FIFA präsentiert vier WM-Varianten

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Anfang der kommenden Woche trifft sich der FIFA-Rat in Zürich. Bei diesem zweitägigen Meeting soll vor allem eine mögliche Aufstockung der Weltmeisterschaften ab dem Jahr 2026 diskutiert werden.

Im Vorfeld hat der Weltverband an seine Mitgliedsverbände ein Faktenpapier mit vier möglichen Varianten ausgeschickt. Zwei Varianten betreffen ein Turnier mit 40 Nationen, zwei einen Bewerb mit 48 Nationen.

Unter anderem ist von Playoffs und Verlängerungen schon in der Gruppenphase die Rede.


Variante 1

Anzahl Teams: 40 (8 Gruppen mit je 5 Teams)

Anzahl Spiele: 88

Anzahl Tage: 32

Das ist die Variante mit den meisten Spielen. Letztendlich würden nur die acht Gruppensieger aufsteigen. "Es würde am Ende der Gruppenphase also eine Vielzahl von Spielen geben, bei denen es nur noch um die 'Goldene Ananas' gehen würde", kritisiert DFB-Präsident Reinhard Grindel.


Variante 2

Anzahl Teams: 40 (10 Gruppen mit je 4 Teams)

Anzahl Spiele: 76

Anzahl Tage: 32

In diesem Fall würde es - wie gewohnt - ein Achtelfinale geben, also die zehn Gruppensieger und die sechs besten Gruppenzweiten aufsteigen. "Das könnte für einige der zweitplatzierten Teams Wartezeiten von bis zu vier Tagen bedeuten, ehe sie wissen, ob sie überhaupt weitergekommen sind. Das ist für Mannschaften und Fans kaum zumutbar", so Grindel.


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(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)


Variante 3

Anzahl Teams: 48 (16 Teams für die Gruppenphase qualifiziert, 32 Teams bestreiten eine Playoff-Runde)

Anzahl Spiele: 80

Anzahl Tage: 32 (sowie 6-7 Tage für die Playoffs)

Die WM würde praktisch mit einer Vor-Qualifikation beginnen. Für 16 Teams wäre also die Weltmeisterschaft nach nur einem Spiel schon wieder vorbei. "Das würde das Turnier für die Hälfte der teilnehmenden Nationen um eine Woche verlängern und die Belastung für die Spieler somit erheblich erhöhen", so Grindel. Schwer vorstellbar, dass die mittlerweile mächtigen Vereine einer solchen Variante zustimmen würden.


Variante 4

Anzahl Teams: 48 (16 Gruppen mit je 3 Teams)

Anzahl Spiele: 80

Anzahl Tage: 32

Auch in diesem Fall würden nur die Gruppensieger aufsteigen. Grindel ergänzt: "Bei der Variante mit 16 Dreiergruppen müsste man wohl das Unentschieden abschaffen, um klare Ergebnisse zu haben und taktisches Verhalten im letzten Gruppenspiel zu vermeiden. Die in dieser Variante angedachte Einführung von Verlängerung und Elfmeterschießen bereits in der Gruppenphase halte ich zudem für problematisch; von den organisatorischen Schwierigkeiten bei einer deutlich höheren Zahl von Spielen einmal ganz abgesehen."


Wie sieht es mit den zusätzlichen Startplätzen aus?

"Von den acht neu geschaffenen Startplätzen bei den 40er-Modellen sollen Europa und Südamerika jetzt gemeinsam aber nur eineinhalb erhalten", verrät der DFB-Boss. Es ist also davon auszugehen, dass sich Europa und Südamerika geschlossen für eine WM mit 48 Nationen aussprechen, wenn aufgestockt wird.

Grindel weiter: "Beim DFB sind wir sind grundsätzlich davon überzeugt, dass am bewährten Modus mit 32 Teilnehmernationen festgehalten werden sollte."

FIFA-Präsident Gianni Infantino scheint allerdings fest entschlossen, eine Aufstockung in die Tat umzusetzen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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