ALEXANDER SCHLAGER
90 Minuten
Österreichs Tormann hatte einen ruhigen Arbeitstag - und konnte sich nicht auszeichnen. Weil er die Chancen dazu nicht bekam. Den einen hohen Ball, der auf ihn zuflog, pflückte er in Minute 13 runter, beim Gegentor war er ohne Chance, da flog der Ball über ihn und mithilfe der Querlatte rein.
STEFAN POSCH
90 Minuten, Gelbe Karte
Sah für ein rustikales Einsteigen früh Gelb und zeigte in der Folge wieder einmal viel Vorwärtsdrang. Per Kopf hatte er in Minute 32 eine gute Chance, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schloss er aus Abseitsposition ab. War auch sonst wiederholt in offensive Kombinationen eingebunden. So auffällig er in Hälfte eins war, so unauffällig spielte er in Hälfte zwei.
PHILIPP LIENHART
90 Minuten
Vor allem vorne mit auffälligen Aktionen - weil er bei den Standards per Kopf immer wieder seine Möglichkeit suchte. In Minute drei setzte er den Ball deutlich, in Minute 53 knapp vorbei. Beim Gegentor kam er nicht in das Kopfballduell mit dem Gegenspieler. Ansonsten vor allem mit Spielaufbau beschäftigt.
KEVIN DANSO
90 Minuten, Gelbe Karte
Am Innenverteidiger gab es kein Vorbeikommen. Wehrte die Bälle, die auf ihn zugeflogen kamen, humorlos ab, gewann fast alle Zweikampfduelle und zeigte mit einer Passquote von 90 Prozent auf. Rangelte mit dem Gegner in dessen Strafraum, holte Gelb für sich und ihn raus. Das wurde noch entscheidend, es war nämlich die erste Gelbe vom später Gelb-Rot sehenden Abu Farkhi.
PHILLIPP MWENE
90 Minuten, ein Tor
Darf und sollte sich mehr zutrauen. Sein klassischer Bewegungsablauf war: Vollsprint zur anderen Grundlinie, dann abkappen und den kurzen Pass zum Mitspieler suchen. Das lag auch daran, dass die Flanken, die er versuchte, nicht immer ihr Ziel fanden. Eine in Minute 87 aber kam sehr gut - da wurde Mitspieler Kalajdžić aber im Doppelpack geblockt. Mwenes Schuss in Minute 84 wurde noch geblockt, beim 2:1 versenkte er den Ball dafür in der Luft per Oberschenkel.
XAVER SCHLAGER
90 Minuten, Gelbe Karte
War gut eine halbe Stunde de facto nicht im Spiel. In Minute 25 hatte er gerade einmal elf Ballkontakte stehen, eine Minute später holte er sich auch noch Gelb. Arbeitete sich aber im Anschluss immer besser in die Partie, und konnte auch offensiv für Momente sorgen - etwa durch eine Flanke auf Posch (32.).
NICOLAS SEIWALD
90 Minuten
Übernahm zwischenzeitlich die Kapitänsbinde von Gregoritsch. Machte ansonsten ein typisches Seiwald-Spiel. Unaufgeregt, unauffällig, souverän in dem, was er tat. Lediglich 36 Ballberührungen lassen aber schon darauf schließen, dass es nicht die beste Partie von ihm war, da zeigt er sich normalerweise etwas aktiver.
PATRICK WIMMER
73 Minuten, Gelbe Karte
War in der Anfangsphase gegen den Ball der auffälligste Österreicher am Platz und konnte gute Ballgewinne verbuchen. Hatte im Spiel nach vorne dafür weniger Erfolg. In der 24. Minute versuchte er es auf das kurze Eck, hatte zuvor selbst im Zweikampf gut nachgehakt - im Endeffekt schoben die Kollegen aber nicht schnell genug nach. Spielte in Minute 31 bei der Chance von Grüll den Ball gut weiter. War nach einer Gelben Karte in Minute 64 vorgewarnt und ging wenig später runter.
ROMANO SCHMID
82 Minuten, ein Tor (Elfmeter)
Vollbrachte das Kunststück, in der Anfangsphase nahezu jede Aktion, die er hatte, suboptimal zu lösen und einen ganz unglücklichen Eindruck zu hinterlassen - und dann doch ein sehr passables Spiel abzuliefern. Stand in der ersten Halbzeit als Zehner sehr hoch, schob in Phasen fast schon als zweiter Stürmer neben Gregoritsch hoch. Übernahm dann beim Elfmeter Verantwortung und verlud den Keeper souverän. Nach der Pause spielte er nicht mehr im Zentrum, sondern links - und war fortan wesentlich aktiver, was auch dem Zusammenspiel mit dem guten Paul Wanner geschuldet war.
MARCO GRÜLL
45 Minuten
Attackiert oft die Tiefe, wirkte aufgrund seiner Positionierung im Spiel gegen den Ball des Öfteren etwas verloren. Seine beste Aktion war in Minute 31 - da war er auf sich alleine gestellt, sein Schuss wurde abgefälscht. In der Halbzeit ging der Bremen-Legionär doch etwas überraschend runter und machte Platz für Wanner.
MICHAEL GREGORITSCH
30 Minuten
Sein Debüt als ÖFB-Kapitän verlief nicht nach Wunsch. War gegen den Ball zwar fleißig und zog als Sturmspitze mitunter weite Kreise (auch nach hinten), hatte mit dem Ball aber weniger Aktionen. Nach gerade einmal einer halben Stunde war für Gregerl dann Schluss - er war zuvor umgeknickt, hatte sich zwar noch mit Tape versorgen lassen, es reichte aber verletzungsbedingt nicht für mehr Minuten.
ŠAŠA KALAJDZIĆ
ab 31. Minute, ein Tor
Kam rein und tat, was ein Saša Kalajdžić tut: präsent sein. Schirmte die Bälle mit seinen zwei Metern ab, so gut es ging (es ging gut!), holte so auch den Elfmeter heraus. Vor dem Ausgleichstreffer der Israelis lenkte er den Ball unabsichtlich zur Vorlage ab, da kann man ihm nichts vorwerfen. In weiterer Folge wiederholt bei gefährlichen Offensivmomenten involviert. Entweder selbst per Abschluss, oder den Mitspieler suchend. Krönte seinen guten (und aufgrund der Gregoritsch-Verletzung frühen) Joker-Auftritt mit dem Tor zum 3:1.
PAUL WANNER
ab 46. Minute
Seine Einwechslung zur Pause brachte dem ÖFB-Team ein dringend benötigtes spielerisches Element. Mit seinen Pässen setzte er die Mitspieler in Szene und schaffte Räume. Seine grandiose Flanke auf Mwene führte zum 2:1, das 3:1 leitete er in der Entstehung ein. Empfiehlt sich für mehr Minuten.
SASCHA HORVATH
ab 73. Minute
Kam mit 30 Jahren zu seinem Debüt für das A-Nationalteam. Im Vergleich zu den Kollegen, die ebenfalls von der Bank kamen, war er deutlich weniger auffällig, blieb ohne Fehler, aber auch ohne wirkliche Momente gegen ein in Unterzahl agierendes Israel. Es wird ihm wurscht sein, was bleibt ist dieses Länderspiel - vor eigenem Publikum in Linz.
CHRISTOPH LANG
ab 73. Minute
Kein Fehlpass, nicht ganz so auffällig wie Wanner oder Kalajdžić - und trotzdem ein Assist in der Nachspielzeit auf den LASK-Kollegen. War bemüht, der Jokerauftritt war in Ordnung.
CARNEY CHUKWUEMEKA
ab 83. Minute
Kam erst in der Schlussphase, spielte zu kurz für eine Beurteilung. Hatte aber dennoch seine Aktionen im Offensivspiel.