WM-Aufstockung: Windtner fordert Profit für Europa

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Am Dienstag tagt der FIFA-Rat in Zürich über die geplante Aufstockung der WM 2026.

ÖFB-Präsident Leo Windtner fordert im Vorfeld einen entsprechenden Profit für Europa. "Für uns wird relevant sein, wie Europa aus dieser Aufstockung beteilt wird. Wenn dabei überproportional nur andere Konföderationen profitieren, dann ist dies nicht im Sinne des Fußballs", meint Windtner.

"Entscheidend für die WM-Aufstockung wird in jedem Fall sein, ob Europa entsprechend seiner sportlichen Stärke von dieser Erweiterung profitieren wird."

Die Aufstockung werde seiner Meinung nach sicher kommen und habe vor allem für kleine Länder ihr Gutes. "Diese geplante Erweiterung ist meines Erachtens mehr eine sportpolitische Entscheidung, als eine mit sportlichen Argumenten zu belegende. Denn die Anzahl der Nationalverbände in der FIFA ist zwischenzeitlich auf immerhin 211 gewachsen. Eine Aufstockung bietet daher grundsätzlich für mehr Nationalverbände die Chance, bei einem Endrunden-Turnier dabei zu sein und dieses tolle Fußballfest aktiv zu erleben", wird der Oberösterreicher in einer ÖFB-Aussendung am Montag zitiert.

Bei der auf 24 Mannschaften erweiterten EM 2016 in Frankreich habe man das Für und Wider einer Erweiterung gesehen. "Letztlich ergibt sich für mich daraus aber ein positives Resümee", urteilt Windtner.

Im Vorfeld des Meetings in Zürich hat der Weltverband an seine Mitgliedsverbände ein Faktenpapier mit vier möglichen Varianten ausgeschickt. Zwei Varianten betreffen ein Turnier mit 40 Nationen, zwei einen Bewerb mit 48 Nationen.

Alle Anzeichen deuten im Moment aber ab dem Turnier 2026 auf das von Infantino entworfene WM-Format mit 48 Teams hin. Die Variante mit 16 Dreiergruppen soll der Favorit sein, inklusive Elfmeterschießen nach jedem Vorrundenspiel ohne Sieger - einer der größten Eingriffe in die Fußball-Kultur in der 113-jährigen FIFA-Geschichte.

Auf dem Tisch liegen auch noch zwei Vorschläge für Turniere mit 40 Teams und die Idee mit einer Vorab-Play-off-Runde. "Alle haben eine klare Meinung. Es ist aber nicht sicher, dass es auch ein Ergebnis geben wird. Wir müssen die Sitzung abwarten", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA), Aleksander Ceferin, vor dem mit Spannung erwarteten Treffen des FIFA-Councils am Dienstag.

Dabei sprach Ceferin allerdings von den Auseinandersetzungen um die Startplätze und nicht von der Erhöhung als solcher. Diese scheint beschlossene Sache, ob nun am Dienstag oder erst nach einer weiteren Beratungsphase rund um den FIFA-Kongress im Mai. Die aktuelle WM-Variante mit 32 Mannschaften ist nur noch ein Auslaufmodell für die Turniere 2018 und 2022.

Infantino ist knapp ein Jahr nach seiner Kür zum FIFA-Boss seinen Wählern aus Afrika und Asien im Wort, den Zugang zum Mega-Event zu erleichtern. Und er kommt damit außerhalb Europas gut an. Das Geschacher der Fußball-Bosse ist im vollen Gange. Aus Venezuela sickerte durch, dass Nord- und Südamerika künftig gemeinsam eine Qualifikationsrunde spielen wollen, wenn das WM-Kontingent auf insgesamt 14 statt bisher sieben bis neun Plätze erhöht wird. Europa ist bisher mit 13 WM-Startern Spitzenreiter im Ranking, bangt aber um seine Plätze.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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