Foda schützt ÖFB-Spieler: "Ich bin verantwortlich"

 

Ein Abend zum Vergessen!

So und nicht anders lässt sich das 0:4, die höchste ÖFB-Heimniederlage in einem Pflichtspiel gegen Dänemark (Spielbericht >>>), beschreiben. Den letzten Nackenschlag in dieser Größenordnung setze es auswärts in Deutschland, als man in der EM-Quali 2012 unter der Leitung von Didi Constantini mit 2:6 verlor.

Damit rückt Rang eins sowie das direkte Ticket zur WM in weite Ferne. Während "Danish Dynamite" mit dem Punktemaximum von neun Zählern auf Kurs Richtung Katar liegt, rutscht Österreich auf Platz vier ab. Der Abstand auf Rang eins beträgt bereits fünf Punkte.

"Es tut weh", fasst Alex Schlager - der zum dritten Mal in Folge das ÖFB-Tor hütete - im "ORF" die Gemütslage zusammen. "Ich finde, wir haben es in der ersten Halbzeit ganz gut gemacht, auch defensiv. Dann bekommen wir durch drei Konter drei billige Gegentore. Es ist sehr bitter, weil wir uns mehr erwartet haben."

Schlager: "Muss das Risiko nehmen"

Dabei agierte der LASK-Keeper neuerlich nicht sattelfest. Vor allem beim dritten Gegentor wagte er einen weiten Ausflug samt Grätsche ins Nichts. "Eigentlich war ich am Weg und dachte kurz davor, dass es eng werden kann. Ich wollte den Ball blocken, hab' ihn aber nicht erwischt. Es ist dann so gelaufen, wie es gelaufen ist. Ich muss das Risiko nehmen", kommentiert Schlager die Szene zum 0:3.

Vor etwaigen Konsequenzen direkt nach dem Spiel müssen Schlager und Co. aber nicht zittern. "Wir haben gewusst, dass wir kompakt spielen müssen. Dabei haben wir die Räume gut zugestellt", analysiert Franco Foda den ersten Abschnitt.

Der Teamchef weiter: "In der zweiten Halbzeit haben wir uns aber selbst in Schwierigkeiten gebracht und wollten immer rausspielen. Aus den Pressing-Situationen konnten wir uns dann nicht lösen. Die ersten beiden Gegentore haben wir ganz schlecht verteidigt. Dass war heute leider zu wenig."

Foda: "Müssen einige Dinge korrigieren"

Sonderlich hart ins Gericht möchte Foda so kurz nach dem Spiel ohnehin nicht gehen. "Ich mache den Spielern keinen Vorwurf, denn ich bin verantwortlich für die Truppe. In jedem Spiel gibt es Erkenntnisse, leider Gottes auch bei Niederlagen."

Chancen zur Wiedergutmachung erhält das ÖFB-Team erst wieder Anfang Juni, wenn es zum Testspiel nach England (2.6.) und zum anschließenden Heimspiel gegen die Slowakei (6.6.) kommt. Danach klopft bereits die EM mit dem Auftakt gegen Nordmazedonien (13.6.) an.

"Wir werden uns gezielt vorbereiten auf die EM, wir müssen einige Dinge korrigieren und das werde ich tun", so Foda. Welche Lehren der Teamchef im Detail zieht, verrät er zunächst nicht, denn: "Wichtig ist nach so einer Niederlage, nicht durch Emotionen die Kontrolle zu verlieren. Jetzt heißt es analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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