"Weiß, was das eine oder andere bewirken kann"

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Ein interessanter Aspekt an Auslands-Reisen mit dem Nationalteam ist, dass Journalisten-Kollegen aus dem Land des Gegners völlig unbefangen Fragen stellen, die in der Heimat vermeintlich schon zu Genüge diskutiert sind. Für sie ist ja quasi das erste Mal.

Und irgendwie ist sie ja auch aus der Perspektive der Iren aufgelegt - die Frage an Marcel Koller, wie viel persönlichen Druck er denn hinsichtlich seiner Zukunft verspüre, ob der Druck einer ganzen Nation auf seinen Schultern lasten würde.

"Ich bin schon lange genug im Geschäft und weiß natürlich, was das eine oder andere bewirken kann. Ich gehe aber grundsätzlich vom Positiven aus", antwortet der Schweizer.

Junuzovic zur Lage der Nation:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)


Heißt übersetzt: Natürlich ist dem langjährigen Erfolgs-Coach bewusst, dass sein 50. Länderspiel gleichzeitig sein letztes sein könnte, wenn die Mission in Dublin (ab 18 Uhr LIVE) schief geht. Zumindest ist anzunehmen, dass im Fall der Fälle denkbar unangenehme Fragen an die ÖFB-Spitze gestellt werden, dann allerdings nicht mehr von den irischen Journalisten.

Nur keine Trainingsweltmeister

Koller hat jedenfalls alles in seiner Macht stehende getan, damit dieses Horror-Szenario graue Theorie bleibt. "Wir haben die Mannschaft gut vorbereitet", verspricht er rund 24 Stunden vor dem Spiel im Aviva Stadium.

Wie es die Mannschaft umsetzt? Davon hängt nun möglicherweise nicht nur die Job-Sicherheit des Teamchefs ab, sondern ganz sicher die weiteren Chancen auf eine Teilnahme an der WM 2018 in Russland.

"Es ist alles Makulatur, wenn du nur ein Trainingsweltmeister bist. Du musst versuchen, dieses Vertrauen, diese Möglichkeiten, diese Fähigkeiten auf den Platz zu kriegen", betont Koller, der aufgrund der angespannten Personalsituation zwangsläufig auf die eine oder andere wenig erprobte Kraft setzen muss.

Der "50er" von Marcel Koller als ÖFB-Teamchef. LAOLA1 benotet vor dem Jubiläum seine bisherigen 49 Länderspiele:

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#1 UKRAINE - ÖSTERREICH 2:1 (Lviv, 15. November 2011): Aller Anfang war zumindest ergebnistechnisch schwer, aber das Siegtor der Ukraine fiel erst in der Nachspielzeit und von der Leistung her war in der Kälte von Lviv schon absehbar, wohin es in Folge gehen könnte. NOTE 3.

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#2 ÖSTERREICH - FINNLAND 3:1 (Klagenfurt, 29. Februar 2012): Ein Fehler von Finnland-Goalie Hradecky brachte das ÖFB-Team auf die Siegerstraße, Marc Janko sagte artig Danke. Das Spiel war alles nur kein Feuerwerk, aber letztlich gut fürs Selbstbewusstsein. NOTE 2.

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#3 ÖSTERREICH - UKRAINE 3:2 (Innsbruck, 1. Juni 2012): Im dritten Länderspiel unter Koller ging es zum zweiten Mal gegen die Ukraine - und es war eine entscheidende Partie, um den Glauben an den Schweizer wachsen zu lassen. Sicherlich funktionierte noch nicht alles, aber der Last-Minute-Sieg war definitiv ein Fortschritt. Arnautovic bejubelte einen Doppelpack, musste dann aber lange auf seine nächsten ÖFB-Tore warten. NOTE 2

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#4 ÖSTERREICH - RUMÄNIEN 0:0 (Innsbruck, 5. Juni 2012): Eine Nullnummer der akzeptableren Sorte. Österreich stand im letzten Länderspiel von Paul Scharner defensiv gut, agierte jedoch nicht effizient genug. NOTE 3

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#5 ÖSTERREICH - TÜRKEI 2:0 (Wien, 15. August 2012): Das ÖFB-Team überrollte die Gäste von Beginn an mit aggressivem Pressing und zwei frühen Toren von Kavlak (2.) und Ivanschitz (6.). Auch dieses Spiel half, das Vertrauen in Koller größer werden zu lassen. NOTE 2

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#6 ÖSTERREICH - DEUTSCHLAND 1:2 (Wien, 11. September 2012): Zum Auftakt in die WM-Quali gleich gegen den Erzrivalen und Topfavoriten. Das Spiel ging verloren, aber das ÖFB-Team spielte richtig stark und wenn Arnautovic seine Mega-Chance verwertet hätte... Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. NOTE 2

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#7 KASACHSTAN - ÖSTERREICH 0:0 (Astana, 12 Oktober 2012): Das ÖFB-Team probierte, fightete, erspielte sich Chancen, war aber zu ineffizient und letztendlich auch nicht clever genug - zwei verlorene Punkte, die schmerzten. NOTE 4

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#8 ÖSTERREICH - KASACHSTAN 4:0 (Wien, 16. Oktober 2012): Schon vier Tage nach der Enttäuschung von Astana bot sich die Gelegenheit zur Revanche und die ÖFB-Kicker schossen sich den Frust so richtig von der Seele. Letztlich ein Pflichtsieg, aber kein unwichtiger im Hinblick auf die Aufbauarbeit Kollers. NOTE 2

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#9 ÖSTERREICH - ELFENBEINKÜSTE 0:3 (Linz, 14. November 2012): Noch deprimierender als das ÖFB-Team war eigentlich nur noch das mucksmäuschenstille Publikum auf der Gugl. Aber gut, es gab auch wirklich nichts zu bejubeln... NOTE 5

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#10 WALES - ÖSTERREICH 2:1 (Swansea, 6. Februar 2013): Gut, dass es den Länderspiel-Termin Anfang Februar nicht mehr gibt, denn die ÖFB-Kicker waren beim Gastspiel auf der Insel noch ein wenig im Winterschlaf. NOTE 4

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#11 ÖSTERREICH - FÄRÖER 6:0 (Wien, 22. März 2013): Österreich machte mit den Insel-Kickern kurzen Prozess. Die ersten beiden Tore erzielte Philipp Hosiner, der mit der Austria am Weg zum Meistertitel war. Es blieben bis dato seine einzigen Länderspiel-Treffer. NOTE 1

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#12 IRLAND - ÖSTERREICH 2:2 (Dublin, 26. März 2013): Stark begonnen, nach einer Verletzung von Junuzovic stark nachgelassen, am Ende stark zurückgeschlagen. Der Ausgleich von Alaba in Minute 92 ist unvergessen. Viel Licht und viel Schatten ergeben: NOTE 3

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#13 ÖSTERREICH - SCHWEDEN 2:1 (Wien, 7.Juni 2013): Vor dem Spiel regierten ob der fehlenden Spielpraxis diverser ÖFB-Kicker und der Angst vor Ibrahimovic die Panikmacher, danach der kollektive Jubel über einen denkwürdigen Erfolg. Das zweite Tor erzielte Janko, der bei Trabzonspor auf dem Abstellgleis stand. NOTE 1

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#14 ÖSTERREICH - GRIECHENLAND 0:2 (Salzburg, 14. August 2013): Das Nationalteam und Testspiele - zu diesem Zeitpunkt gar keine Liebesbeziehung. Mitroglou knockte eine schwache ÖFB-Elf per Doppelpack aus. NOTE 4

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#15 DEUTSCHLAND - ÖSTERREICH 3:0 (München, 6. September 2013): Leistungstechnisch möglicherweise das schlechtste Länderspiel unter Koller, Österreich hatte nicht den Hauch einer Chance. Zwei Ausreden: Erstens ging es gegen den angehenden Weltmeister, zweitens war das Spiel vier Tage später gegen Irland viel wichtiger. NOTE 5

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#16 ÖSTERREICH - IRLAND 1:0 (Wien, 10. September 2013): Was für ein Krimi! Was für eine schwere Geburt! Lange spannte das ÖFB-Team die Fans auf die Folter, das Goldtor von Alaba in Minute 84 brachte letztlich doch das erträumte "Finale" um den zweiten Gruppen-Platz in Schweden. NOTE 2

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#17 SCHWEDEN - ÖSTERREICH 2:1 (Stockholm, 11. Oktober 2013): Gefühlt die Mutter aller Niederlagen, weshalb man unsere gute Note vielleicht erklären muss. Zum einen war die erste Halbzeit richtig stark, zum anderen war es genau dieses Schockerlebnis, das den Fokus schärfte und somit der Ursprung für den Erfolgslauf der folgenden zwei Jahre war. NOTE 2

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#18 FÄRÖER - ÖSTERREICH 0:3 (Torshavn, 15. Oktober 2013): Es gibt Lustigeres, als nach dem Schock von Stockholm ein bedeutungsloses Spiel auf den Färöer zu bestreiten. Letztlich war es auch dieser souverän bestandene Charaktertest, der Koller überzeugte, doch ÖFB-Teamchef zu bleiben. Deshalb angesichts der Umstände: NOTE 1

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#19 ÖSTERREICH - USA 1:0 (Wien, 19. November 2013): Nach einem langen Spanien-Trainingslager sorgte ein Goldtor von Janko für einen versöhnlichen Jahresabschluss. Wichtiger war jedoch, das in besagtem Camp die Weichen für die kommende Quali gestellt wurden. Randnotiz: ÖFB-Rekordspieler Andreas Herzog diente als Co-Trainer der US-Boys. NOTE 2

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#20 ÖSTERREICH - URUGUAY 1:1 (Klagenfurt, 5. März 2014): Vor der Pause gut, nach dem Seitenwechsel nicht mehr so. Zu diesem Zeitpunkt fehlte der Koller-Elf bisweilen die Konstanz, ein Spiel über 90 Minuten durchzuziehen. Die Partie gegen den damaligen Weltranglisten-Siebten stand sinnbildlich dafür. Aber kein schlechter Auftritt. NOTE 2

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#21 ÖSTERREICH - ISLAND 1:1 (Innsbruck, 30. Mai 2014): Ein aufregender Tag für Marcel Sabitzer: Tagsüber wurde sein Wechsel von Rapid in den Red-Bull-Konzern (von Leipzig nach Salzburg verliehen) bekannt, am Abend brachte er Österreich in einem typischen Testspiel in Führung. NOTE 3

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#22 TSCHECHIEN - ÖSTERREICH 1:2 (Olmütz, 3. Juni 2014): Leckerbissen war es wahrlich keiner, den das ÖFB-Team in Olmütz servierte. Aber immerhin war es der erste Auswärtssieg in einem Testspiel seit 2006, zudem jubelte Baumgartlinger über sein erstes und bis dato einziges Länderspiel-Tor. NOTE 3

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#23 ÖSTERREICH - SCHWEDEN 1:1 (Wien, 8. September 2014): Die Leistung war besser als das Ergebnis, das zum damaligen Zeitpunkt als Enttäuschung wahrgenommen wurde. Letztlich sollte dieses Remis beim Auftakt jedoch der einzige Punkteverlust in der EM-Qualifikation bleiben. NOTE 2

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#24 MOLDAWIEN - ÖSTERREICH 1:2 (Chisinau, 9. Oktober 2014): Es war eine unglaublich hektische Partie, in der sich das ÖFB-Team bewähren musste und letztlich auch den ersten Sieg auf dem Weg zur EURO einfuhr. Janko köpfte Rot-Weiß-Rot zu selbigem und flog in der Schlussphase vom Platz. NOTE 3

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#25 ÖSTERREICH - MONTENEGRO 1:0 (Wien, 12. Oktober 2014): Das Goldtor von Janko-Ersatz Okotie und eine Glanzparade vom Almer ermöglichten den nächsten Schritt in Richtung Frankreich. Angesichts einer starken Leistung war der Sieg auch mehr als verdient. NOTE 1

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#26 ÖSTERREICH - RUSSLAND 1:0 (Wien, 15. November 2014): Es ging auch ohne David Alaba. Freilich war in einer umkämpften Partie auch ein wenig Glück dabei, die Russen trafen die Stange. In Minute 73 war es abermals Okotie, der Österreich jubeln ließ und einen goldenen Quali-Herbst vollendete. NOTE 2.

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#27 ÖSTERREICH - BRASILIEN 1:2 (Wien, 18. November 2014): Man darf Testspiele weder über- noch unterbewerten, aber die Leistung in dieser Partie hätte sich einen Achtungserfolg verdient. Firmino hatte mit seinem Traumtor kurz vor Schluss etwas dagegen. NOTE 2

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#28 LIECHTENSTEIN - ÖSTERREICH 0:5 (Vaduz, 27. März 2015): Dass Österreich dieses Spiel gewinnen muss und wird, war angesichts des Klassenunterschieds klar. Die Art und Weise ließ indes auf beeindruckende Art und Weise wenig Fragen offen. Wichtiger Bonus: In Minute 93 traf Arnautovic erstmals seit 2012 im Nationalteam. NOTE 1

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#29 ÖSTERREICH - BOSNIEN-HERZEGOWINA 1:1 (Wien, 31. März 2015): So dominant das ÖFB-Team durch die Quali rauschte, so durchschnittlich war auch in dieser Phase der Euphorie so manches Testspiel. Diese Partie bleib keine Ausnahme. NOTE 3

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#30 RUSSLAND - ÖSTERREICH 0:1 (Moskau, 14. Juni 2015): Die Art und Weise, wie Österreich in Moskau dominierte, sich durch den traumhaften Fallrückzieher von Janko belohnte und eigentlich noch höher hätte gewinnen können/müssen, sorgte für Staunen. Ein heißer Kandidat auf das beste Länderspiel unter Koller. NOTE 1

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#31 ÖSTERREICH - MOLDAWIEN 1:0 (Wien, 5. September 2015): Vor dem Anpfiff wurde ein Geduldsspiel befürchtet, es wurde auch eines. Junuzovic erlöste das ÖFB-Team in Minute 52. Pflicht erfüllt. NOTE 3

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#32 SCHWEDEN - ÖSTERREICH 1:4 (Stockholm, 8. September 2015): Die Krönung! (Mehr muss man zu dieser Sternstunde, in der die Reise zur EURO nach Frankreich souverän gebucht wurde, wahrlich nicht sagen). NOTE 1

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#33 MONTENEGRO - ÖSTERREICH 2:3 (Podgorica, 9. Oktober 2015): Mit dem EM-Ticket in der Tasche legte die ÖFB-Elf eine miese erste Halbzeit hin, in der sie diverse Tugenden vermissen ließ. Nach der Pause riss man sich am Riemen, konzentrierte sich und feierte einen Last-Minute-Sieg. Immerhin. NOTE 3.

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#34 ÖSTERREICH - LIECHTENSTEIN 3:0 (Wien, 12. Oktober 2015): Das Spiel war wurscht, es zählte nur die Party. Fürs Protokoll die Torschützen: Arnautovic (12.), Janko (54., 57.). Ohne ihre Tore wäre das Fest womöglich weniger rauschend gewesen. NOTE 2.

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#35 ÖSTERREICH - SCHWEIZ 1:2 (Wien, 17. November 2015): Im letzten Länderspiel des Jahres setzte es doch noch die erste Niederlage, und das ausgerechnet gegen Kollers Heimatland. Das erste der beiden Tore von Seferovic fiel unter die Kategorie Slapstick - und weitere sollten in den kommenden Monaten folgen. NOTE 3.

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#36 ÖSTERREICH - ALBANIEN 2:1 (Wien, 26. März 2016): Österreich überrollte die Gäste zu Beginn mit zwei schnellen Toren von Marc Janko und Martin Harnik, danach folgte viel zu viel Leerlauf, sodass die Koller-Elf sogar noch ins Wanken kam. Aber immerhin war es der erste Testspiel-Sieg seit dem 2:1 in Tschechien im Juni 2014. NOTE 3.

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#37 ÖSTERREICH - TÜRKEI 1:2 (Wien, 29. März 2016): Keine schlechte Leistung, aber der kapitale Aussetzer von Goalie Ramazan Özcan zum 1:2 war nicht gerade ein Vorteil für den Spielverlauf. NOTE 4.

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#38 ÖSTERREICH - MALTA 2:1 (Klagenfurt, 31. Mai 2016): Ein Probegalopp nach Schweiz-Trainingslager. Marko Arnautovic und Alessandro Schöpf mit seinem Debüt-Tor machten früh alles klar, danach viel Leerlauf. Der Konzentrationsfehler beim Eigentor von David Alaba war der nächste Slapstick-Gegentreffer und sollte sinnbildlich für das sein, was folgen sollte. NOTE 4.

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#39 ÖSTERREICH - NIEDERLANDE 0:2 (Wien, 4. Juni 2016): Auch die verpatzte Generalprobe für die EURO brachte die Alarmglocken nicht laut genug zum Schrillen. NOTE 4.

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#40 ÖSTERREICH - UNGARN 0:2 (Bordeaux, 14. Juni 2016): In dieser Partie ging alles, wirklich alles, schief. Der Anfang vom EURO-Ende. NOTE 5.

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#41 PORTUGAL - ÖSTERREICH 0:0 (Paris, 18. Juni 2016): Das verunsicherte ÖFB-Team zittert sich mit großem Einsatz, ebenso großem Glück und einem Cristiano Ronaldo in Spendierlaune zu seinem einzigen EM-Punkt. Eine Ausnahmeleistung von Goalie Robert Almer hebt die Note. NOTE 4.

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#42 ISLAND - ÖSTERREICH 2:1 (Paris, 22. Juni 2016): Das Dreierketten-Experiment vor der Pause ging schief. Bis auf Alessandro Schöpf hatte auch kein ÖFB-Kicker sein Visier richtig eingestellt. Auf der "Haben-Seite" steht, dass die zweite Halbzeit die beste beim Turnier war. Aber mehr Pflichtsieg wäre nicht gegangen, deshalb ein gefühlter Tiefpunkt. NOTE 5.

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#43 GEORGIEN - ÖSTERREICH 1:2 (Tiflis, 5. September 2016): Tiflis ist ein hartes Pflaster. Das ÖFB-Team meisterte diese Aufgabe bis auf eine holprige Schluss-Viertelstunde letztlich souverän und fühlte sich nach der verpatzten EURO wieder auf Kurs. Ein Irrtum. Die Partie ging übrigens als Markus Suttners einziges Pflichtspiel von Beginn an in Österreichs Fußball-Geschichte ein. NOTE 2.

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#44 ÖSTERREICH - WALES 2:2 (Wien, 6. Oktober 2016): Koller überraschte mit Kevin Wimmer als Linksverteidiger, der bei einem Eigentor Pech hatte. Dumme Gegentreffer egalisierte ein Marko Arnautovic in Überform mit einem Doppelpack. Die Partie bot Licht und Schatten, daher: NOTE 3.

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#45 SERBIEN - ÖSTERREICH 3:2 (Belgrad, 9. Oktober 2016): In der Offensive eine ansprechende Leistung, man hätte mehr Tore erzielen können. Aber in der Rückwärtsbewegung war das teils stümperhaft. Auswärts solche Tore zu kassieren, ist nur schwer verständlich. NOTE 4.

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#46 ÖSTERREICH - IRLAND 0:1 (Wien, 12. November 2016): Der "Kniefall" von Kevin Wimmer, der als Linksverteidiger einmal mehr unglücklich agierte, leitete diese bittere Heim-Pleite ein. Nach vorne hin agierte das ÖFB-Team viel zu ideenlos. NOTE 5.

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#47 ÖSTERREICH - SLOWAKEI 0:0 (Wien, 15. November 2016): Die B-Elf des ÖFB legte einen Langeweiler hin. Ein mühsamer Test, der unterm Strich nur für Debütanten wie Andreas Lukse, Michael Madl oder Stefan Stangl von großem Wert ist. NOTE 4.

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#48 ÖSTERREICH - MOLDAWIEN 2:0 (Wien, 24. März 2017): Koller setzte auf eine Dreierkette, seine Schützlinge auf Geduld. Dank zweier Tore in der Schlussphase wird die Pflicht letztlich erfüllt. Zwar glanzlos, aber nur die drei Punkte zählen. NOTE 3.

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#49 ÖSTERREICH - FINNLAND 1:1 (Innsbruck, 28. März 2017): Die erste Halbzeit geht mit der Dreierkette ziemlich daneben, nach der Pause bringen die Rückkehr zum 4-2-3-1 und Joker Marko Arnautovic Schwung. Alles in allem ein biederer Test. NOTE 4.

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"Irgendwann beginnst du immer! Egal ob es das erste oder zweite Länderspiel ist - je besser du es machst und deine eigenen Fähigkeiten ausnützt, desto eher kannst du ein großer Spieler werden", will der Eidgenosse von potenziellen Nachrückern kein Lampenfieber sondern den Nachweis, dass er zurecht auf sie vertraut, sehen.

Denn: "Du musst eine gewisse Ruhe und Überzeugung auf den Platz bringen. Ob da jetzt 50.000 oder 5.000 Zuschauer sind, spielt keine Rolle. Es geht um die individuelle Qualität, die ein Spieler haben muss, um überzeugt zu sein: 'Ich kann das jetzt bringen!' Im Training kann man diese Qualität erahnen, aber schlussendlich zeigt sich in solch einem Stadion gegen solch einen Gegner, ob einer die Qualität hat, um ganz oben mit dabei zu sein."

Die große ÖFB-Unbekannte als Vorteil

Dass David Alaba über diese Qualität verfügt, hat der Bayern-Star schon oftmals nachgewiesen. Wo er dies am Sonntag tun soll, ist bekanntlich eine der spannendsten Fragen im Personalpoker.

Koller tut auch den irischen Journalisten nicht den Gefallen, dass er auch nur ansatzweise verrät, was er mit dem 24-Jährigen vor hat, und meint lediglich: "Für uns ist natürlich wichtig, dass er in der Position spielt, wo er dem Team am meisten bringen kann. Im Spiel werden wir sehen, wo er auflaufen wird."

Dass sich niemand verplaudert hat und es gelungen ist, die taktischen und personellen Pläne weitestgehend geheim zu halten, freut den ÖFB-Coach ohnehin diebisch. Dreier- oder Viererkette? Wer spielt wo? Irlands Teamchef Martin O'Neill musste tendenziell Extraschichten einlegen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

"Es ist schon ein Vorteil, wenn sich der Gegner im Vorfeld nicht darauf vorbereiten kann, weil er nicht genau weiß, wie wir spielen. Wir haben viele Positionen, die vielleicht auch anders und durch Spieler, die noch nicht so oft gespielt haben, besetzt sein könnten", betont Koller und weiß aus eigener Erfahrung, dass diese Gegner-Analyse bisweilen keine einfache Angelegenheit ist:

"Auf einen Kontrahenten bereitet man sich meistens in der Zeit vor einem Lehrgang vor. Wenn es darum geht, kurzfristig die Elf zu analysieren, ist es für einen Trainer relativ schwierig, wenn ein Spieler das erste Mal spielt oder zuvor vielleicht nur ein Länderspiel absolviert hat, einzuschätzen, wie gut er drauf ist oder welche Qualitäten er hat."

Wer soll die Tore erzielen?

Egal ob Florian Kainz, Konrad Laimer, Florian Grillitsch oder ein anderer der unerfahrenen Kadermitglieder - wie genau sie im ÖFB-Dress ticken, wissen die Iren nicht. Blöderweise weiß man es halt im rot-weiß-roten Lager auch nicht.

Wie auch immer: Egal ob Routinier oder "Anfänger" - Dublin wäre ein idealer Ort, um in eine Heldenrolle zu schlüpfen. Zum Beispiel als Torschütze.

Zehn Treffer hat Österreich seit Beginn der EURO 2016 erzielt - die Schützen von acht dieser Tore fehlen diesmal in Person von Marko Arnautovic (4), Marc Janko (2), Alessandro Schöpf und Marcel Sabitzer (je 1). Anwesend sind lediglich Martin Hinteregger (Torschütze in Georgien) und Martin Harnik (Moldawien).

Alle Debütanten in der Teamchef-Ära von Marcel Koller in der LAOLA1-Zeitreise:

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ROBERT ALMER - 15. November 2011: Ukraine - Österreich 2:1 - 33 Länderspiele/0 Tore

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MARKUS SUTTNER - 29. Februar 2012: Österreich - Finnland 3:1 - 20/0

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GUIDO BURGSTALLER - 29. Februar 2012: Österreich - Finnland 3:1 - 10/0

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HEINZ LINDNER - 1. Juni 2012: Österreich - Ukraine 3:2 - 10/0

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PATRICK BÜRGER - 1. Juni 2012: Österreich - Ukraine 3:2 - 2/0

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MARCEL SABITZER - 5. Juni 2012: Österreich - Rumänien 0:0 - 27/4

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ANDREAS WEIMANN - 12. Oktober 2012: Kasachstan - Österreich 0:0 - 14/0

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MARTIN HINTEREGGER - 19. November 2013: Österreich - USA 1:0 - 24/1

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LUKAS HINTERSEER - 19. November 2013: Österreich - USA 1:0 - 12/0

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PHILIPP ZULECHNER - 19. November 2013: Österreich - USA 1:0 - 1/0

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KEVIN WIMMER - 19. November 2013: Österreich - USA 1:0 - 8/0

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STEFAN ILSANKER - 30. Mai 2014: Österreich - Island 1:1 - 23/0

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VALENTINO LAZARO - 30. Mai 2014: Österreich - Island 1:1 - 7/0

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MICHAEL LIENDL - 3. Juni 2014: Tschechien - Österreich 1:2 - 1/0

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MARCO DJURICIN - 27. März 2015: Liechtenstein - Österreich 0:5 - 2/0

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KARIM ONISIWO - 17. November 2015: Österreich - Schweiz 1:2 - 2/0

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FLORIAN KAINZ - 17. November 2015: Österreich - Schweiz 1:2 - 1/0

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ALESSANDRO SCHÖPF - 26. März 2016: Österreich - Albanien 2:1 - 12/2

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MICHAEL GREGORITSCH - 5. September 2016: Georgien - Österreich 1:2 - 2/0

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LOUIS SCHAUB - 6. Oktober 2016: Österreich - Wales 2:2 - 2/0

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ANDREAS LUKSE - 15. November 2016: Österreich - Slowakei 0:0 - 1/0

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MICHAEL MADL - 15. November 2016: Österreich - Slowakei 0:0 - 1/0

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STEFAN STANGL - 15. November 2016: Österreich - Slowakei 0:0 - 1/0

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FLORIAN GRILLITSCH - 28. März 2017: Österreich - Finnland 1:1 - 1/0

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STEFAN LAINER - 28. März 2017: Österreich - Finnland 1:1 - 1/0

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Ein gewisser Druck lastet so gesehen auf Guido Burgstaller, der als zentraler Angreifer erwartet wird, seinem ersten Länderspiel-Tor aber immer noch hinterherläuft. "Man hat gesehen, dass er jetzt mehr Ruhe in seinem Spiel und in seiner Position vor dem Tor hat. Es ist natürlich gerade für einen Goalgetter wichtig, dass er nicht hektisch wird, wenn der Ball reinkommt, und vielleicht einen Tick schneller ist als der Verteidiger", baut Koller auf die Qualitäten des Schalke-Legionärs.

"Wir sollten das jedoch nicht auf einen Spieler fokussieren", sieht er gleichzeitig nicht nur den Kärntner in der Pflicht, "es ist wichtig, dass jeder Tore schießen kann, wenn er in die Position kommt. Es gilt, sehr fokussiert und konzentriert zu sein und nicht zu viele Möglichkeiten auszulassen, weil ich überzeugt bin, dass wir nicht zehn bekommen werden. Gerade in einem Auswärtsspiel muss man versuchen, die erste Möglichkeit zu nutzen - und wenn das nicht geht, dann zumindest die zweite. Dazu ist jeder aufgefordert."

Motivationshilfe durch Keane

Ebenso ist jeder aufgefordert, zu wissen, was im Aviva Stadium auf ihn zukommt.

Koller dürfte dankbar für die Motivationshilfe durch Roy Keane sein. Sollte einer seiner Schützlinge vorher noch nicht gewusst haben, mit welcher Intensität die Iren zu Werke gehen, sollte es nach der Kriegs-Rhetorik des irischen Co-Trainers und Ex-Internationalen klar sein.

"Im Fußball sollte man nicht über Krieg sprechen", mahnt der Schweizer zwar, meint jedoch auch: "Ich verstehe es, ich weiß, was er den eigenen Spielern mitgeben möchte. Diese Aussagen waren für die einheimische Mannschaft gedacht, dass sie alles reinschmeißen und uns mit einer harten aber hoffentlich fairen Spielweise einschüchtern sollen. Deswegen wird es für uns wichtig, dass wir gerüstet sind und wissen, was auf uns zukommen könnte."


Textquelle: © LAOLA1.at

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