71. Minute, Note: 2

Feierte nach knapp einem Jahr seinen viel umjubelten und herbeigesehnten 67. Länderspieleinsatz. Brachte schon das ganze Teamcamp über frischen Schwung hinein, und so war es auch gegen Dänemark. Mit ihm wurde das System noch für die Schlussphase auf ein 4-4-2 geändert, als Turm in der Schlacht eroberte er neue Möglichkeiten und hätte sogar fast getroffen. Ein Volley knapp nach seiner Einwechslung geht nur ganz knapp am Tor vorbei.

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STEFAN HIERLÄNDER (Sturm Graz/3/0), ab 71. Minute, Note: 3

Der Sturm-Kapitän kam in der Schlussphase noch zu seinem dritten ÖFB-Einsatz. Wurde in der Zentrale eingesetzt, aber konnte in der verbleibenden Zeit nicht mehr seine Qualitäten unter Beweis stellen. Ein für ihn wohl wichtiger Kurzeinsatz, jedoch ohne große Highlights.

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GERNOT TRAUNER (LASK/1/0), ab 76. Minute

Zu kurz eingesetzt

Wurde für seine starken Leistungen beim LASK nicht nur mit der Einberufung sondern auch seinem ÖFB-Debüt belohnt.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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